Sardellen unter Salz
Sardellenfilets unter Salz schmecken meist tiefer und salziger als Sardellenfilets in Öl. Sie werden vor der Verwendung abgespült, entgrätet und trocken getupft.
Contorno aus dem Piemonte
Weich geröstete und geschälte Paprikaschoten werden mit einer warmen bagna cauda aus Sardellen, Knoblauch, Milch und nativem Olivenöl extra überzogen. Die eigenständige piemontesische Gemüsebeilage verbindet süße Röstaromen mit einer kräftig-würzigen Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Peperoni arrostiti con bagna cauda bringt süße, weich geröstete Paprika und die würzige Wärme einer langsam gegarten piemontesischen bagna cauda zusammen. Die Paprikaschoten werden gehäutet und in breite Streifen geteilt, damit ihre natürliche Süße erhalten bleibt und die Sauce gleichmäßig an ihnen haftet. Die Sauce wird lauwarm über das Gemüse gegeben und als eigenständige Beilage serviert.
Die Paprika ist weich, saftig und süßlich mit dunklen Röstaromen. Darüber liegt eine warme, seidige Sauce, die intensiv nach Sardellen und Olivenöl schmeckt, vom mild gegarten Knoblauch abgerundet wird und angenehm herzhaft nachklingt.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Paprikaschoten waschen, sorgfältig trocknen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
Wichtig: Das Backblech und der Backofen werden sehr heiß; zum Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Die Paprikaschoten 30–40 Minuten rösten und etwa alle 10 Minuten wenden. Währenddessen können Sardellen und Knoblauch für die Sauce vorbereitet werden. Die Haut soll dunkel werden und Blasen werfen, das Fruchtfleisch weich sein.
Daran erkennst du es: Die Haut ist dunkel und blasig, das Fruchtfleisch weich.
Wichtig: Beim Wenden auf austretenden heißen Saft achten.
Die heißen Paprikaschoten in eine Schüssel legen und mit einem Teller oder Deckel abdecken. 30 Minuten ruhen lassen. Dadurch lässt sich die Haut leichter lösen. Die Ruhezeit kann genutzt werden, um die Zutaten für die Sauce bereitzustellen.
Wichtig: Die Paprika ist zunächst sehr heiß; beim Abnehmen des Deckels vorsichtig mit entweichendem Dampf umgehen.
Die Paprikaschoten häuten, Stielansätze, Kerne und weißen Innenfasern entfernen. Das Fruchtfleisch längs in breite Streifen teilen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Haut lässt sich weitgehend leicht abziehen und das Fruchtfleisch ist weich.
Die Sardellenfilets unter kaltem Wasser abspülen, von Gräten befreien und trocken tupfen. Den Knoblauch schälen, den grünen Keim entfernen und die Zehen grob teilen.
Wichtig: Nach der Verarbeitung von rohem Fisch Hände, Messer und Arbeitsfläche gründlich reinigen.
Den Knoblauch mit der Vollmilch in einen kleinen Topf geben und bei sehr niedriger Hitze 15 Minuten sanft garen. Die Milch abgießen und den weichen Knoblauch mit einer Gabel zerdrücken.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch ist weich und lässt sich leicht zerdrücken.
Wichtig: Milch kann plötzlich aufsteigen; den Topf während des Garens beobachten.
Olivenöl, den zerdrückten Knoblauch und die Sardellen in einen kleinen Topf geben. Die Mischung bei niedrigster Hitze etwa 30 Minuten erwärmen und regelmäßig umrühren. Sie darf nicht sprudelnd kochen; die Sardellen sollen vollständig zerfallen und eine gleichmäßige Sauce bilden.
Daran erkennst du es: Die Sardellen sind vollständig zerfallen und die Sauce ist gleichmäßig verbunden.
Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt erhitzen und nicht mit Wasser in Kontakt bringen.
Die Paprikastreifen auf einer Servierplatte anrichten. Die bagna cauda kurz abkühlen lassen, bis sie warm, aber nicht mehr heiß ist, und gleichmäßig über die Paprika geben. Als eigenständige Gemüsebeilage servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist warm, aber nicht mehr heiß, und überzieht die Paprikastreifen gleichmäßig.
Gut zu wissen
Sardellenfilets unter Salz schmecken meist tiefer und salziger als Sardellenfilets in Öl. Sie werden vor der Verwendung abgespült, entgrätet und trocken getupft.
Das sanfte Garen des Knoblauchs in Vollmilch macht ihn weich und mildert seine Schärfe, bevor er mit Öl und Sardellen zur Sauce verbunden wird.
Die Sauce wird etwas milder und benötigt in der Regel kein zusätzliches Salz.
Die Sardellenfilets gut abtropfen lassen und wie die gesäuberten Sardellen unter Salz weiterverwenden.
Bis die Haut deutlich dunkel und blasig ist rösten und die heißen Schoten 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Die Paprikastreifen nochmals kurz rösten oder in einer abgedeckten Form nachgaren, bis das Fruchtfleisch weich ist.
Den grünen Keim entfernen und die Sauce bei niedrigster Hitze ohne sprudelndes Kochen erwärmen.
Die Sauce mit etwas zusätzlichem Olivenöl strecken und nur noch sehr sanft erwärmen.
Die Sardellen unter kaltem Wasser abspülen und kein zusätzliches Salz einplanen.
Mit etwas mehr Olivenöl und gegebenenfalls etwas zusätzlicher Milch verdünnen.
Die Sauce vor dem Anrichten kurz abkühlen lassen, bis sie warm, aber nicht mehr heiß ist.
Die Sauce einige Minuten abseits der Hitze stehen lassen und erst dann über die Paprika geben.
Eine etwas mildere Sauce entsteht mit Sardellenfilets in Öl anstelle der unter Salz gereiften Filets.
Die Paprika kann bis zu 24 Stunden im Voraus geröstet, gehäutet und abgedeckt gekühlt werden. Die bagna cauda möglichst frisch zubereiten und vor dem Servieren nur sanft erwärmen.
Paprika und Sauce getrennt oder gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren die Sauce langsam erwärmen und die Paprika lauwarm temperieren.
Reste nach dem Abkühlen zeitnah kühlen und nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Die geschälte Paprika kann durch das Einfrieren weich und wässrig werden; auch die Emulsion der Sauce kann an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich fleischige rote und gelbe Paprikaschoten. Sie werden im Ofen weich, entwickeln süße Röstaromen und lassen sich nach dem Abdecken gut häuten.
Ja. 100 g Sardellenfilets in Öl sind eine klare Alternative. Die Sauce wird etwas milder und benötigt in der Regel kein zusätzliches Salz.
Das sanfte Garen macht den Knoblauch weich und mildert seine Schärfe, bevor er mit Olivenöl und Sardellen zur Sauce verbunden wird.
Die Paprikastreifen werden auf einer Platte angerichtet und mit lauwarmer, nicht mehr heißer bagna cauda überzogen. So bleibt die Süße der Paprika gut erkennbar.
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