Migliacci fritti

Herzhafte Fritti aus Umbrien

Herzhafte umbrische Polentataler mit fein gewürfelter Salame, geräucherter Provola, Parmesan und Pfeffer. Die gekühlte Masse wird geformt, mehliert und portionsweise frittiert, bis die Taler außen goldbraun und fest sind.

Zum Rezept
Goldbraune Polentataler mit rauchigem Käse
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge 12 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Teigkleingebäcke und ausgebackene Teigportionen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Mais, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Kochen in Flüssigkeit
Verzehrkontext Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die gekühlte Polentamasse lässt sich zu gleichmäßigen Talern formen und behält beim Frittieren ihre kompakte Struktur.
  • Salame, Provola affumicata und Parmesan bringen Würze, herzhafte Tiefe und eine kräftige Käsenote in die Maisbasis.
  • Die dünne Mehlschicht unterstützt eine goldbraune, feste Oberfläche, während das Innere weich bleibt.
  • Portionsweises Frittieren hält die Öltemperatur möglichst konstant und fördert eine gleichmäßige Kruste.

Migliacci fritti verbinden eine weiche Maisbasis mit würzigen Einlagen und einer knusprigen Hülle. Die Taler werden in mehreren Arbeitsschritten vorbereitet, gekühlt und anschließend in heißem Öl ausgebacken. Warm oder lauwarm serviert eignen sie sich als kleiner Imbiss oder herzhafter Auftakt.

Außen knusprig und goldbraun, innen weich und herzhaft. Geräucherte Provola und Parmesan prägen das Aroma, während die fein gewürfelte Salame für würzige, leicht salzige Akzente sorgt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Polenta kochen

    Wasser und das Salz für das Kochwasser in einem großen Topf aufkochen. Den Maisgrieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und die Polenta nach Packungsangabe etwa 5 bis 7 Minuten garen, bis sie dick und glatt ist.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Polenta ist dick und glatt.

    • Den Maisgrieß langsam einrieseln lassen, damit sich keine Klümpchen bilden.
  2. Polenta kühlen

    Die heiße Polenta in eine flache, leicht geölte Form streichen und etwa 20 Minuten abkühlen lassen. Anschließend weitere 25 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Polenta ist vollständig abgekühlt und fest genug zum Weiterverarbeiten.

    • Die Polenta möglichst gleichmäßig ausstreichen, damit später gleich dicke Taler entstehen.
  3. Masse mischen und abschmecken

    Die abgekühlte Polenta in eine große Schüssel geben. Salame, Provola affumicata, Parmesan, Ei und Pfeffer gründlich untermischen. Falls nötig, die Masse mit dem zusätzlichen Salz vorsichtig abschmecken, da Salame und Käse bereits Würze mitbringen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Einlagen sind gleichmäßig in der Polenta verteilt.

    • Nicht kräftig salzen, bevor Salame und Käse vollständig eingearbeitet und probiert sind.
  4. Taler formen

    Die Masse in 12 gleich große Portionen teilen. Jede Portion mit leicht angefeuchteten Händen zu einem etwa 8 cm großen und 1,5 cm dicken Taler formen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Taler sind möglichst gleich groß und gleich dick.

    • Leicht angefeuchtete Hände verhindern, dass die Masse an den Fingern klebt.
  5. Taler mehlieren

    Das Mehl auf einen flachen Teller geben und die Taler rundum dünn darin wenden. Überschüssiges Mehl leicht abklopfen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Taler sind rundum dünn und gleichmäßig mit Mehl bedeckt.

    • Eine dünne Mehlschicht genügt; zu viel Mehl kann im Öl dunkel werden.
  6. Öl erhitzen

    Das neutrale Öl in einem hohen, schweren Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Einen kleinen Teigkrümel hineingeben: Wenn er sofort sanft brutzelt und langsam goldbraun wird, ist das Öl bereit.

    10 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Ein kleiner Teigkrümel brutzelt sofort sanft und wird langsam goldbraun.

    • Das Öl nicht unbeaufsichtigt erhitzen.

    Wichtig: Beim Einlegen der Taler vorsichtig arbeiten, damit kein heißes Öl spritzt.

  7. Taler frittieren

    Die Taler portionsweise in das heiße Öl geben und je Seite etwa 3 bis 4 Minuten frittieren, bis sie außen goldbraun und fest sind. Den Topf nicht zu voll machen, damit die Temperatur möglichst konstant bleibt.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Taler sind außen goldbraun und fest.

    • Zwischen den Portionen kurz warten, falls die Öltemperatur deutlich abfällt.

    Wichtig: Die Taler langsam ins Öl geben und den Topf nicht überfüllen.

  8. Abtropfen und servieren

    Die fertigen Migliacci fritti mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Warm oder lauwarm servieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft.

    • Die Taler nicht stapeln, damit die Oberfläche knusprig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Würze vorsichtig dosieren: Salame, Provola affumicata und Parmesan bringen bereits Salz und Würze mit. Deshalb die Masse erst nach dem gründlichen Mischen vorsichtig abschmecken.
  • Gleichmäßige Taler formen: Eine einheitliche Dicke sorgt dafür, dass die Taler außen gleichmäßig bräunen und innen gleichzeitig warm werden.
  • Öltemperatur halten: Portionsweises Frittieren verhindert, dass die Temperatur zu stark abfällt und die Taler unnötig viel Öl aufnehmen.

Zutatenwissen

Provola affumicata

Provola affumicata ist ein geräucherter italienischer Pasta-filata-Käse. Du findest ihn meist in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken oder im Kühlregal internationaler Supermärkte.

Salame fein schneiden

Sehr fein gewürfelte Salame verteilt sich gleichmäßig in der Polentamasse und sorgt dafür, dass die Taler beim Formen kompakt bleiben.

Vorgegarter Maisgrieß

Der verwendete Maisgrieß wird nach Packungsangabe gegart. Die angegebene Garzeit von etwa 5 bis 7 Minuten richtet sich nach dem vorgegarten Produkt.

Sinnvolle Alternativen

Geräucherte Scamorza

Die Taler werden etwas fester und erhalten ein kräftigeres Raucharoma.

Die Provola affumicata im gleichen Gewicht durch grob geriebene geräucherte Scamorza ersetzen und wie angegeben unter die abgekühlte Polenta mischen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Masse lässt sich schlecht zu Talern formen.

Die Polenta vollständig abkühlen lassen und die Kühlzeit einhalten, bevor die Einlagen eingearbeitet werden.

Die Masse weiter kühlen, bis sie formstabil ist, und anschließend mit leicht angefeuchteten Händen arbeiten.

Die Taler werden blass und saugen viel Öl auf.

Die Temperatur vor jeder Portion prüfen und die Taler portionsweise frittieren.

Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder deutlich heiß ist.

Die Taler brechen beim Wenden oder Frittieren auseinander.

Die Portionen zu gleichmäßig dicken, kompakten Talern formen und die Mehlschicht rundum auftragen.

Die verbliebenen Taler vor dem Frittieren nochmals vorsichtig zusammendrücken und kühlen.

Servieren und kombinieren

  • Warm als kleiner Imbiss: Die Migliacci fritti warm servieren, wenn die Oberfläche besonders knusprig und der Käse im Inneren weich ist.
  • Lauwarm als herzhafter Auftakt: Lauwarm serviert eignen sich die Polentataler als kleiner herzhafter Auftakt zu einem italienisch inspirierten Essen.

Allergene und Nährwerte

  • Weizen und glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Weizenmehl wird zum Wenden der Taler verwendet.
  • Milch: enthält · Provola affumicata und Parmesan sind Milchprodukte.
  • Ei: enthält · Die Masse wird mit einem Ei gebunden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wo finde ich Provola affumicata?

Provola affumicata findest du meist in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken oder im Kühlregal internationaler Supermärkte.

Kann ich Provola affumicata ersetzen?

Ja. Geräucherte Scamorza eignet sich als Ersatz und macht die Taler etwas fester und kräftiger im Geschmack.

Wie werden Migliacci fritti serviert?

Die Taler können warm oder lauwarm serviert werden. Warm sind sie besonders knusprig, lauwarm eignen sie sich gut als herzhafter Auftakt.

Aus unserer Küche

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