Gambero rosso di Gallipoli
Frische Exemplare bekommst du am besten bei gut sortierten Fischhändlern oder auf italienischen Fischmärkten. Als Alternative eignen sich rohe, ungeschälte Garnelen; ihr Geschmack ist meist etwas milder und weniger süß.
Apulisches Risotto
Cremiges Carnaroli-Risotto mit rotem Gambero rosso di Gallipoli, Limette, Minze und geröstetem Friscous salentino für 4 Portionen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Risotto rückt eine Spezialität der apulischen Küste in den Mittelpunkt: den roten Gambero rosso di Gallipoli. Seine kräftige, leicht süßliche Meeresnote verbindet sich mit frischer Limette und Minze, während gerösteter Friscous salentino für zusätzlichen Biss sorgt. Der Carnaroli-Reis wird klassisch nach und nach mit heißem Fond gegart und bleibt cremig sowie fließend.
Cremig und fließend, mit einem leicht bissfesten Reiskern. Dazu kommen eine intensive, süßlich-maritime Garnelennote, frischer Limettenabrieb, kühle Minzaromen und der goldbraune, kernige Biss des gerösteten Friscous.
Schritt für Schritt
Die Köpfe und Schalen der Gamberi abdrehen und beiseitelegen. Die Garnelen entdarmen. Acht besonders schöne Exemplare ganz lassen, die übrigen in mundgerechte Stücke schneiden. Den Fischfond in einem Topf erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Daran erkennst du es: Der Fond ist heiß und dampft leicht, kocht aber nicht.
Wichtig: Rohe Garnelen getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsfläche sowie Messer anschließend gründlich reinigen.
1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen. Köpfe, Schalen und die leicht angedrückte Knoblauchzehe darin 2 bis 3 Minuten anrösten. Mit etwa 200 ml heißem Fischfond ablöschen, 10 Minuten leise köcheln lassen und anschließend durch ein feines Sieb zurück in den Fondtopf gießen. Den aromatisierten Fond wieder warm halten.
Daran erkennst du es: Der Fond duftet intensiv nach Garnelen und Knoblauch; die Flüssigkeit bleibt knapp unter dem Siedepunkt.
Den Friscous salentino ohne Öl in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten rösten, bis er goldbraun duftet. Herausnehmen und beiseitestellen. Die Minzblätter abzupfen, die Hälfte fein schneiden und die übrigen Blätter für das Servieren zurücklegen.
Daran erkennst du es: Der Friscous ist goldbraun und duftet nussig, ohne zu verbrennen.
Die Schalotte sehr fein würfeln. 2 EL Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen und die Schalotte bei niedriger bis mittlerer Hitze 3 Minuten glasig dünsten. Den Reis dazugeben und 2 Minuten unter Rühren anrösten, bis die Körner an den Rändern glasig wirken.
Daran erkennst du es: Die Schalotte ist glasig, der Reis duftet leicht nussig und wirkt an den Rändern durchsichtig.
Den Weißwein angießen und vollständig einkochen lassen. Nun schöpflöffelweise heißen Fond zugeben. Erst weitere Flüssigkeit angießen, wenn der Reis den vorherigen Fond fast aufgenommen hat. Dabei regelmäßig, aber nicht hektisch rühren. Nach etwa 15 Minuten die geschnittenen Gamberi und die acht ganzen Garnelen unterheben.
Daran erkennst du es: Der Reis nimmt den Fond nach und nach auf und bleibt während des Garens feucht und cremig.
Wichtig: Die rohen Garnelen erst in der Schlussphase zugeben und anschließend vollständig durchgaren.
Das Risotto weitere 3 bis 4 Minuten garen. Der Reis soll außen cremig und im Kern noch leicht bissfest sein. Bei Bedarf etwas Fond nachgießen; die Konsistenz soll fließend bleiben und beim leichten Rütteln des Topfes langsam auseinanderlaufen.
Daran erkennst du es: Die Garnelen sind undurchsichtig und fest, der Reis bleibt im Kern leicht bissfest und das Risotto fließt langsam auseinander.
Wichtig: Die Garnelen müssen vollständig undurchsichtig und durchgegart sein.
Den Topf vom Herd nehmen. Kalte Butter, Limettenabrieb, Limettensaft und die fein geschnittene Minze unterrühren. Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken und das Risotto 1 Minute ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig eingearbeitet und das Risotto glänzt cremig.
Das Risotto sofort auf tiefen Tellern verteilen. Mit dem gerösteten Friscous und den zurückbehaltenen Minzblättern bestreuen und je eine ganze Garnele daraufsetzen.
Daran erkennst du es: Das Risotto liegt fließend auf dem Teller und läuft beim leichten Anstoßen langsam auseinander.
Gut zu wissen
Frische Exemplare bekommst du am besten bei gut sortierten Fischhändlern oder auf italienischen Fischmärkten. Als Alternative eignen sich rohe, ungeschälte Garnelen; ihr Geschmack ist meist etwas milder und weniger süß.
Das geröstete Hartweizenprodukt ist vor allem im süditalienischen Feinkosthandel und in gut sortierten italienischen Onlineshops erhältlich. Grober Couscous kann es ersetzen, wird beim Rösten aber etwas feiner und weniger kernig.
Das Risotto bleibt maritim, schmeckt aber meist etwas milder und weniger süß.
Die Garnelen wie im Rezept vorbereiten. Wenn Köpfe und Schalen vorhanden sind, für den aromatisierten Fond verwenden; andernfalls den Fond nur mit dem vorhandenen Fischfond zubereiten.
Der knusprige Belag wird etwas feiner und weniger kernig.
Groben Couscous ohne Öl in der kleinen Pfanne goldbraun rösten und wie den Friscous über das fertige Risotto streuen.
Den Fond von Beginn an erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Mit weiterem heißen Fond in kleinen Mengen nacharbeiten und das Risotto vorsichtig zu Ende garen.
Den Fond nach und nach ergänzen und die Konsistenz kurz vor dem Anrichten prüfen.
Etwas heißen Fond unterrühren, bis das Risotto wieder langsam auseinanderläuft.
Die Garnelen erst nach etwa 15 Minuten Risottogarzeit zugeben und nur 3 bis 4 Minuten fertig garen.
Das Risotto sofort vom Herd nehmen und servieren; bereits trockene Garnelen werden nicht wieder saftig.
Den Friscous aufmerksam rösten und unmittelbar nach dem Goldbraunwerden herausnehmen.
Verbrannten Friscous nicht verwenden und eine neue Portion rösten.
Häufig gefragt
Ja. Rohe, ungeschälte Garnelen eignen sich als Ersatz. Ihr Geschmack ist meist etwas milder und weniger süß. Köpfe und Schalen kannst du ebenfalls für den aromatisierten Fond verwenden.
Den heißen Fond schöpflöffelweise zugeben und erst nachgießen, wenn der Reis die vorherige Menge fast aufgenommen hat. Kurz vor dem Servieren soll das Risotto beim leichten Rütteln des Topfes langsam auseinanderlaufen.
Grober Couscous kann verwendet werden. Er wird beim Rösten etwas feiner und weniger kernig als Friscous, liefert aber ebenfalls einen gerösteten, knusprigen Kontrast.
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