Für eine geschmeidige Struktur
Johannisbrotkernmehl unterstützt eine cremige Gelatostruktur mit weniger Eiskristallen. Es sollte gründlich mit den trockenen Zutaten vermischt werden.
Kalabrisches Gelato
Zart rosafarbenes Gelato aus Reggio Calabria mit cremiger Milch-Eigelb-Basis, dunklem Rum, Zimt, kandierten Früchten und dunkler Schokolade.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Crema reggina ist ein zart rosafarbenes Gelato aus Reggio Calabria. Die cremige Milch-Eigelb-Basis wird mit Rum und Zimt aromatisiert und mit kandierten Früchten und dunkler Schokolade ergänzt. So entsteht ein kalabrischer Gelato-Klassiker mit weicher Konsistenz und markanten kleinen Stückchen.
Cremig und weichschmelzend, mit warmer Zimtnote, dezenter Rumaromatik und einer milden Süße. Kandierte Früchte bringen fruchtige, leicht zähe Akzente ein, während dunkle Schokolade für herbe, knackige Stückchen sorgt.
Schritt für Schritt
Zucker, Dextrose und Johannisbrotkernmehl gründlich vermischen. Das Eigelb in der Rührschüssel verquirlen und die trockene Mischung nach und nach einarbeiten.
Milch, Sahne und Zimtstange in den Topf geben und auf etwa 70 °C erhitzen. Die Milchmischung soll heiß sein, aber noch nicht kochen.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist heiß und dampft leicht, ohne zu sprudeln.
Die warme Milchmischung langsam und unter ständigem Rühren zur Eigelb-Zucker-Mischung geben. Alles zurück in den Topf füllen und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren auf 82–85 °C erhitzen. Die Masse darf nicht kochen. Sobald sie leicht bindet, den Topf vom Herd nehmen.
Daran erkennst du es: Die Masse bindet leicht und überzieht den Löffel, ohne zu kochen.
Wichtig: Die Masse nicht kochen lassen.
Die Zimtstange entfernen und das Lebensmittelfarbpulver einrühren. Die Mischung auf etwa 40 °C abkühlen lassen, dann den Rum zufügen. Mit dem Stabmixer kurz glatt und luftig emulgieren.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt, gleichmäßig gefärbt und leicht luftig emulgiert.
Die Eismasse abdecken und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Währenddessen den Behälter der Eismaschine oder die flache Metallform vorkühlen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist vollständig kalt, bevor sie gefroren wird.
Mit Eismaschine: Die kalte Masse 25–30 Minuten nach Geräteanleitung gefrieren. In den letzten 2 Minuten kandierte Früchte und Schokolade unterheben. Ohne Eismaschine: Die Masse in die flache Metallform füllen und 45 Minuten einfrieren. Kräftig durchrühren und diesen Vorgang alle 30 Minuten wiederholen. Nach dem dritten Durchrühren Früchte und Schokolade einarbeiten und insgesamt 4–5 Stunden gefrieren, bis das Gelato cremig fest ist.
Daran erkennst du es: Das Gelato ist cremig fest und hält weiche Wellen; die Einlagen sind gleichmäßig verteilt.
Das Gelato in den gefriergeeigneten Behälter umfüllen und mit Deckel weitere 2 Stunden bei etwa −18 °C nachfrieren. Vor dem Portionieren 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend als Kugeln servieren.
Daran erkennst du es: Das Gelato ist fest, lässt sich nach 10 Minuten Temperieren aber portionieren.
Gut zu wissen
Johannisbrotkernmehl unterstützt eine cremige Gelatostruktur mit weniger Eiskristallen. Es sollte gründlich mit den trockenen Zutaten vermischt werden.
Zitronat und Orangeat sorgen für fruchtige, leicht zähe Stückchen. Fein gewürfelt lassen sie sich gleichmäßiger im Gelato verteilen.
Grob gehackte dunkle Schokolade bringt herbe, knackige Stückchen in die milde Milchbasis.
Das Gelato wird etwas kompakter und weniger elastisch.
Das Johannisbrotkernmehl durch 4 g Maisstärke ersetzen und die Maisstärke mit Zucker und Dextrose vermischen, bevor die Mischung in das Eigelb eingearbeitet wird.
Die Milchmischung langsam unter ständigem Rühren einarbeiten und die Basis nur bis 82–85 °C erhitzen.
Die noch warme Masse sofort durch ein feines Sieb geben und anschließend wie beschrieben kühlen.
Das Gelato vor dem Portionieren 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Den Behälter einige Minuten länger temperieren lassen und anschließend portionsweise ausstechen.
Früchte und Schokolade erst in den letzten Minuten des Gefriervorgangs unterheben.
Das Gelato während des Anfrierens nochmals kräftig durchrühren, sofern es noch nicht fest ist.
Die Basis mindestens 4 Stunden kühlen und bei der Zubereitung ohne Eismaschine alle 30 Minuten kräftig durchrühren.
Bei der Methode ohne Eismaschine die Masse erneut gründlich durchrühren und weiterfrieren.
Eine kompaktere Variante mit Maisstärke statt Johannisbrotkernmehl.
Häufig gefragt
Ja. Die gekühlte Masse in eine breite, flache Metallform füllen, zunächst 45 Minuten einfrieren und anschließend alle 30 Minuten kräftig durchrühren. Nach dem dritten Durchrühren Früchte und Schokolade einarbeiten und insgesamt 4–5 Stunden gefrieren.
Johannisbrotkernmehl sorgt für eine geschmeidige Gelatostruktur mit weniger Eiskristallen. Es muss gründlich mit den trockenen Zutaten vermischt werden.
Der Rum wird erst zugegeben, wenn die aromatisierte Basis auf etwa 40 °C abgekühlt ist. Danach wird die Masse kurz mit dem Stabmixer emulgiert.
Bei Verwendung einer Eismaschine kommen beide Einlagen in den letzten 2 Minuten hinzu. Bei der Zubereitung ohne Maschine werden sie nach dem dritten Durchrühren eingearbeitet.
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