Pittule salentine alla pizzaiola

Salentinische Hefeteigfrittelle

Herzhafte salentinische Pittule aus weichem Hefeteig mit Tomaten, schwarzen Oliven, Kapern, Zwiebel und Oregano, portionsweise goldbraun frittiert.

Zum Rezept
Pittule salentine alla pizzaiola aus Apulien
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 50 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 45 Min.
Menge ca. 24 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Teigkleingebäcke und ausgebackene Teigportionen
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der weiche Hefeteig sorgt nach der Gehzeit für ein lockeres Inneres.
  • Die eingekochte Pizzaiola-Mischung bringt Tomatenwürze, mediterrane Kräuternoten und herzhafte Tiefe in jede Pittula.
  • Das vollständige Abkühlen der Mischung verhindert, dass der Teig vor dem Frittieren unnötig weich oder instabil wird.
  • Das portionsweise Frittieren bei stabiler Öltemperatur lässt die Pittule gleichmäßig goldbraun werden.

Pittule salentine alla pizzaiola sind außen goldbraune, knusprige Bällchen aus sehr weichem Hefeteig. Eine würzige, vollständig abgekühlte Mischung aus Tomaten, schwarzen Oliven, Kapern, Zwiebel und Oregano wird unter den aufgegangenen Teig gehoben, bevor die Pittule portionsweise im heißen Sonnenblumenöl ausgebacken werden.

Außen knusprig und goldbraun, innen locker und weich, mit saftigen Tomatennoten sowie würzigen Akzenten von Olive, Kapern und Oregano.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig und Gehzeit

  1. Teig ansetzen

    Die frische Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Das Weizenmehl in die große Schüssel geben, Hefewasser und 30 ml Olivenöl dazugießen und alles verrühren. Das Salz einarbeiten und den weichen, klebrigen Teig etwa 8 Minuten kräftig kneten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig bleibt weich und klebrig, ist aber gleichmäßig vermischt.

    • Nicht zusätzlich Mehl einarbeiten, wenn der Teig klebrig bleibt; seine weiche Konsistenz ist beabsichtigt.
  2. Teig gehen lassen

    Die Schüssel abdecken und den Teig bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sich deutlich vergrößert.

    • Die Schüssel während der Gehzeit abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.

Pizzaiola-Mischung

  1. Mischung einkochen

    15 ml Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin 3 Minuten glasig dünsten. Tomaten, Oliven, Kapern und Oregano hinzufügen und alles 8 bis 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Die Mischung vollständig abkühlen lassen.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist weitgehend verdampft und die Mischung anschließend vollständig abgekühlt.

    • Die Mischung vor dem Unterheben vollständig abkühlen lassen.
  2. Mischung unterheben

    Die abgekühlte Pizzaiola-Mischung vorsichtig unter den aufgegangenen Teig heben. Den Teig erneut abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist gleichmäßig im Teig verteilt und der Teig hat erneut 30 Minuten geruht.

    • Vorsichtig unterheben, damit die weiche Teigstruktur erhalten bleibt.

Frittieren und Servieren

  1. Öl erhitzen

    Das Sonnenblumenöl in einem hohen, schweren Topf auf 175 bis 180 °C erhitzen. Den weichen Teig später mit zwei leicht geölten Teelöffeln portionsweise abstechen. Nicht zu viele Pittule auf einmal frittieren, damit die Öltemperatur stabil bleibt.

    175 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl hat die angegebene Frittiertemperatur erreicht.

    • Den Topf nicht überfüllen; mehrere kleine Frittierdurchgänge halten die Öltemperatur stabil.

    Wichtig: Weder Wasser noch feuchte Utensilien in das heiße Öl gelangen lassen.

  2. Pittule ausbacken

    Die Pittule portionsweise vorsichtig ins Öl gleiten lassen und etwa 3 bis 4 Minuten frittieren. Dabei mehrmals wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Mit der Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    4 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Pittule sind rundum goldbraun.

    • Mehrmals vorsichtig wenden, damit die Pittule gleichmäßig bräunen.
    • Die Frittierzeit von 3 bis 4 Minuten gilt pro Portion.

    Wichtig: Heiße Pittule und heißes Öl vorsichtig handhaben.

  3. Heiß servieren

    Die Pittule salentine alla pizzaiola am besten heiß servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Weiche Teigkonsistenz: Der Teig ist ausdrücklich weich und klebrig. Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten, da die lockere Struktur der Pittule sonst schwerer werden kann.
  • Mischung vollständig abkühlen lassen: Die Pizzaiola-Mischung erst vollständig abkühlen lassen, bevor sie unter den aufgegangenen Teig gehoben wird.
  • Öltemperatur stabil halten: Nicht zu viele Pittule gleichzeitig in den Topf geben, damit die Öltemperatur beim Frittieren möglichst stabil bleibt.

Zutatenwissen

Geeignetes Weizenmehl

Für den Teig ist Weizenmehl Type 0 oder Type 550 vorgesehen.

Pizzaiola-Mischung

Die Mischung wird gekocht, bis ihre Flüssigkeit weitgehend verdampft ist, und anschließend vollständig abgekühlt.

Öl zum Frittieren

Das Sonnenblumenöl wird auf 175 bis 180 °C erhitzt und für mehrere kleine Frittierdurchgänge verwendet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig wird fest und die fertigen Pittule bleiben schwer.

Den Teig weich und klebrig lassen und nur kräftig kneten.

Falls noch nicht frittiert, den Teig nicht weiter mit Mehl verdichten; die lockere Konsistenz möglichst erhalten.

Der Teig wird nach dem Unterheben instabil oder sehr weich.

Die Mischung nach dem Köcheln vollständig abkühlen lassen.

Die Pittule saugen viel Öl auf und bräunen nur langsam.

Das Öl auf 175 bis 180 °C erhitzen und nur wenige Pittule gleichzeitig frittieren.

Die nächsten Durchgänge erst beginnen, wenn das Öl wieder die vorgesehene Temperatur erreicht hat.

Die Pittule werden außen zu dunkel, bevor sie innen durchgegart sind.

Die Temperatur während der Frittierdurchgänge kontrollieren und die Stückzahl pro Durchgang begrenzen.

Die Hitze reduzieren und die folgenden Pittule bei 175 bis 180 °C ausbacken.

Servieren und kombinieren

  • Direkt heiß servieren: Die Pittule salentine alla pizzaiola am besten heiß servieren, wenn die Hülle noch knusprig und das Innere locker ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Öl: Beim Erhitzen und Frittieren darauf achten, dass weder Wasser noch feuchte Utensilien in den Topf mit heißem Öl gelangen. Pittule vorsichtig einlegen und herausheben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie klebrig soll der Teig für Pittule sein?

Der Teig soll weich und klebrig bleiben. Er wird etwa 8 Minuten kräftig geknetet, ohne seine weiche Konsistenz durch zusätzliches Mehl zu verlieren.

Warum muss die Pizzaiola-Mischung abkühlen?

Die Mischung sollte vollständig abgekühlt sein, bevor sie unter den aufgegangenen Teig gehoben wird. So bleibt der Teig besser formbar und die Hefestruktur wird nicht unnötig belastet.

Wie viele Pittule sollten gleichzeitig frittiert werden?

Nur wenige Stücke auf einmal frittieren, damit die Öltemperatur zwischen 175 und 180 °C möglichst stabil bleibt.

Aus unserer Küche

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