Pasta con la mollica e le acciughe

Sizilianische Pastaküche

Sizilianische Pasta mit Sardellen, Knoblauchöl und knusprig gerösteter Brotkrume.

Zum Rezept
Pasta con la mollica e le acciughe
Vorbereitung 10 Minuten
Kochen / Backen 12 Minuten
Gesamtzeit ca. 22 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Ziehenlassen und Aufgießen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Sardellen schmelzen im aromatisierten Knoblauchöl und verteilen ihre Würze gleichmäßig in der Pasta.
  • Grob geröstete Brotkrume bringt mehr Biss und bildet einen deutlichen Kontrast zu den geschmeidigen Spaghetti.
  • Etwas Kochwasser verbindet Öl und Pasta zu einem leicht glänzenden Überzug.
  • Die Brotkrume wird separat geröstet und erst beim Servieren aufgestreut, sodass sie knusprig bleibt.

Pasta con la mollica e le acciughe ist ein schlichtes sizilianisches Pastagericht: Sardellen lösen sich in mildem Knoblauchöl, während grobe geröstete Brotkrume für einen herzhaften, knusprigen Kontrast sorgt. Die Brotkrume, auf Sizilianisch muddica atturrata, kommt erst ganz zum Schluss auf die Pasta, damit sie trocken und kross bleibt.

Geschmeidige, würzige Spaghetti treffen auf mildes Knoblaucharoma, salzige Sardellennoten und trocken-knusprige Brotkrume mit rustikalem Biss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Brotkrume rösten

    Gib die Brotkrume mit 15 ml Olivenöl in eine große Pfanne. Röste sie bei mittlerer bis niedriger Hitze unter häufigem Rühren 4–5 Minuten, bis sie goldbraun und trocken ist. Fülle sie sofort in eine Schüssel um, damit sie in der heißen Pfanne nicht nachdunkelt.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brotkrume ist goldbraun, trocken und knusprig.

    • Die Brotkrume nach dem Rösten sofort aus der Pfanne nehmen, weil sie sonst durch die Resthitze weiterbräunt.
  2. Spaghetti kochen

    Bringe das Wasser in einem großen Topf zum Kochen und salze es mit 10 g Salz. Koche die Spaghetti nach Packungsangabe knapp al dente. Schöpfe vor dem Abgießen etwa 200 ml Kochwasser ab.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Spaghetti sind knapp al dente.

    • Während die Pasta kocht, das Knoblauchöl in der zweiten Pfanne vorbereiten.
  3. Knoblauchöl aromatisieren

    Erhitze währenddessen die übrigen 35 ml Olivenöl in der zweiten Pfanne. Gib den Knoblauch dazu und lasse ihn bei niedriger Hitze etwa 2 Minuten ziehen, ohne ihn dunkel werden zu lassen. Nimm die Knoblauchzehen heraus.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Öl ist aromatisiert, der Knoblauch bleibt hell und wird nicht dunkel.

    • Der Knoblauch soll nur Aroma abgeben und nicht kräftig braten.
  4. Sardellen im Öl lösen

    Gib die Sardellenfilets in das aromatisierte Öl und lasse sie bei niedriger Hitze 2–3 Minuten unter Rühren schmelzen. Sie sollen sich zu einem würzigen Öl verbinden, aber nicht kräftig braten.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sardellen haben sich weitgehend im Öl aufgelöst und das Öl ist gleichmäßig würzig.

    • Bei niedriger Hitze bleiben die Sardellen zart und verbinden sich gleichmäßig mit dem Öl.
  5. Pasta schwenken

    Gib die abgegossenen Spaghetti direkt in die Pfanne. Füge zunächst 100 ml Kochwasser hinzu und schwenke die Pasta 1–2 Minuten, bis das Öl gleichmäßig verteilt ist und die Oberfläche leicht glänzt. Falls sie trocken wirkt, gib nach und nach etwas mehr Kochwasser dazu.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist gleichmäßig überzogen und leicht glänzend, aber nicht trocken.

    • Das Kochwasser portionsweise zugeben, damit die Pasta geschmeidig bleibt und nicht wässrig wird.
  6. Petersilie und Pfeffer unterheben

    Nimm die Pfanne vom Herd und mische Petersilie und schwarzen Pfeffer unter. Schmecke vorsichtig ab, denn die Sardellen bringen bereits viel Würze mit.

    • Zusätzliches Salz ist meist nicht nötig, da Sardellen und Kochwasser bereits Würze mitbringen.
  7. Anrichten und bestreuen

    Verteile die Pasta sofort auf vier Teller und streue die geröstete Brotkrume erst jetzt darüber. So bleibt der Kontrast zwischen geschmeidiger Pasta und knuspriger Krume erhalten.

    Daran erkennst du es: Die Brotkrume liegt trocken und knusprig auf der Pasta.

    • Die Brotkrume erst unmittelbar vor dem Servieren aufstreuen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Brotkrume erst zum Schluss aufstreuen: Die geröstete Brotkrume erst beim Anrichten über die Pasta geben. So bleibt sie trocken und knusprig und bildet den gewünschten Kontrast zur geschmeidigen Pasta.
  • Kochwasser aufbewahren: Etwa 200 ml Kochwasser vor dem Abgießen abschöpfen. Zunächst 100 ml verwenden und bei Bedarf schluckweise mehr zugeben, damit die Pasta glänzend und geschmeidig bleibt.
  • Vorsichtig abschmecken: Sardellen und Kochwasser bringen bereits viel Würze mit. Deshalb erst nach dem Schwenken probieren und nur zurückhaltend nachwürzen.

Zutatenwissen

Was ist Mollica?

Mollica ist grobe Brotkrume aus altbackenem Weißbrot. Geeignetes Weißbrot gibt es beim Bäcker; frisches Brot kann ein bis zwei Tage trocknen und anschließend grob gerieben werden. Die grobe Krume sorgt für mehr Biss als feines Paniermehl.

Sardellenfilets in Öl

Die Sardellen werden nicht kräftig gebraten, sondern bei niedriger Hitze im Knoblauchöl gelöst. Dadurch verbinden sie sich mit dem Öl zu einer würzigen Grundlage für die Pasta.

Sinnvolle Alternativen

feines Paniermehl

Die Oberfläche wird gleichmäßiger und weniger rustikal; der Biss ist feiner.

Verwende statt der groben Brotkrume 80 g feines Paniermehl und röste es mit 15 ml Olivenöl unter häufigem Rühren goldbraun und trocken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Brotkrume wird zu dunkel oder bitter.

Die Brotkrume nach 4–5 Minuten sofort aus der Pfanne in eine Schüssel umfüllen.

Bei leichter Bräunung nur die helleren, nicht bitteren Krümel verwenden; stark verbrannte Brotkrume ersetzen.

Das Knoblauchöl schmeckt bitter oder verbrannt.

Den Knoblauch bei niedriger Hitze nur etwa 2 Minuten ziehen lassen und herausnehmen, bevor er Farbe annimmt.

Bei deutlicher Bitterkeit das Öl verwerfen und mit frischem Olivenöl neu beginnen.

Die Pasta wirkt trocken und verbindet sich nicht gut mit dem Öl.

Zunächst 100 ml Kochwasser zugeben und bei Bedarf portionsweise mehr unter die Pasta schwenken.

Etwas zurückbehaltenes Kochwasser nach und nach einarbeiten, bis die Oberfläche wieder leicht glänzt.

Das Gericht schmeckt zu salzig.

Erst am Ende vorsichtig abschmecken und zusätzliches Salz nur sehr zurückhaltend verwenden.

Mit etwas ungesalzener Pasta oder wenig zusätzlichem Kochwasser ausgleichen, ohne die Sauce zu verwässern.

Varianten

Feine Brotkrume

Für eine gleichmäßigere, weniger rustikale Oberfläche kann die grobe Brotkrume durch feines Paniermehl ersetzt werden.

Servieren und kombinieren

  • Sofort servieren: Die Pasta direkt auf vier Teller verteilen und die knusprige Brotkrume unmittelbar vor dem Servieren darüberstreuen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Spaghetti und Brotkrume bestehen aus Weizen beziehungsweise enthalten Weizen als belegten Bestandteil.
  • Fisch: enthält · Das Rezept enthält Sardellenfilets.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was bedeutet Mollica?

Mollica ist grobe Brotkrume aus altbackenem Weißbrot. Sie wird in diesem Rezept mit Olivenöl geröstet und erst beim Servieren über die Pasta gestreut.

Kann ich feines Paniermehl verwenden?

Ja. Feines Paniermehl ergibt eine gleichmäßigere und weniger rustikale Oberfläche mit feinerem Biss als grobe Brotkrume.

Warum wird Kochwasser zurückbehalten?

Das Kochwasser hilft, Öl und Pasta zu verbinden. Zunächst 100 ml zugeben und bei Bedarf nach und nach mehr unter die Pasta schwenken.

Aus unserer Küche

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