Barbera d’Asti
Der trockene piemontesische Rotwein ist in gut sortierten Weinhandlungen oder italienischen Fachgeschäften erhältlich. Er bringt Säure und regionalen Charakter in das Ragù.
Piemont · Pasta al ferretto
Frische, handgedrehte Hohlpasta aus dem Piemont mit langsam geköcheltem Kalbsragù, Barbera d’Asti und frisch geriebenem Parmigiano Reggiano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Macaron del frèt al ragù di vitello: In der Alta Langa im Piemont werden diese kurzen, hohlen Makkaroni von Hand über einem dünnen Stab gedreht. Der schlichte Teig aus Weizenmehl, Ei und wenig Wasser hält das sämige Ragù besonders gut. Hier kommt die frische Pasta mit langsam geschmortem Kalbsragù, Barbera und Parmigiano auf den Teller – eine bodenständige piemontesische Variante.
Die Pasta ist außen zart und bissfest, mit kurzen hohlen Röhren, in denen sich das Ragù sammelt. Das Ragù schmeckt fruchtig, herzhaft und leicht weinbetont; Parmigiano ergänzt eine würzige, milchige Tiefe.
Schritt für Schritt
Das Weizenmehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier, zunächst 80 ml Wasser und das Salz hineingeben. Alles mit einer Gabel vermengen, dann 8–10 Minuten zu einem festen, glatten Teig kneten. Falls der Teig sehr trocken bleibt, das restliche Wasser esslöffelweise einarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist fest, glatt und nicht mehr krümelig.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach der Ruhezeit geschmeidiger ausrollen.
Zwiebel, Möhre und Sellerie sehr fein würfeln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne es stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber nur leicht gefärbt.
Das Kalbshackfleisch zugeben und bei etwas höherer Hitze 6–7 Minuten anbraten, bis es krümelig ist und seine rohe Farbe verloren hat. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Hackfleisch ist krümelig und nicht mehr roh gefärbt.
Mit dem Barbera ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, Wasser, Salz und etwas Pfeffer einrühren. Das Ragù bei kleiner Hitze etwa 25 Minuten sanft köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Währenddessen kann die Pasta geformt werden.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist leicht eingedickt und die Aromen sind verbunden.
Den Teig in vier Portionen teilen. Jede Portion dünn ausrollen und in Rechtecke von etwa 2 × 5 cm schneiden. Ein Teigstück mittig auf den Metallstab legen, die Enden darüber zusammenführen und den Teig mit leichtem Druck über die Arbeitsfläche rollen, bis eine kurze, hohle Röhre entsteht. Den Stab vorsichtig herausziehen. Mit dem übrigen Teig ebenso verfahren und die Macaron del frèt auf einem bemehlten Tuch ablegen.
Daran erkennst du es: Die Röhren sind geschlossen, hohl und stabil genug zum Aufnehmen.
Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen und nach Bedarf salzen. Die Pasta portionsweise hineingeben, vorsichtig umrühren und 10–12 Minuten garen. Die genaue Zeit hängt von der Dicke der Röhren ab; vor dem Abgießen probieren.
Daran erkennst du es: Die Röhren sind durchgegart, aber noch bissfest.
Wichtig: Beim Einlegen und Umrühren in kochendem Wasser vorsichtig arbeiten.
Die Pasta mit einem Schaumlöffel direkt in das Ragù geben. Mit etwas Kochwasser cremig rühren, den Parmigiano unterheben und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Pasta und Ragù sind gleichmäßig verbunden und cremig überzogen.
Gut zu wissen
Der trockene piemontesische Rotwein ist in gut sortierten Weinhandlungen oder italienischen Fachgeschäften erhältlich. Er bringt Säure und regionalen Charakter in das Ragù.
Den Parmigiano erst beim Fertigstellen unterheben, damit er sich mit etwas Kochwasser cremig mit dem Ragù verbindet.
Das Ragù bleibt fruchtig und aromatisch, schmeckt aber weniger regionaltypisch als mit Barbera d’Asti.
Den trockenen Rotwein in derselben Menge zum Ablöschen verwenden und wie im Rezept 2–3 Minuten einkochen lassen.
Mit 80 ml Wasser beginnen und das restliche Wasser nur esslöffelweise einarbeiten.
Den Teig kurz weiterkneten und bei Bedarf tropfenweise zusätzliches Wasser einarbeiten.
Bei mittlerer Hitze weich dünsten und nur leicht färben lassen.
Mit dem Ablöschen fortfahren und das Ragù anschließend mit den Tomaten ausbalancieren; stark verbrannte Bestandteile gegebenenfalls entfernen.
Die Macaron del frèt einzeln auf einem bemehlten Tuch ablegen und portionsweise kochen.
Anhaftende Stücke vorsichtig voneinander lösen und die Pasta in kleineren Portionen garen.
Die Pasta ab 10 Minuten probieren und die Garzeit an die Röhrendicke anpassen.
Die Pasta sofort abgießen und direkt mit dem Ragù vermengen.
Eine fleischlose Variante der frischen Hohlpasta mit einer einfachen Tomatensauce anstelle des Kalbsragùs.
Häufig gefragt
Macaron del frèt sind kurze, hohle, handgedrehte Pastaformen aus dem Piemont, die über einem dünnen Metallstab oder einer sauberen Stricknadel geformt werden.
Mit 80 ml wird begonnen. Nur wenn der Teig sehr trocken bleibt, wird das restliche Wasser esslöffelweise eingearbeitet, weil die benötigte Flüssigkeitsmenge vom Mehl und der Teigkonsistenz abhängt.
Ja. Ein trockener, säurebetonter Rotwein kann in derselben Menge verwendet werden. Das Ragù schmeckt dann weniger regionaltypisch.
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