Semola rimacinata finden
Fein gemahlenes Hartweizenmehl ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder im Mehlregal größerer Märkte erhältlich.
Brotlaib aus Kampanien
Kräftiger Brotlaib aus Montecalvo Irpino in Kampanien mit Semola rimacinata, Weizenmehl und aktivem Weizensauerteig. Die zweifache Teigführung, der Kreuzschnitt und die kräftige Ofenkruste prägen seinen eigenständigen Charakter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pane di Montecalvo ist ein kräftiger Brotlaib aus Montecalvo Irpino in der Provinz Avellino, Kampanien. Hartweizenmehl, natürlicher Trieb, eine kräftige Kruste und eine eher kompakte, elastische Krume bestimmen dieses Hausrezept. Der Laib wird traditionell anmutend kreuzförmig eingeschnitten und im heißen Ofen mit Dampf gebacken.
Die Kruste wird kräftig gebräunt und knusprig, während die Krume elastisch, eher kompakt und leicht feucht wirkt. Der Hartweizen bringt ein vollmundiges, leicht nussiges Aroma, der Sauerteig eine milde Säurenote.
Schritt für Schritt
Semola rimacinata und Weizenmehl in der großen Schüssel mischen. 620 ml Wasser hinzufügen und verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar
Den aktiven Weizensauerteig zum Teig geben und 6 bis 8 Minuten langsam kneten. Das restliche Wasser nach und nach einarbeiten. Das Salz in etwa 20 ml dieses Wassers auflösen und ebenfalls einkneten. Der Teig bleibt weich und leicht klebrig, soll sich aber zunehmend elastisch anfühlen.
Daran erkennst du es: Der Teig fühlt sich zunehmend elastisch an
Den Teig in eine leicht befeuchtete Schüssel geben und 5 Stunden bei etwa 24 bis 26 °C ruhen lassen. Nach 30, 60 und 90 Minuten jeweils einmal von allen Seiten zur Mitte dehnen und falten. Danach den Teig ungestört weitergehen lassen, bis er sichtbar luftiger geworden ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar luftiger geworden
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in zwei gleich große Stücke teilen. Beide Stücke vorsichtig rundwirken, ohne die Gärgase vollständig herauszudrücken. Abgedeckt 20 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigstücke lassen sich nach der Ruhezeit leichter formen
Aus jedem Teigstück einen straffen runden Laib formen. Die Laibe mit dem Schluss nach oben in gut bemehlte Gärkörbchen oder mit bemehlten Baumwolltüchern ausgelegte Schüsseln legen. Abgedeckt etwa 2½ Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Laibe sind sichtbar aufgegangen und halten ihre runde Form
Einen Backstein, Backstahl oder ein schweres Backblech auf der mittleren Schiene platzieren und den Backofen 45 Minuten lang auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine feuerfeste Schale auf den Ofenboden stellen.
Daran erkennst du es: Der Backträger ist vollständig aufgeheizt
Wichtig: Die feuerfeste Schale muss für die starke Hitze und den späteren Kontakt mit kochendem Wasser geeignet sein.
Die Laibe vorsichtig auf den heißen Backträger stürzen und jeweils mit einem scharfen Messer kreuzförmig einschneiden. Etwa 150 ml kochendes Wasser in die vorgeheizte Schale geben, die Ofentür sofort schließen und 15 Minuten bei 240 °C backen.
Daran erkennst du es: Die Laibe haben begonnen, kräftig aufzugehen
Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers entsteht sofort sehr heißer Dampf. Hände und Gesicht fernhalten und die Ofentür danach sofort schließen.
Die Schale vorsichtig aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und die Brote weitere 30 bis 35 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und die Laibe beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.
Daran erkennst du es: Kräftig gebräunte Kruste und hohler Klang beim Klopfen auf die Unterseite
Wichtig: Die feuerfeste Schale bleibt sehr heiß und darf nur mit geeignetem Ofenhandschutz bewegt werden.
Die Brote auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Erst nach mindestens 2 Stunden anschneiden, damit sich die Krume stabilisiert.
Daran erkennst du es: Die Brote sind vollständig ausgekühlt
Gut zu wissen
Fein gemahlenes Hartweizenmehl ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder im Mehlregal größerer Märkte erhältlich.
Der Weizensauerteig sollte aktiv und backfähig sein. Er kann aus einem gepflegten Weizensauerteig aus dem eigenen Ansatz stammen oder bei einer Bäckerei mit eigener Sauerteigführung erhältlich sein.
Die Krume wird meist etwas weniger fein; der Teig kann geringfügig mehr Wasser aufnehmen.
Semola rimacinata im gleichen Gewichtsverhältnis durch feines Hartweizenmehl ersetzen. Das Wasser weiterhin schrittweise einarbeiten und die Teigkonsistenz beobachten.
Das Brot erhält ein kräftigeres Aroma und eine dunklere Krume.
Den aktiven Roggensauerteig in gleicher Menge verwenden. Die Teigkonsistenz und die Entwicklung während der Gehzeiten beobachten.
Das Wasser nach und nach zugeben und den Teig langsam kneten, bis er sich zunehmend elastisch anfühlt.
Den Teig ruhen lassen und die vorgesehenen Faltvorgänge sorgfältig durchführen, statt zusätzlich Mehl einzuarbeiten.
Die Teigstücke vorsichtig rundwirken und beim Formen behutsam arbeiten.
Bei der nächsten Durchführung die Teigstücke sanfter behandeln; ein bereits stark entgaster Teig lässt sich nur begrenzt wiederbeleben.
Das Wasser bereitstellen, zügig eingießen und die Ofentür sofort schließen.
Während der laufenden ersten Backphase die Ofentür möglichst geschlossen halten; die Krustenfarbe lässt sich später nicht vollständig zurückholen.
Die Brote vollständig auf dem Gitter auskühlen lassen.
Die übrigen Laibe länger auskühlen lassen, bevor sie geschnitten werden.
Häufig gefragt
Als Ersatz eignet sich feines Hartweizenmehl. Die Krume wird meist etwas weniger fein, und der Teig kann geringfügig mehr Wasser aufnehmen.
Ja. Aktiver Roggensauerteig kann in gleicher Menge verwendet werden. Das Brot erhält dadurch ein kräftigeres Aroma und eine dunklere Krume.
Beim Auskühlen stabilisiert sich die Krume. Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann sie klebrig oder instabil wirken.
Der Kreuzschnitt gibt dem Laib eine charakteristische Öffnung beim Ofentrieb. Dampf unterstützt in der ersten Backphase eine kräftige, gut entwickelte Kruste.
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