Baccalà vorbereiten
Baccalà ist gesalzener Kabeljau. Gesalzene Ware muss vor der Verwendung 24–36 Stunden in kaltem Wasser im Kühlschrank gewässert werden; bereits entsalzter Kabeljau kann direkt verwendet werden.
Gefüllte Pasta aus Venetien
Gefüllte venezianische Eierpasta mit cremigem Baccalà, Zitrone und Petersilie, serviert in samtiger Zitronenbutter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Ravioli verbinden cremig verarbeiteten Baccalà mit der Frische von Zitrone und Petersilie. Die dünne Eierpasta wird quadratisch verschlossen, bissfest gegart und anschließend in Zitronenbutter geschwenkt.
Zarte, quadratische Ravioli mit einer cremig-streichfähigen Fischfüllung, frischer Zitronennote und feiner Petersilienwürze. Die Zitronenbutter legt sich glänzend um die Pasta, während die Teighülle weich, aber noch bissfest bleibt.
Schritt für Schritt
Falls du gesalzenen Baccalà verwendest, spüle ihn ab und lege ihn 24–36 Stunden im Kühlschrank in reichlich kaltes Wasser. Wechsle das Wasser drei- bis viermal. Bereits entsalzten Baccalà kannst du direkt verwenden.
Daran erkennst du es: Der Baccalà ist entsalzt und kann weiterverarbeitet werden.
Wichtig: Gesalzenen Baccalà während der gesamten Einweichzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Mehl und Salz auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde formen und Eier sowie Eigelb hineingeben. Alles zunächst mit einer Gabel vermengen, dann 8–10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten. In Folie oder einem gut verschlossenen Behälter 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer geschmeidigen Kugel formen.
Baccalà mit Milch, Wasser, Lorbeerblatt und Knoblauch in einen Topf geben. Langsam erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt 12–15 Minuten gar ziehen lassen, bis der Fisch leicht zerfällt. Herausheben, gründlich abtropfen lassen und Lorbeerblatt sowie Knoblauch entfernen.
Daran erkennst du es: Der Fisch zerfällt leicht und lässt sich mit dem Schaumlöffel herausheben.
Wichtig: Den Fisch vollständig durchgaren und nach dem Garen nicht unnötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Den warmen Baccalà mit zwei Dritteln des Olivenöls verrühren oder mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Das restliche Öl nach und nach einarbeiten, bis eine cremige, streichfähige Masse entsteht. Semmelbrösel, 2 EL Petersilie, Zitronenschale und weißen Pfeffer unterheben. Nach dem Abkühlen prüfen und nur vorsichtig salzen, da Baccalà trotz des Wässerns noch salzig sein kann.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist cremig, streichfähig und lässt sich später portionsweise auf die Teigbahn setzen.
Wichtig: Wegen des möglicherweise noch salzigen Baccalà nur vorsichtig nachsalzen.
Den Pastateig portionsweise dünn ausrollen, etwa 1–1,5 mm stark. Auf eine Teigbahn im Abstand von etwa 4 cm je 1 gut gehäuften TL Füllung setzen. Die Zwischenräume und den Rand mit wenig Wasser bestreichen, eine zweite Teigbahn darüberlegen und die Luft rund um die Füllungen vorsichtig herausdrücken. Die Ravioli mit einem Teigrad oder Messer zu Quadraten von etwa 5 cm Seitenlänge schneiden und die Ränder gut andrücken.
Daran erkennst du es: Die Ravioli sind gleichmäßig verschlossen, luftfrei und an den Rändern fest angedrückt.
Das Salzwasser zum Kochen bringen. Die Ravioli portionsweise hineingeben und 3–4 Minuten garen, bis die Teighülle weich, aber noch bissfest ist. Vor dem Abgießen 80 ml Kochwasser auffangen.
Daran erkennst du es: Die Teighülle ist weich, aber noch bissfest, und die Ravioli steigen an die Oberfläche.
Wichtig: Vorsicht beim Arbeiten mit kochendem Wasser und beim Herausheben der heißen Ravioli.
Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Zitronensaft und das aufgefangene Kochwasser einrühren. Die gekochten Ravioli vorsichtig in die Pfanne geben und 1 Minute in der Zitronenbutter schwenken. Mit der übrigen Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Ravioli sind rundum mit Zitronenbutter überzogen und glänzen leicht.
Gut zu wissen
Baccalà ist gesalzener Kabeljau. Gesalzene Ware muss vor der Verwendung 24–36 Stunden in kaltem Wasser im Kühlschrank gewässert werden; bereits entsalzter Kabeljau kann direkt verwendet werden.
Für die Füllung nur die gelbe Schale fein abreiben. Der Saft kommt später in die Zitronenbutter.
Ein Teil der Petersilie wird in die Füllung gegeben, die übrige Menge wird zum Schluss über die Ravioli gestreut.
Die Füllung schmeckt etwas milder und benötigt meist etwas mehr Salz.
Den entsalzten Kabeljau direkt verwenden und wie im Rezept beschrieben mit Milch und Wasser sanft gar ziehen lassen. Erst danach vorsichtig abschmecken.
Gesalzenen Baccalà 24–36 Stunden im Kühlschrank wässern, das Wasser drei- bis viermal wechseln und erst nach dem Abkühlen vorsichtig salzen.
Die Füllung mit etwas zusätzlicher ungesalzener Semmelbröselmasse strecken und erneut abschmecken.
Nur gut gehäufte Teelöffel Füllung verwenden, die Luft herausdrücken und die Ränder sorgfältig verschließen.
Bereits geöffnete Ravioli vorsichtig herausheben und direkt mit etwas Zitronenbutter servieren.
Die Teigbahnen auf etwa 1–1,5 mm ausrollen und portionsweise arbeiten.
Für die nächste Teigportion dünner ausrollen und die Ravioli etwas länger, aber weiterhin bissfest garen.
Nur die vorgesehenen 80 ml Kochwasser einrühren und die Ravioli anschließend etwa 1 Minute vorsichtig schwenken.
Die Ravioli kurz weiter in der Pfanne schwenken, bis die Sauce etwas sämiger wirkt.
Häufig gefragt
Ja. Entsalzter Kabeljau aus dem Kühlregal kann direkt verwendet werden. Die Füllung wird dadurch etwas milder und benötigt meist etwas mehr Salz.
Bei gesalzenem Baccalà das kalte Wasser während der 24–36 Stunden drei- bis viermal wechseln und den Fisch im Kühlschrank aufbewahren.
Die Teigbahnen sollten etwa 1–1,5 mm stark sein. So bleibt die Hülle zart und gart in wenigen Minuten durch.
Die Füllung erst nach dem Abkühlen prüfen und nur vorsichtig salzen, weil Baccalà trotz des Wässerns noch salzig sein kann.
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