Mele cotte al Marsala

Sizilien · gegarte Äpfel

Ganze feste Äpfel werden sanft in Marsala, Wasser, Zucker, Zitrone und Gewürzen gegart. Der aromatische Sud wird anschließend eingekocht und als glänzende Sauce über die weichen, formstabilen Äpfel gegeben.

Zum Rezept
Mele cotte al Marsala – Äpfel aus Sizilien
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Kräuter und Gewürze, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Würzanwendung Während des Garens bestreichen oder begießen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die ganzen Äpfel bleiben als Frucht erkennbar und verbinden eine zarte Textur mit einer ansprechenden Form.
  • Marsala, Zitrone, Zimt und Nelken geben dem milden Apfel eine warme, aromatische Tiefe.
  • Durch das Einkochen konzentriert sich der Sud und legt sich als leicht sirupartige Sauce um die Äpfel.

Mele cotte al Marsala bringen ein schlichtes, duftendes Fruchtdessert aus Sizilien auf den Tisch. Ganze Äpfel werden sanft in Marsala, Wasser, Zucker und Zitrone gegart, damit sie weich werden und ihre Form behalten. Der würzige Sud wird anschließend leicht eingekocht und als glänzende Sauce über die warmen Äpfel gegeben.

Die Äpfel werden weich, bleiben aber formstabil. Der eingekochte Marsala-Sud schmeckt süß, würzig und fruchtig mit einer feinen Zitrusnote; warm serviert wirkt das Dessert besonders duftend, auf Zimmertemperatur etwas ruhiger und konzentrierter.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Äpfel vorbereiten

    Äpfel waschen, schälen und die Stiele entfernen. Das Kerngehäuse von unten vorsichtig ausstechen, ohne den Boden der Äpfel zu durchtrennen.

    • Der Boden sollte geschlossen bleiben, damit die Äpfel beim Garen nicht auseinanderfallen.

    Wichtig: Beim Ausstechen vorsichtig arbeiten und das Messer vom Körper wegführen.

  2. Marsala-Sud ansetzen

    Marsala, Wasser, Zucker, zwei dünne Streifen Zitronenschale und 1 Teelöffel Zitronensaft in eine breite, tiefe Pfanne geben. Zimtstange und Gewürznelken hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze kurz aufkochen.

    • Nur dünne Streifen der Zitronenschale verwenden, damit die Sauce nicht unnötig bitter wird.
  3. Äpfel pochieren

    Die Äpfel aufrecht in den Sud setzen. Die Pfanne mit dem Deckel verschließen und die Äpfel 25 bis 30 Minuten sanft garen. Alle 8 bis 10 Minuten vorsichtig wenden oder mit dem Sud übergießen, damit sie gleichmäßig weich werden.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Äpfel sollen weich werden, aber ihre Form behalten.

    • Die Äpfel vorsichtig wenden, damit die Schale und die Fruchtkörper nicht aufbrechen.
  4. Äpfel herausheben

    Sobald ein kleines Messer leicht, aber nicht widerstandslos in das Fruchtfleisch gleitet, die Äpfel mit einem Schaumlöffel aus dem Sud heben und warm halten.

    Daran erkennst du es: Ein kleines Messer gleitet leicht, aber nicht widerstandslos in das Fruchtfleisch.

    • Bei unterschiedlich großen Äpfeln den Garzustand einzeln prüfen.

    Wichtig: Die Äpfel und der Sud sind heiß; beim Herausheben vorsichtig arbeiten.

  5. Sud einkochen

    Zimtstange, Gewürznelken und Zitronenschale aus dem Sud nehmen. Den Sud ohne Deckel weitere 5 bis 8 Minuten einkochen lassen, bis er leicht sirupartig ist.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sud ist leicht sirupartig und überzieht den Löffel dünn.

    • Den Sud nicht zu stark reduzieren; er soll noch über die Äpfel gegossen werden können.
  6. Anrichten und servieren

    Die Äpfel auf vier Teller verteilen und mit dem eingekochten Marsala-Sud übergießen. Warm oder auf Zimmertemperatur servieren.

    • Etwas Sud direkt über die Äpfel geben und den Rest darum verteilen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Form bewahren: Die Äpfel nur vorsichtig wenden oder begießen. Sie sollen weich werden, aber als ganze Früchte erkennbar bleiben.
  • Konsistenz des Suds: Der Sud soll leicht sirupartig werden, nicht dick wie Karamell. Bei zu starker Reduktion kann er schnell zu konzentriert werden.

Zutatenwissen

Marsala dolce

Marsala dolce bringt die süße, aromatische Grundlage für den Sud. Marsala secco ist ebenfalls möglich, verändert den Geschmack aber in Richtung trockener und benötigt zusätzlichen Zucker.

Zitronenschale und Zitronensaft

Die dünnen Schalenstreifen geben Duft, während der Zitronensaft die Süße des Suds ausgleicht. Möglichst wenig von der weißen Schicht der Schale mitnehmen.

Sinnvolle Alternativen

Marsala secco

Der Sud schmeckt trockener und weniger rund süß.

Marsala dolce im gleichen Volumen durch Marsala secco ersetzen und zusätzlich 10 g Zucker zum Sud geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Äpfel zerfallen oder platzen auf.

Den Garzustand mit einem kleinen Messer prüfen und die Äpfel nur vorsichtig wenden oder begießen.

Zerfallene Äpfel vorsichtig als warmes Apfelkompott mit dem eingekochten Sud servieren.

Der Sud bleibt wässrig.

Den Sud nach dem Herausheben der Äpfel ohne Deckel weiterreduzieren, bis er den Löffel leicht überzieht.

Den Sud bei mittlerer Hitze noch etwas länger einkochen und dabei aufmerksam beobachten.

Der Sud schmeckt bitter.

Nur dünne Schalenstreifen verwenden und sie vor dem Reduzieren entfernen.

Den Sud mit etwas Wasser verdünnen und vorsichtig mit zusätzlichem Zucker ausbalancieren.

Servieren und kombinieren

  • Warm servieren: Die Äpfel direkt nach dem Einkochen des Suds warm auf Teller verteilen und mit der glänzenden Sauce übergießen.
  • Auf Zimmertemperatur servieren: Die Äpfel etwas abkühlen lassen und auf Zimmertemperatur mit dem eingekochten Marsala-Sud servieren. So wirkt das Aroma konzentrierter und ruhiger.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Marsala secco statt Marsala dolce verwenden?

Ja. Verwende 150 ml Marsala secco und gib zusätzlich 10 g Zucker in den Sud. Das Dessert schmeckt dadurch trockener.

Wann sind die Äpfel gar?

Ein kleines Messer soll leicht, aber nicht widerstandslos in das Fruchtfleisch gleiten. Die Äpfel sollen weich sein und trotzdem ihre Form behalten.

Werden die Äpfel warm oder kalt serviert?

Beides ist möglich: warm direkt nach dem Einkochen des Suds oder auf Zimmertemperatur.

Warum wird die Zitrone nur in dünnen Streifen verwendet?

Die dünnen Streifen geben dem Sud Zitronenduft, ohne zu viel von der bitteren weißen Schale einzubringen.

Aus unserer Küche

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