Gavi als prägende Zutat
Der trockene Gavi bringt frische Säure und eine fein würzige Weinnote ein. Er wird vollständig eingekocht, bevor der Fond schrittweise dazukommt.
Piemontesisches Weinrisotto
Cremiges piemontesisches Weinrisotto mit Carnaroli-Reis, trockenem Gavi, Gemüsefond, Butter und Grana Padano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Risotto al Gavi verbindet die cremige all’onda-Konsistenz eines klassischen Risottos mit der frischen, fein würzigen Säure eines trockenen piemontesischen Gavi. Carnaroli-Reis, schrittweise zugegebener heißer Fond und eine abschließende Mantecatura mit kalter Butter und Grana Padano ergeben ein geschmeidiges, aromatisches Gericht, das direkt nach der kurzen Ruhezeit serviert wird.
Das Risotto ist cremig, glänzend und leicht fließend. Es duftet fein nach trockenem Weißwein, Butter und gereiftem Hartkäse. Am Gaumen treffen frische Säure, milde Würze und eine geschmeidige Textur auf den angenehm festen Kern des Carnaroli-Reises.
Schritt für Schritt
Den Gemüsefond in einem Topf erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt warm halten. Währenddessen die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Den Grana Padano fein reiben, falls er nicht bereits gerieben ist.
Daran erkennst du es: Der Fond bleibt heiß, ohne stark zu kochen.
30 g Butter und das Olivenöl in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel mit dem Salz 4–5 Minuten sanft glasig dünsten, ohne sie zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht gebräunt.
Den Carnaroli-Reis hinzufügen und 2–3 Minuten unter Rühren rösten. Die Körner sollen an den Rändern leicht durchsichtig werden, im Kern aber fest bleiben.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner wirken an den Rändern leicht durchsichtig, bleiben im Kern jedoch fest.
Den Gavi angießen und unter Rühren vollständig einkochen lassen. Das dauert etwa 2–3 Minuten; der Alkoholgeruch soll verschwunden sein.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist weitgehend eingekocht und der Alkoholgeruch verschwunden.
Eine Kelle heißen Fond zum Reis geben und regelmäßig rühren. Erst wenn die Flüssigkeit fast aufgenommen ist, die nächste Kelle hinzufügen. Den Reis auf diese Weise 15–17 Minuten garen, bis er außen cremig und im Kern noch leicht bissfest ist.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist außen cremig, während der Kern noch leicht bissfest bleibt.
Den Topf vom Herd nehmen. Die restlichen 30 g kalte Butter und den geriebenen Grana Padano kräftig unterrühren. Falls das Risotto zu fest wirkt, mit einem kleinen Schuss heißen Fond auf die typische fließende all’onda-Konsistenz bringen.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist glänzend, geschmeidig und fließt langsam all’onda.
Das Risotto zugedeckt 2 Minuten ruhen lassen, anschließend nochmals kurz durchrühren und sofort in vorgewärmten tiefen Tellern servieren.
Daran erkennst du es: Das Risotto bleibt fließend und wird direkt nach dem kurzen Ruhen serviert.
Gut zu wissen
Der trockene Gavi bringt frische Säure und eine fein würzige Weinnote ein. Er wird vollständig eingekocht, bevor der Fond schrittweise dazukommt.
Carnaroli eignet sich für Risotto, weil die Körner beim schrittweisen Garen cremige Stärke abgeben und im Kern bissfest bleiben können.
Die kalte Butter und der fein geriebene Grana Padano werden erst nach dem Garen eingerührt. Dadurch wird das Risotto besonders geschmeidig und glänzend.
Das Risotto bleibt frisch und ausgewogen, verliert aber etwas von seinem regionalen Charakter.
Den Gavi im Rezept im gleichen Mengenverhältnis durch einen trockenen, säurebetonten italienischen Weißwein ersetzen und vollständig einkochen lassen.
Die Zwiebel bei mittlerer Hitze sanft glasig dünsten und nicht bräunen lassen.
Falls nur leicht gebräunt, mit dem Reis fortfahren; bei deutlich bitterem Geschmack besser neu beginnen.
Den Fond während der gesamten Zubereitung knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Den Fond wieder erhitzen und das Risotto bei gleichmäßiger Hitze fertig garen.
Den Fond portionsweise einrühren und jeweils fast vollständig aufnehmen lassen.
Mit weiterem schrittweisem Rühren und kleinen Fondzugaben die Konsistenz angleichen.
Die all’onda-Konsistenz vor dem Ruhen prüfen und bei Bedarf einen kleinen Schuss heißen Fond einarbeiten.
Mit einem kleinen Schuss heißen Fond vorsichtig wieder geschmeidig rühren.
Häufig gefragt
Ja. Einen trockenen, säurebetonten italienischen Weißwein in derselben Menge verwenden. Das Risotto bleibt frisch, verliert aber etwas von seinem regionalen Charakter.
Der Reis soll außen cremig sein, während der Kern noch leicht bissfest bleibt. Die genaue Garzeit liegt im Rezept bei etwa 15–17 Minuten nach Beginn der Fondzugabe.
Das fertige Risotto soll auf dem Teller langsam fließen und nicht als fester Hügel stehen. Falls es zu fest wirkt, einen kleinen Schuss heißen Fond einrühren.
Risotto dickt beim Stehen schnell nach. Das sofortige Servieren nach der kurzen Ruhezeit bewahrt die cremige all’onda-Konsistenz.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …