Guanciale auswählen
Guanciale ist luftgetrockneter Speck aus der Schweinebacke. Er liefert beim langsamen Auslassen aromatisches Fett und knusprige Stücke.
Laziale Pasta mit Guanciale
Kräftiges Pastagericht aus Latium mit Rigatoni, ausgelassenem Guanciale und Pecorino Romano. Die cremige Sauce entsteht ohne Tomaten und ohne Ei allein aus Käse, ausgelassenem Fett und stärkehaltigem Kochwasser.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pasta alla gricia ist ein schlichtes, aromatisches Nudelgericht aus Latium. Guanciale sorgt für würzige Röstaromen, während Pecorino Romano und etwas Kochwasser eine cremige Sauce bilden. Anders als bei der Amatriciana kommt keine Tomate in den Topf.
Die Rigatoni bleiben al dente und werden von einer glänzenden, cremigen Pecorino-Sauce überzogen. Knuspriger Guanciale bringt kräftige Röstaromen und einen herzhaften Biss, während schwarzer Pfeffer für Wärme und Würze sorgt.
Schritt für Schritt
Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Sobald es sprudelt, das Salz einrühren. Während das Wasser erhitzt, können Guanciale und Pecorino vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Das Wasser sprudelt kräftig.
Wichtig: Mit heißem Wasser vorsichtig arbeiten.
Die Schwarte vom Guanciale entfernen und das Stück in etwa 5 mm dicke Streifen schneiden. Den Guanciale in eine große, kalte Pfanne geben und bei mittlerer Hitze auslassen, bis er goldbraun und knusprig ist.
Daran erkennst du es: Die Streifen sind goldbraun und knusprig, das Fett ist weitgehend ausgelassen.
Wichtig: Das ausgelassene Fett ist sehr heiß und kann spritzen.
Den Guanciale mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne heben. Etwa ein Drittel für das spätere Servieren beiseitelegen und das ausgelassene Fett in der Pfanne lassen. Den schwarzen Pfeffer kurz im warmen Fett anrösten.
Daran erkennst du es: Der Pfeffer duftet aromatisch, ohne dunkel zu werden.
Die Rigatoni in das kochende Salzwasser geben und etwa 2 Minuten kürzer kochen als auf der Packung angegeben. Vor dem Abgießen mindestens 300 ml Kochwasser abschöpfen.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist noch deutlich bissfest, da sie in der Pfanne weitergart.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf und das kochende Wasser achten.
Die Rigatoni direkt in die Pfanne mit dem Guanciale-Fett geben. 150 ml Kochwasser hinzufügen und die Pasta bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten weiterschwenken, bis sie al dente ist. Bei Bedarf esslöffelweise weiteres Kochwasser zugeben.
Daran erkennst du es: Die Rigatoni sind al dente und von einer dünnen, glänzenden Flüssigkeit umgeben.
Die Pfanne vom Herd nehmen. Den geriebenen Pecorino Romano nach und nach unterheben und mit etwas Kochwasser zu einer glatten, cremigen Sauce binden. Nicht auf direkter Hitze arbeiten, damit der Käse nicht klumpt.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, cremig und haftet an den Rigatoni.
Wichtig: Die Pfanne vor dem Einrühren des Käses vom Herd nehmen.
Den restlichen Guanciale unterheben, die Pasta sofort auf vier Teller verteilen und mit dem beiseitegelegten Guanciale servieren.
Daran erkennst du es: Die Pasta wird heiß und direkt nach dem Binden serviert.
Gut zu wissen
Guanciale ist luftgetrockneter Speck aus der Schweinebacke. Er liefert beim langsamen Auslassen aromatisches Fett und knusprige Stücke.
Fein geriebener Pecorino Romano lässt sich abseits der direkten Hitze leichter mit Kochwasser zu einer glatten Sauce binden.
Die Rigatoni werden zunächst kürzer als nach Packungsangabe gekocht und anschließend in der Pfanne fertig gegart.
Die Pasta schmeckt meist milder und die Sauce kann weniger fettreich ausfallen.
Pancetta in Streifen schneiden und wie den Guanciale in der kalten Pfanne auslassen. Die Bräunung sorgfältig beobachten.
Die Sauce wird milder und weniger würzig.
Fein reiben und nach dem Abnehmen der Pfanne vom Herd wie den Pecorino Romano unterheben.
Die Pfanne vom Herd nehmen und den Käse nach und nach mit etwas Kochwasser einarbeiten.
Mit wenig warmem Kochwasser vorsichtig glattrühren und nicht wieder auf direkte Hitze stellen.
Den Guanciale in die kalte Pfanne geben und bei mittlerer Hitze langsam auslassen.
Verbrannte Stücke entfernen und nur das nicht bitter schmeckende Fett weiterverwenden.
Kochwasser zurückbehalten und esslöffelweise ergänzen, bis die Sauce glänzt.
Mit wenig Kochwasser lockern und die Pasta sofort servieren.
Rigatoni können durch eine lange Nudelform wie Spaghetti oder Bucatini ersetzt werden. Die Grundtechnik und die Sauce bleiben gleich.
Reste möglichst rasch abkühlen lassen, in einen verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die cremige Pecorino-Sauce und die Pasta können nach dem Einfrieren an Textur verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Spaghetti oder Bucatini passen ebenfalls. Die Pasta wird etwa 2 Minuten kürzer als auf der Packung angegeben gekocht und anschließend in der Pfanne fertig gegart.
Nein. In dieser klar abgegrenzten Variante bilden Guanciale, Pecorino Romano, schwarzer Pfeffer, Pasta und Kochwasser die Grundlage der Sauce.
Direkte Hitze kann dazu führen, dass der Käse klumpt. Die Pfanne wird deshalb vom Herd genommen, bevor Pecorino und Kochwasser zu einer glatten Sauce verbunden werden.
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