Reine Haselnusspaste verwenden
Achte auf eine Paste aus 100 % gerösteten Haselnüssen ohne Zucker, Kakao oder zusätzliches Aroma. Du findest sie meist im gut sortierten Backregal, in italienischen Feinkostläden oder im Fachhandel für Backzutaten.
Piemontesches Gelato
Cremiges Haselnussgelato mit Vollmilch, Sahne, gerösteter Haselnusspaste und Eigelb. Die gekochte Gelatobasis wird gekühlt, in der Eismaschine gefroren und anschließend nachgehärtet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses cremige Gelato lebt von gerösteter Haselnuss, einer milden Milchbasis und einem klaren, nussigen Aroma. Reine Haselnusspaste hält den Geschmack intensiv und rund, während Eigelb und Magermilchpulver für eine geschmeidige, gut bindende Basis sorgen. Kakao oder Gianduia bleiben bewusst außen vor, damit die Haselnuss im Mittelpunkt steht.
Das Gelato ist glatt, cremig und dicht, mit einem warmen Röstaroma und einem langen, nussigen Nachgeschmack. Die Milchbasis bleibt mild und rund, während die Haselnuss klar im Vordergrund steht.
Schritt für Schritt
Stelle den flachen, gefriergeeigneten Behälter kalt und bereite ein kaltes Wasserbad vor. Verrühre Zucker, Magermilchpulver und Salz in einer Schüssel. Schlage die Eigelbe in einer zweiten Schüssel glatt.
Daran erkennst du es: Die Eigelbe sind glatt verrührt und die trockenen Zutaten gleichmäßig vermischt.
Erwärme Milch und Sahne in einem Topf auf etwa 40 °C. Gieße die warme Milchmischung langsam unter ständigem Rühren zu den Eigelben und rühre anschließend die Zucker-Milchpulver-Mischung ein.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist warm und gleichmäßig verbunden, ohne dass die Eigelbe stocken.
Gib alles zurück in den Topf und erhitze die Mischung unter ständigem Rühren auf 82–84 °C. Sie darf nicht kochen. Sobald die Masse leicht bindet, nimm den Topf vom Herd.
Daran erkennst du es: Die Masse bindet leicht und bleibt glatt; sie kocht nicht.
Wichtig: Die Basis nicht kochen lassen, damit das Eigelb nicht ausflockt.
Rühre die Haselnusspaste in die heiße Basis ein. Mixe sie mit dem Stabmixer 1–2 Minuten, bis die Mischung vollständig glatt und gleichmäßig ist.
Daran erkennst du es: Die Basis ist glatt, gleichmäßig und frei von sichtbaren Pastenklümpchen.
Wichtig: Beim Mixen in der heißen Basis vorsichtig arbeiten, um Spritzer zu vermeiden.
Stelle den Topf sofort in das kalte Wasserbad und kühle die Basis unter Rühren auf unter 10 °C ab. Decke sie ab und lasse sie mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank reifen.
Daran erkennst du es: Die Basis ist vollständig durchgekühlt und bleibt beim Umrühren glatt.
Wichtig: Die heiße Basis zügig herunterkühlen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Rühre die gekühlte Basis noch einmal durch und friere sie in der Eismaschine nach Geräteanleitung 25–35 Minuten, bis das Gelato fest und cremig ist. Fülle es in den vorgekühlten Behälter und lasse es im Tiefkühlfach etwa 2 Stunden nachhärten.
Daran erkennst du es: Das Gelato ist nach dem Maschinenlauf fest und cremig; nach dem Nachhärten lässt es sich portionieren.
Fülle die kalte Basis in einen flachen Metallbehälter. Friere sie ein und rühre die Masse in den ersten 3 Stunden etwa alle 30 Minuten kräftig mit einem stabilen Schneebesen oder Stabmixer durch. Danach lässt du sie noch 1–2 Stunden fest werden.
Daran erkennst du es: Die Masse wird zunehmend fest und cremig; am Ende ist sie vollständig gefroren und portionierbar.
Wichtig: Beim Mixen der zunehmend festen Masse vorsichtig arbeiten und nur ein dafür geeignetes Gerät verwenden.
Nimm das Gelato vor dem Servieren etwa 10 Minuten aus dem Tiefkühlfach, damit es sich gut portionieren lässt.
Daran erkennst du es: Das Gelato lässt sich mit einem Löffel oder Portionierer sauber abstechen.
Gut zu wissen
Achte auf eine Paste aus 100 % gerösteten Haselnüssen ohne Zucker, Kakao oder zusätzliches Aroma. Du findest sie meist im gut sortierten Backregal, in italienischen Feinkostläden oder im Fachhandel für Backzutaten.
Sahne mit 30–35 % Fett unterstützt die cremige Struktur der Gelatobasis.
Die zwei Eigelb entsprechen ungefähr 36 g. Für eine genaue Skalierung können sie nach dem Aufschlagen gewogen werden.
Das Gelato kann etwas körniger werden und benötigt längeres Mixen.
Röste 100 g Haselnüsse, lasse sie etwas abkühlen und mixe sie sehr fein zu einer möglichst glatten Paste. Verwende die Paste anschließend wie angegeben.
Die Basis unter ständigem Rühren nur auf 82–84 °C erhitzen und keinesfalls kochen lassen.
Sofort vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb geben. Anschließend die Haselnusspaste einmixen; eine vollständig glatte Struktur lässt sich jedoch nicht immer wiederherstellen.
Die Paste mit dem Stabmixer 1–2 Minuten mixen, bis die Basis gleichmäßig glatt ist.
Die gekühlte Basis vor dem Gefrieren nochmals kräftig durchmixen.
Das Gelato etwa 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühlfach nehmen.
Einige Minuten länger temperieren lassen, bis es sich wieder sauber abstechen lässt.
In den ersten 3 Stunden etwa alle 30 Minuten kräftig mit Schneebesen oder Stabmixer durchrühren.
Die halbgefrorene Masse nochmals gründlich durchmixen und anschließend weiter gefrieren.
Die gekühlte Gelatobasis lässt sich auch in einem flachen Metallbehälter einfrieren. Regelmäßiges Durchrühren ersetzt dabei den kontinuierlichen Rührvorgang der Eismaschine.
Häufig gefragt
Ja. Fülle die gekühlte Basis in einen flachen Metallbehälter und rühre sie in den ersten 3 Gefrierstunden etwa alle 30 Minuten kräftig mit einem stabilen Schneebesen oder Stabmixer durch.
Die Basis sollte mindestens 4 Stunden im Kühlschrank reifen, besser über Nacht. Vor dem Gefrieren muss sie vollständig durchgekühlt sein.
Am besten verwendest du eine reine Paste aus 100 % gerösteten Haselnüssen ohne Zucker, Kakao oder zusätzliches Aroma.
Du kannst 100 g Haselnüsse rösten und sehr fein mixen. Das Gelato wird dann etwas körniger und benötigt längeres Mixen.
Die Rezeptur ist bewusst ohne Kakao und Gianduia angelegt, damit das klare Aroma der Haselnuss im Mittelpunkt bleibt.
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