Pasta c'anciova

Sizilianische Pasta, palermitanische Art

Palermitanische Pasta mit Sardellen, intensivem StrattuStrattu ist ein stark eingedickter sizilianischer Tomatenextrakt., Pinienkernen, PassoliniPassolini sind kleine, dunkle Rosinen mit konzentriertem Geschmack. und knuspriger Muddica atturrata.

Zum Rezept
Pasta c'anciova: Palermos süß-salzige Pastaküche
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 35 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Sardellen lösen sich vollständig im Olivenöl auf und geben dem Sugo tiefe Würze, ohne dass einzelne Stücke dominieren.
  • Strattu konzentriert die Tomatennote und verbindet sich mit der leichten Süße der Passolini zu einem charakteristischen süß-salzigen Geschmack.
  • Pinienkerne und geröstete Semmelbrösel ergänzen die weiche Pasta mit nussigem Aroma und knuspriger Textur.

Pasta c'anciova ist eine palermitanische Pastaspezialität aus Sizilien. Ihr dunkler, würziger Sugo verbindet zerlassene Sardellen mit intensivem Tomatenkonzentrat, Pinienkernen und kleinen Rosinen. Geröstete Brotbrösel, auf Sizilianisch Muddica atturrata, geben der sämigen Sauce zum Schluss knusprigen Kontrast.

Dunkler, glänzender und sämiger Sugo mit salziger Sardellenwürze, konzentrierter Tomatentiefe und kleinen süßen Akzenten. Die Pasta bleibt saftig, während Pinienkerne und goldbraune Muddica für nussigen Biss sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Passolini einweichen und Muddica rösten

    Passolini oder dunkle Rosinen in warmem Wasser 10 Minuten einweichen und anschließend gut abtropfen lassen. Währenddessen die Semmelbrösel mit 20 ml Olivenöl in der Pfanne bei mittlerer Hitze 5 bis 8 Minuten rösten und ständig rühren. Sobald sie goldbraun und knusprig sind, beiseitestellen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Semmelbrösel sind goldbraun und knusprig.

    • Die Semmelbrösel aufmerksam rühren, damit sie gleichmäßig bräunen und nicht verbrennen.

    Wichtig: Die gerösteten Brösel und die Pfanne können sehr heiß sein.

  2. Sardellen im Öl auflösen

    Das übrige Olivenöl in der großen Pfanne erhitzen. Die fein gehackte Knoblauchzehe kurz darin anschwitzen. Sardellenfilets dazugeben und bei niedriger bis mittlerer Hitze unter Rühren vollständig auflösen.

    Daran erkennst du es: Die Sardellen sind im Öl aufgelöst und die Knoblauchnote bleibt mild.

    • Den Knoblauch nur kurz anschwitzen, damit er nicht bitter wird.
  3. Sugo köcheln lassen

    Strattu oder Tomatenmark einrühren und etwa 1 Minute im Öl anrösten. Das heiße Wasser angießen, Passolini oder Rosinen und Pinienkerne dazugeben und mit schwarzem Pfeffer würzen. Den Sugo bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten leicht köcheln lassen, bis er dunkel und sämig ist.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sugo ist dunkel, eingedickt und haftet sämig am Kochlöffel.

    • Während der Sugo köchelt, kann das Pastawasser aufgesetzt werden.

    Wichtig: Beim Angießen des heißen Wassers vorsichtig arbeiten, da die Pfanne spritzen kann.

  4. Reginette garen

    Während der Sugo köchelt, das Wasser mit dem Salz zum Kochen bringen. Die ReginetteReginette sind getrocknete Bandnudeln mit gewelltem Rand und werden auch als Mafaldine oder Margherite angeboten. nach Packungsangabe al dente garen. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser auffangen.

    Daran erkennst du es: Die Reginette sind al dente und haben noch leichten Biss.

    • Das Kochwasser vor dem Abgießen abnehmen, weil es später zum Lockern des Sugo dient.

    Wichtig: Beim Abgießen mit kochendem Wasser vorsichtig hantieren.

  5. Pasta mit dem Sugo schwenken

    Die Pasta direkt in die Pfanne zum Sugo geben und 1 Minute bei mittlerer bis hoher Hitze schwenken. Falls der Sugo zu dick ist, esslöffelweise Kochwasser hinzufügen, bis die Sauce glänzend an den Nudeln haftet.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Sauce glänzt und haftet gleichmäßig an den Nudeln.

    • Kochwasser nur nach und nach zugeben, damit die Sauce nicht zu dünn wird.
  6. Anrichten und bestreuen

    Die Pasta sofort auf tiefen Tellern anrichten und großzügig mit der gerösteten Muddica atturrata bestreuen.

    Daran erkennst du es: Die Pasta wird unmittelbar nach dem Schwenken serviert und bleibt von knuspriger Muddica bedeckt.

    • Die Muddica erst kurz vor dem Servieren aufstreuen, damit sie knusprig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeitsschritte parallelisieren: Das Einweichen der Passolini und das Rösten der Semmelbrösel laufen parallel. Während der Sugo köchelt, kann das Pastawasser erhitzt und die Pasta gegart werden.
  • Muddica knusprig halten: Die gerösteten Semmelbrösel erst unmittelbar beim Anrichten aufstreuen, damit sie ihren knusprigen Kontrast zur sämigen Pasta behalten.
  • Sugo-Konsistenz: Kochwasser esslöffelweise zugeben, bis der Sugo glänzend an den Nudeln haftet. Zu viel Wasser auf einmal kann die Sauce verdünnen.

Zutatenwissen

Strattu

Strattu ist ein stark eingedickter sizilianischer Tomatenextrakt. Doppelt konzentriertes Tomatenmark ist die im Rezept genannte Alternative, schmeckt aber etwas weniger tief und süß.

Passolini

Passolini sind kleine, dunkle Rosinen mit konzentriertem Geschmack. Dunkle Rosinen funktionieren als Ersatz, bringen aber etwas mehr Süße und eine weichere Textur mit.

Reginette

Reginette sind getrocknete Bandnudeln mit gewelltem Rand und werden auch als Mafaldine oder Margherite angeboten. Bucatini sind laut Rezept eine passende Alternative.

Muddica atturrata

Die gerösteten Semmelbrösel werden als Muddica atturrata bezeichnet und erst zum Schluss über die Pasta gestreut.

Sinnvolle Alternativen

Doppelt konzentriertes Tomatenmark

Der Sugo schmeckt etwas weniger tief und süß als mit Strattu.

Strattu im Rezept im gleichen Schritt durch 80 g doppelt konzentriertes Tomatenmark ersetzen und kurz im Öl anrösten.

Dunkle Rosinen

Die Rosinen bringen etwas mehr Süße und eine weichere Textur mit.

Passolini im Rezept im gleichen Mengenbereich durch dunkle Rosinen ersetzen, einweichen und gut abtropfen lassen.

Bucatini

Bucatini nehmen den Sugo anders auf als die wellenrandigen Bandnudeln.

Die Reginette durch 320 g getrocknete Bucatini ersetzen und nach Packungsangabe al dente garen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Muddica schmeckt bitter oder ist ungleichmäßig dunkel.

Bei mittlerer Hitze rösten und während der gesamten Röstzeit aufmerksam rühren.

Stark verbrannte Brösel ersetzen; leicht zu dunkle Brösel aussortieren und den unversehrten Teil verwenden.

Der Sugo schmeckt bitter nach Knoblauch.

Den fein gehackten Knoblauch nur kurz anschwitzen, bevor die Sardellen dazukommen.

Bei leichter Bitternote den Sugo mit etwas zusätzlichem Kochwasser und Pasta abmildern; stark verbrannter Knoblauch lässt sich nicht zuverlässig retten.

Die Sauce haftet nicht glänzend an der Pasta oder wirkt zu dick.

Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser auffangen und beim Schwenken esslöffelweise verwenden.

Nach und nach etwas Kochwasser einarbeiten und die Pasta erneut kräftig schwenken.

Die Muddica verliert ihren knusprigen Biss.

Die Brösel erst unmittelbar vor dem Servieren aufstreuen.

Die Muddica kurz in einer trockenen Pfanne auffrischen und erneut aufstreuen.

Varianten

Pasta c'anciova mit Bucatini

Eine ausdrücklich genannte Pasta-Alternative mit langen, hohlen Nudeln.

Servieren und kombinieren

  • Sofort servieren: Die Pasta direkt nach dem Schwenken auf tiefen Tellern anrichten und großzügig mit der gerösteten Muddica atturrata bestreuen.
  • Muddica als Kontrast: Die Muddica erst am Ende aufstreuen, damit der knusprige Kontrast zur sämigen Sauce erhalten bleibt.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Die Rezeptur enthält Sardellenfilets.
  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Reginette und Semmelbrösel sind als weizenhaltige Getreideprodukte dokumentiert.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Strattu?

Strattu ist ein stark eingedickter sizilianischer Tomatenextrakt. Im Rezept kann er durch 80 g doppelt konzentriertes Tomatenmark ersetzt werden.

Kann ich Strattu durch Tomatenmark ersetzen?

Ja. Verwende 80 g doppelt konzentriertes Tomatenmark. Der Sugo schmeckt dann etwas weniger tief und süß.

Was sind Passolini?

Passolini sind kleine, dunkle Rosinen mit konzentriertem Geschmack. Dunkle Rosinen sind ein geeigneter Ersatz, bringen aber etwas mehr Süße und eine weichere Textur mit.

Welche Pasta passt zu Pasta c'anciova?

Das Rezept verwendet Reginette. Bucatini sind eine ausdrücklich genannte Alternative und nehmen den Sugo anders auf.

Aus unserer Küche

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