Frittelle di riso

Warme Süßspeise aus der Toskana

Goldbraun ausgebackene toskanische Reisfrittelle mit weich gekochtem Reis, Zitrusschalen, Eiern und Rum. Warm serviert und mit Zucker bestäubt, sind sie außen zart knusprig und innen weich.

Zum Rezept
Frittelle di riso aus der Toskana
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 3 Std. 30 Min.
Menge ca. 30 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Reis, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass, Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der in Milch und Wasser weich gekochte Rundkornreis gibt dem Teig eine saftige, weiche Struktur.
  • Zitrone und Orange verleihen den Frittelle ein frisches, aromatisches Zitrusprofil.
  • Die Ruhezeit im Kühlschrank festigt den dickflüssigen Teig und erleichtert das portionsweise Ausbacken.
  • Das Frittieren bei 170 bis 175 °C sorgt für eine goldbraune, zart knusprige Oberfläche.

Frittelle di riso sind kleine, goldbraun ausgebackene Reisfrittelle aus der Toskana. Besonders im Raum Florenz gehören sie zur süßen Küche rund um Carnevale und San Giuseppe am 19. März. Für diese Variante wird Reis mit Milch, Wasser, Butter und Zitrusschalen weich gekocht, anschließend mit Eiern, Mehl und Rum vermengt und portionsweise frittiert. Warm serviert und mit Zucker bestäubt, bleiben sie innen weich und außen zart knusprig.

Außen goldbraun und zart knusprig, innen weich, feucht und leicht klebrig. Butter, Zitrone und Orange prägen das Aroma, während Rum eine warme, dezente Tiefe ergänzt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Reis kochen und Teig vorbereiten

  1. Milchmischung aufkochen

    Zitrone und Orange fein abreiben. Milch, Wasser, Butter, Zitrusschalen und Salz in einen weiten Topf geben und aufkochen.

    • Nur die farbige Schale abreiben, nicht die bittere weiße Haut.
  2. Reis weich garen

    Den Reis einrühren, die Hitze auf eine niedrige Stufe reduzieren und den Reis 25 bis 30 Minuten garen. Dabei häufig umrühren, bis die Flüssigkeit vollständig aufgenommen und der Reis sehr weich ist.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist vollständig aufgenommen und der Reis sehr weich.

    • Häufiges Umrühren verhindert, dass die Reismasse am Topfboden ansetzt.
  3. Reismasse abkühlen

    Den Topf vom Herd nehmen und die Reismasse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Für schnelleres Abkühlen kann sie in eine flache Schüssel umgefüllt werden.

    Daran erkennst du es: Die Reismasse ist vollständig auf Zimmertemperatur abgekühlt.

    • Die Reismasse erst weiterverarbeiten, wenn sie abgekühlt ist.
  4. Teig anrühren und ruhen lassen

    Zucker, Eier, Mehl und Rum unter den kalten Reis rühren. Die Eier einzeln einarbeiten, bis ein dickflüssiger, gleichmäßiger Teig entsteht. Den Teig abdecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Eine Kühlung über Nacht ist ebenfalls möglich.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gut durchgekühlt und dickflüssig.

    • Die Eier einzeln einarbeiten, damit ein gleichmäßiger Teig entsteht.

Frittelle ausbacken und servieren

  1. Öl erhitzen

    Das Erdnussöl in einem hohen, eher schmalen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Einen kleinen Teelöffel Teig hineingeben: Er soll sofort aufsteigen und gleichmäßig zu bräunen beginnen.

    170 °C

    Daran erkennst du es: Ein kleiner Teigtest steigt sofort auf und beginnt gleichmäßig zu bräunen.

    • Die Öltemperatur zwischen den Frittierchargen kontrollieren.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig erhitzen und den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.

  2. Frittelle frittieren

    Mit zwei Teelöffeln kleine, etwa walnussgroße Portionen vom Teig abstechen und vorsichtig ins Öl geben. Jeweils nur wenige Frittelle gleichzeitig ausbacken, damit die Temperatur nicht zu stark fällt. Die Frittelle 3 bis 4 Minuten frittieren und dabei wenden, bis sie rundum goldbraun sind.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Frittelle sind rundum goldbraun.

    • Nur wenige Stücke gleichzeitig ins Öl geben, damit die Temperatur nicht stark abfällt.

    Wichtig: Teigportionen langsam und vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen, um Spritzer zu vermeiden.

  3. Abtropfen und servieren

    Die Frittelle mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm mit dem restlichen Zucker bestäuben und möglichst frisch servieren.

    Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft und die Frittelle sind noch warm.

    • Den Zucker direkt nach dem Abtropfen auf die noch warmen Frittelle geben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ruhezeit einhalten: Die mindestens zweistündige Kühlung macht den dickflüssigen Teig formbarer und erleichtert das portionsweise Ausbacken.
  • In kleinen Chargen frittieren: Wenn zu viele Frittelle gleichzeitig im Öl liegen, fällt die Temperatur ab und die Oberfläche bräunt ungleichmäßig.
  • Warm servieren: Die Frittelle schmecken frisch und noch warm am besten, sobald sie abgetropft und mit Zucker bestäubt sind.

Zutatenwissen

Rundkornreis verwenden

Arborio oder Originario bildet beim Kochen eine weiche, bindende Reismasse und eignet sich deshalb besonders für den Teig.

Unbehandelte Zitrusfrüchte

Da die Schale direkt verwendet wird, sollten Zitrone und Orange unbehandelt sein. Nur die äußere farbige Schicht abreiben.

Zucker getrennt verwenden

Der Zucker für den Teig wird eingerührt, der zweite Zucker wird erst nach dem Frittieren zum Bestäuben verwendet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Reismasse bleibt körnig oder enthält noch Flüssigkeit.

Den Reis 25 bis 30 Minuten bei niedriger Hitze garen und häufig umrühren, bis er sehr weich ist und die Flüssigkeit aufgenommen hat.

Die Reismasse bei niedriger Hitze weitergaren, bis der Reis weich und die Flüssigkeit aufgenommen ist, anschließend vollständig abkühlen lassen.

Der Teig ist weich und lässt sich schlecht portionieren.

Die Reismasse vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und den fertigen Teig mindestens 2 Stunden kühlen.

Den Teig vor dem Frittieren weiter kühlen, bis er deutlich dickflüssiger ist.

Die Frittelle saugen viel Öl auf und bräunen nur langsam.

Jeweils nur wenige Frittelle gleichzeitig ausbacken und die Öltemperatur zwischen den Chargen stabil halten.

Die nächste Charge erst ins Öl geben, wenn es wieder ausreichend heiß ist.

Die Frittelle sind außen schon dunkel, aber innen noch nicht gar.

Walnussgroße Portionen verwenden und das Öl im Bereich von 170 bis 175 °C halten.

Die restlichen Portionen kleiner abstechen und bei stabiler Temperatur etwas länger ausbacken.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch warm servieren: Die Frittelle direkt nach dem Abtropfen noch warm mit Zucker bestäuben und frisch servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Teig kann nach dem Anrühren abgedeckt mindestens 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ruhen. Vor dem Frittieren kurz durchrühren.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Milch und Butter sind Bestandteil der Reismasse.
  • Eier: enthält · Eier werden in den abgekühlten Reis-Teig eingearbeitet.
  • Weizen: enthält · Der Teig enthält Weizenmehl.
  • Erdnüsse: enthält · Zum Frittieren wird Erdnussöl verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welcher Reis eignet sich für Frittelle di riso?

Am besten eignet sich Rundkornreis, zum Beispiel Arborio oder Originario. Er wird weich und bindet die Reismasse gut.

Wie lange muss der Teig ruhen?

Der Teig sollte mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen. Eine Kühlung über Nacht ist ebenfalls möglich.

Woran erkennt man, dass die Frittelle fertig sind?

Sie sind fertig, wenn sie nach 3 bis 4 Minuten rundum goldbraun sind.

Warum sollen nur wenige Frittelle gleichzeitig frittiert werden?

So bleibt die Öltemperatur stabil. Bei zu vielen Frittelle auf einmal fällt sie stark ab, wodurch die Stücke mehr Öl aufnehmen und ungleichmäßig bräunen.

Aus unserer Küche

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