Capù di Tremosine

Antipasto lombardo aus Tremosine

Lombardisches Antipasto aus Tremosine: blanchierte Mangoldblätter werden mit altem Brot, Ei, Hartkäse, Petersilie und Knoblauch gefüllt, gekocht, in Scheiben geschnitten und mit Olivenöl serviert.

Zum Rezept
Capù di Tremosine: lombardisches Mangold-Antipasto
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge Für 4 Personen als Antipasto
Gerichtsform und Gerichtsart Gefüllte Rouladen und Wickelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Getreide, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die blanchierten Mangoldblätter werden weich und lassen sich eng um die Füllung wickeln.
  • Altbackenes Brot nimmt die Feuchtigkeit von Ei und Mangold auf und gibt der Füllung Struktur.
  • Hartkäse, Petersilie und Knoblauch verleihen der milden Mangoldfüllung Würze.
  • Das anschließende Schneiden macht die gefüllten Rollen als Antipasto gut portionierbar.

Capù di Tremosine sind ein bäuerliches Antipasto aus Tremosine am lombardischen Gardasee. Große Mangoldblätter umhüllen eine einfache, herzhafte Mischung aus fein geschnittenem Grün, altem Brot, Ei, Käse, Petersilie und Knoblauch. Nach dem Garen werden die Capù in Scheiben geschnitten und warm oder zimmerwarm mit Olivenöl serviert.

Die Capù sind weich und saftig, mit zarter Mangoldhülle und einer kompakt-lockeren, brotigen Füllung. Hartkäse, Petersilie und Knoblauch sorgen für ein herzhaftes Aroma, während das Olivenöl den warmen oder zimmerwarmen Scheiben einen frischen, runden Abschluss gibt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Mangold vorbereiten

    Den Mangold waschen. 8 bis 10 große, möglichst unbeschädigte Blätter beiseitelegen. Die übrigen Blätter und zarten Stiele sehr fein schneiden.

    • Große, unbeschädigte Blätter lassen sich leichter füllen und aufrollen.
  2. Mangoldblätter blanchieren

    Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die beiseitegelegten Mangoldblätter darin etwa 1 Minute blanchieren, herausnehmen und vorsichtig trocken tupfen.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Blätter sind weich und biegsam, aber nicht zerfallen.

    • Die Blätter vorsichtig behandeln, damit sie beim Füllen nicht reißen.

    Wichtig: Beim Herausheben auf spritzendes, heißes Wasser achten.

  3. Füllung anrühren

    Petersilie und Knoblauch fein hacken. Den fein geschnittenen Mangold mit Brot, Eiern, Käse, Petersilie, Knoblauch und einer kleinen Prise Salz gründlich vermengen. Die Masse 5 Minuten ruhen lassen, damit das Brot Feuchtigkeit aufnehmen kann.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und nicht mehr trocken-krümelig.

    • Die Ruhezeit verbessert die Bindung der Füllung.
  4. Capù formen

    Jeweils etwa 2 gehäufte Esslöffel Füllung auf ein Mangoldblatt setzen. Die Seiten einschlagen, das Blatt aufrollen und die Capù mit Küchengarn binden, damit sie beim Garen geschlossen bleiben.

    Daran erkennst du es: Die Rollen sind geschlossen und halten ihre Form.

    • Nicht zu viel Füllung verwenden, damit sich die Blätter sicher verschließen lassen.
  5. Capù garen

    Einen großen Topf mit reichlich Wasser füllen und zum leisen Sieden bringen. Die Capù vorsichtig hineinlegen und 20 Minuten ohne Salz garen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rollen sind nach der Garzeit durchgehend heiß und behalten ihre geschlossene Form.

    • Das Wasser nur leise sieden lassen, damit die Rollen nicht auseinanderfallen.

    Wichtig: Die Capù vorsichtig in das heiße Wasser legen und herausheben.

  6. Schneiden und anrichten

    Die Capù mit einer Schaumkelle herausheben und 5 Minuten abkühlen lassen. Das Küchengarn entfernen, die Rollen in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden und auf einer Platte anrichten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rollen lassen sich ohne Auseinanderfallen in Scheiben schneiden.

    • Das Garn vollständig entfernen, bevor die Capù serviert werden.

    Wichtig: Die Rollen vor dem Schneiden kurz abkühlen lassen, da sie innen sehr heiß sein können.

  7. Servieren

    Mit dem Olivenöl beträufeln und warm oder zimmerwarm servieren.

    • Das Olivenöl erst kurz vor dem Servieren darübergeben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Blanchierte Blätter: Das kurze Blanchieren macht die großen Mangoldblätter biegsam genug zum Füllen und Aufrollen.
  • Ruhezeit der Füllung: Die Füllung sollte die angegebenen 5 Minuten ruhen, damit das geriebene Brot Feuchtigkeit aufnehmen kann.
  • Vor dem Servieren entfädeln: Das Küchengarn erst nach dem kurzen Abkühlen entfernen und vor dem Schneiden vollständig kontrollieren.

Zutatenwissen

Altbackenes Brot

Altbackenes, fein geriebenes Brot nimmt Flüssigkeit aus Ei und Mangold auf und gibt der Füllung ihre formbare Struktur.

Geeignete Mangoldblätter

Für die Hülle möglichst große und unbeschädigte Blätter auswählen; kleinere Blätter und zarte Stiele kommen fein geschnitten in die Füllung.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Mangoldblätter reißen beim Füllen oder Aufrollen.

Große, möglichst unbeschädigte Blätter verwenden, etwa 1 Minute blanchieren und vorsichtig trocken tupfen.

Gerissene Blätter mit einem zweiten blanchierten Blatt umhüllen und anschließend sorgfältig binden.

Die Capù öffnen sich während des Garens.

Die Füllung mittig aufsetzen, die Seiten einschlagen und jede Rolle sicher binden.

Geöffnete Rollen vorsichtig herausheben und vor dem Servieren als einzelne gefüllte Mangoldstücke anrichten.

Die Füllung bleibt trocken und lässt sich schlecht formen.

Die Mischung gründlich vermengen und 5 Minuten ruhen lassen.

Die Masse vor dem Formen nochmals gründlich durchmischen und kurz weiter ruhen lassen.

Die Capù fallen im Topf auseinander.

Die Capù nur in leise siedendem Wasser garen.

Die verbleibenden Rollen vorsichtig stabilisieren und die Hitze weiter reduzieren.

Servieren und kombinieren

  • Warm als Antipasto: Die Capù nach dem kurzen Abkühlen noch warm auf einer Platte anrichten, mit Olivenöl beträufeln und in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden.
  • Zimmerwarm servieren: Die Capù können auch auf Zimmertemperatur abkühlen und anschließend mit Olivenöl beträufelt als geschnittenes Antipasto serviert werden.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält altbackenes Brot.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Hühnereier.
  • Milch: enthält · Grana Padano und Parmigiano Reggiano sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Werden Capù di Tremosine warm oder kalt serviert?

Sie können warm oder zimmerwarm serviert werden. Nach dem Garen sollten sie zunächst etwa 5 Minuten abkühlen, bevor das Garn entfernt und die Rollen geschnitten werden.

Warum muss die Füllung ruhen?

Die Füllung ruht 5 Minuten, damit das fein geriebene Brot Feuchtigkeit aufnehmen kann und eine besser formbare Masse entsteht.

Warum werden die Capù mit Küchengarn gebunden?

Das Küchengarn hält die gefüllten Mangoldrollen während des Garens geschlossen. Vor dem Schneiden wird es vollständig entfernt.

Welche Mangoldblätter eignen sich für die Hülle?

Am besten eignen sich 8 bis 10 große, möglichst unbeschädigte Blätter. Die übrigen Blätter und zarten Stiele werden fein geschnitten und in die Füllung gegeben.

Aus unserer Küche

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