Mele cotte al forno con saba

Frucht-Dessert aus Emilia-Romagna

Ganze feste Äpfel werden mit einem warmen Sud aus Saba, Zitrone, Zimt und Nelken im Ofen weich gegart. Der eingekochte Sud gibt dem Dessert eine dunkle, fruchtige Süße.

Zum Rezept
Mele cotte al forno con saba
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Obst, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Rösten und Ofenbraten
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Würzanwendung Während des Garens bestreichen oder begießen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die festen, säuerlichen Äpfel behalten beim Garen ihre Form und bilden einen klaren Kontrast zum dickflüssigen Saba-Sud.
  • Saba bringt eine intensive fruchtige Süße mit, während Zitrone, Zimt und Nelken den Geschmack ausbalancieren und vertiefen.
  • Das zweistufige Backen macht die Äpfel weich und lässt den Sud zugleich stärker einkochen.

Mele cotte al forno con saba sind ein schlichtes Ofendessert mit ganzen Äpfeln, die weich werden und dabei ihre Form behalten. Saba, ein dickflüssiger Sirup aus eingekochtem Traubenmost, verbindet sich mit Zimt, Nelken und Zitrone zu einem aromatischen Sud, der beim Backen konzentriert wird.

Die Äpfel werden weich, bleiben aber als ganze Früchte erkennbar. Der Sud ist dunkel, glänzend und fruchtig-süß, mit warmen Zimt- und Nelkennoten sowie einer feinen Zitronenfrische.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Äpfel vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Äpfel waschen und trocken reiben. Das Kerngehäuse von oben vorsichtig ausstechen, dabei den Boden der Äpfel unversehrt lassen.

    10 Minuten 180 °C
    • Nicht bis durch den Boden stechen, damit der Sud später im Apfel und in der Form bleibt.
  2. Saba-Sud ansetzen

    Saba, Wasser und Zucker in einem kleinen Topf verrühren. Von der Zitrone zwei dünne Streifen Schale abschälen und zusammen mit 1 EL Zitronensaft, der Zimtstange und den Gewürznelken in den Topf geben. Alles kurz aufkochen lassen.

    5 Minuten
    • Nur kurz aufkochen, damit der Sud warm wird und die Gewürze ihr Aroma abgeben.
  3. Äpfel mit Sud ansetzen

    Die Äpfel aufrecht in eine passende Auflaufform setzen. Den warmen Saba-Sud darübergießen, sodass er den Boden der Form bedeckt. Die Äpfel mit etwas Sud beträufeln.

    5 Minuten
    • Die Äpfel aufrecht und mit etwas Abstand zueinander in die Form stellen.
  4. Abgedeckt backen

    Die Form locker mit Backpapier oder Alufolie abdecken und die Äpfel 25 Minuten backen.

    25 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Äpfel beginnen weich zu werden, behalten aber ihre Form.

    • Die Abdeckung locker auflegen, damit Dampf entweichen kann.
  5. Offen fertig backen

    Die Abdeckung entfernen, die Äpfel mit dem Sud übergießen und weitere 15–25 Minuten backen, bis sie weich sind, aber noch ihre Form behalten.

    20 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Äpfel sind weich, lassen sich leicht einstechen und bleiben dennoch als ganze Früchte stehen.

    • Bei besonders großen Äpfeln das Ende der angegebenen Backspanne nutzen.
  6. Ruhen lassen und servieren

    Zimtstange, Nelken und Zitronenschale entfernen. Die Äpfel 10 Minuten ruhen lassen und anschließend warm mit dem eingekochten Saba-Sud servieren.

    10 Minuten
    • Den Sud vor dem Servieren über die Äpfel geben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Boden der Äpfel erhalten: Das Kerngehäuse nur von oben ausstechen und den Boden nicht durchbrechen. So bleibt der Sud während des Backens besser in der Form und im Apfel.
  • Sud konzentrieren: In der ersten Backphase gart der Sud unter der Abdeckung, danach kann er ohne Abdeckung stärker einkochen und die Äpfel beim Übergießen glasig überziehen.

Zutatenwissen

Saba

Saba ist ein dickflüssiger Sirup aus eingekochtem Traubenmost. Im Sud sorgt er für intensive Fruchtigkeit, dunkle Süße und eine leicht malzige Tiefe.

Geeignete Äpfel

Feste, säuerliche Äpfel behalten beim Backen eher ihre Form und bringen genügend Frische gegen die Süße des Saba-Suds.

Sinnvolle Alternativen

dunkler Traubensirup und milder Balsamico

Der Sud schmeckt etwas säuerlicher und weniger malzig als mit Saba.

60 ml dunklen Traubensirup mit 20 ml mildem Balsamico verrühren und anstelle der 80 ml Saba verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Sud läuft beim Backen aus den Äpfeln.

Das Kerngehäuse vorsichtig von oben entfernen und den Boden unversehrt lassen.

Die Äpfel trotzdem in der Form weiterbacken und den Sud während des Garens regelmäßig darübergeben.

Die Äpfel zerfallen oder verlieren ihre Form.

Ab der zweiten Backphase regelmäßig prüfen und die Äpfel herausnehmen, sobald sie weich, aber noch stabil sind.

Sehr weiche Äpfel vorsichtig mit dem eingekochten Sud als warmes Fruchtdessert servieren.

Der Sud bleibt wässrig und haftet kaum an den Äpfeln.

Die Abdeckung nach 25 Minuten entfernen und die Äpfel mit dem Sud übergießen.

Den Sud vorsichtig aus der Form schöpfen und im Topf kurz weiter einkochen, dann über die Äpfel geben.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit dem eingekochten Sud: Die Äpfel warm servieren und den dunklen, eingekochten Saba-Sud direkt aus der Form darübergeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Äpfel eignen sich für dieses Dessert?

Am besten eignen sich feste, säuerliche Äpfel, die beim Backen weich werden, aber ihre Form behalten.

Womit kann ich Saba ersetzen?

Du kannst 60 ml dunklen Traubensirup mit 20 ml mildem Balsamico mischen. Der Geschmack wird dadurch etwas säuerlicher und weniger malzig.

Woran erkenne ich, dass die Äpfel fertig sind?

Die Äpfel sollen weich sein und sich leicht einstechen lassen, aber noch als ganze Früchte stehen bleiben.

Aus unserer Küche

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