Panelle di ceci

Sizilien · Herzhafte Fritti

Panelle di ceci sind flache, goldbraun frittierte Kichererbsenfladen aus Sizilien. Die gegarte Kichererbsenmasse wird etwa 1 cm dick ausgestrichen, gekühlt, geschnitten und anschließend knusprig ausgebacken.

Zum Rezept
Panelle di ceci: Siziliens knusprige Kichererbsenfladen
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 25 Min.
Menge etwa 40 Panelle
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Teigkleingebäcke und ausgebackene Teigportionen
Prägende Zutatenfamilie Hülsenfrüchte
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Kichererbsenmehl bindet mit dem Wasser zu einer festen, schnittfähigen Masse.
  • Das lange Rühren verhindert Klümpchen und sorgt für eine gleichmäßige, glatte Struktur.
  • Die Kühlzeit macht die Platte stabil genug zum sauberen Schneiden.
  • Das Frittieren bei 175–180 °C bildet eine knusprige Oberfläche, ohne das Innere auszutrocknen.

Panelle di ceci gehören zu den bekanntesten sizilianischen Streetfood-Spezialitäten. Besonders in Palermo werden die frisch frittierten Kichererbsenfladen gern noch warm gegessen. Durch die dünne, etwa 8–10 mm dicke Platte bleibt das Innere zart, während die Oberfläche beim Frittieren goldbraun und knusprig wird.

Außen sind die Panelle goldbraun, knusprig und leicht splitternd. Innen bleiben sie weich, zart und herzhaft mit dem charakteristischen, mild-nussigen Geschmack von Kichererbsen und frischer Petersilie.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Blech vorbereiten

    Ein Backblech oder eine flache Form von etwa 30 × 40 cm mit Backpapier auslegen. Die Petersilie fein hacken und beiseitestellen.

    5 Minuten
  2. Kichererbsenmasse anrühren

    Kichererbsenmehl und Salz in den hohen, schweren Topf geben. Das kalte Wasser nach und nach unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einarbeiten, bis eine glatte, flüssige Masse ohne Klümpchen entsteht.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt und klümpchenfrei.

    • Das Wasser portionsweise einarbeiten, damit sich keine Mehlklümpchen bilden.
  3. Masse kochen und eindicken

    Den Topf auf mittlere bis niedrige Hitze stellen. Die Masse mit dem Schneebesen oder einem Kochlöffel ununterbrochen rühren. Sobald sie deutlich eindickt, die Hitze etwas reduzieren und weitere 25–30 Minuten rühren, bis sie sehr fest ist und sich vom Topfboden und den Seiten löst.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist sehr fest und löst sich vom Topfboden und den Seiten.

    • Ohne Pause rühren, damit die Masse nicht am Topfboden ansetzt.

    Wichtig: Die heiße, zunehmend feste Masse vorsichtig und kontinuierlich rühren.

  4. Petersilie einarbeiten und ausstreichen

    Die Petersilie in den letzten 2 Minuten unterrühren. Die heiße Masse sofort auf das vorbereitete Blech geben und mit einer leicht angefeuchteten Palette gleichmäßig 8–10 mm dick verstreichen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse liegt gleichmäßig dünn auf dem Blech.

    • Die Palette leicht anfeuchten, damit die heiße Masse nicht daran klebt.

    Wichtig: Die Masse ist sehr heiß; beim Ausstreichen vorsichtig arbeiten.

  5. Masse vollständig kühlen

    Die ausgestrichene Masse vollständig abkühlen lassen, mindestens 60 Minuten. Sie muss fest genug sein, um sich sauber schneiden zu lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Platte ist vollständig abgekühlt und fest.

    • Erst schneiden, wenn die Platte wirklich fest geworden ist.
  6. Panelle schneiden

    Die erkaltete Platte in etwa 5 × 6 cm große Rechtecke schneiden. Es sollten ungefähr 40 Panelle entstehen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stücke lassen sich sauber voneinander lösen.

    • Mit gleichmäßigen Schnitten arbeiten, damit die Stücke ähnlich schnell frittieren.

    Wichtig: Beim Schneiden die Platte stabil auf der Arbeitsfläche liegen lassen.

  7. Panelle frittieren

    Das Erdnussöl in einem hohen Topf auf 175–180 °C erhitzen. Die Panelle portionsweise hineingeben, ohne den Topf zu überfüllen, und 2–3 Minuten pro Seite frittieren, bis sie rundum goldbraun und knusprig sind.

    20 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Panelle sind rundum goldbraun und knusprig.

    • Durch portionsweises Frittieren bleibt die Öltemperatur stabiler.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und den Topf nicht überfüllen.

  8. Abtropfen und servieren

    Die fertigen Panelle mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft.

    • Die Panelle nicht übereinander stapeln, damit die Kruste knusprig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Wasser langsam einarbeiten: Das kalte Wasser nach und nach unter ständigem Rühren zum Kichererbsenmehl geben. So entsteht eine glatte Masse ohne Klümpchen.
  • Beim Eindicken weiter rühren: Die Masse wird beim Kochen schnell fest. Ununterbrochenes Rühren verhindert, dass sie am Topfboden ansetzt oder ungleichmäßig eindickt.
  • Gleichmäßig dünn ausstreichen: Eine Dicke von 8–10 mm sorgt für das gewünschte Verhältnis aus zartem Inneren und knuspriger Oberfläche.

Zutatenwissen

Kichererbsenmehl einkaufen

Kichererbsenmehl findest du meist in größeren Supermärkten, Bioläden sowie in türkischen oder italienischen Lebensmittelgeschäften.

Öl zum Frittieren

Das Erdnussöl wird zum vollständigen Eintauchen der Panelle verwendet. Die Stücke portionsweise frittieren, damit der Topf nicht überfüllt wird.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die gegarte Masse enthält Klümpchen.

Das kalte Wasser portionsweise mit dem Schneebesen einarbeiten, bis die Masse glatt ist.

Die flüssige Masse vor dem Erhitzen gründlich mit dem Schneebesen glattrühren.

Die Masse setzt am Topfboden an oder wird ungleichmäßig fest.

Bei mittlerer bis niedriger Hitze ohne Pause rühren und die Hitze beim Eindicken weiter reduzieren.

Noch nicht angebrannte Masse sofort in einen sauberen Topf umfüllen und vorsichtig weiter rühren.

Die Panelle lassen sich nicht sauber schneiden oder zerfallen beim Frittieren.

Mindestens 60 Minuten kühlen und erst schneiden, wenn die Masse stabil ist.

Die Platte länger kühlen, bevor sie erneut geschnitten wird.

Die Panelle werden blass und saugen viel Öl auf.

Das Öl auf 175–180 °C erhitzen und die Stücke portionsweise frittieren.

Die nächste Portion erst hineingeben, wenn das Öl wieder ausreichend heiß ist.

Servieren und kombinieren

  • Warm und pur servieren: Die frisch frittierten Panelle auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm pur genießen.

Allergene und Nährwerte

  • Erdnüsse: enthält · Erdnussöl ist als Zutat zum Frittieren angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißes Frittieröl: Das Erdnussöl vorsichtig erhitzen, die Panelle portionsweise hineingeben und den Topf nicht überfüllen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie dick sollte die Kichererbsenmasse ausgestrichen werden?

Die heiße Masse wird gleichmäßig 8–10 mm dick ausgestrichen. So bleibt das Innere zart und die Oberfläche kann beim Frittieren knusprig werden.

Wann sind die Panelle fertig frittiert?

Sie sind fertig, wenn sie auf beiden Seiten rundum goldbraun und knusprig sind. Das dauert etwa 2–3 Minuten pro Seite.

Warum muss die Masse vor dem Schneiden kühlen?

Durch die Kühlzeit wird die gegarte Kichererbsenmasse fest genug, damit sie sich in saubere Rechtecke schneiden lässt und beim Frittieren ihre Form behält.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar