Brussu finden
Brussu ist ein kräftig gereifter, streichfähiger Käse aus dem Westen Liguriens. Am ehesten ist er in italienischen Feinkostläden oder bei spezialisierten Käsehändlern erhältlich.
Frittierte Ravioli aus Ligurien
Barbagiuai sind große, goldbraun frittierte Ravioli aus Ligurien mit einer herzhaften Füllung aus geröstetem Kürbis, Rundkornreis, Brussu und Pecorino.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Barbagiuai verbinden eine knusprige, frisch frittierte Teighülle mit einer weich-cremigen Kürbis-Reis-Füllung. Der kräftige Brussu und Pecorino geben der süßlichen Kürbisnote Würze und Tiefe.
Außen knusprig und goldbraun, innen weich und cremig: süßlicher Kürbis trifft auf würzigen, gereiften Käse, Majoran und schwarzen Pfeffer.
Schritt für Schritt
Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Wasser, Olivenöl und Salz hineingeben, zunächst mit einer Gabel, dann mit den Händen zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Den Teig abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Kürbis in etwa 2 cm große Würfel schneiden und mit der Knoblauchzehe sowie 15 ml Olivenöl auf ein Backblech geben. Etwa 25 Minuten rösten. Währenddessen den Reis für die Füllung garen.
Daran erkennst du es: Der Kürbis ist weich und hat leicht Farbe angenommen.
Den Rundkornreis in reichlich Wasser mit 1 TL Salz 10 bis 12 Minuten garen, bis er weich, aber nicht breiig ist. In ein Sieb abgießen und gründlich abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Der Reis ist weich, aber noch körnig und nicht breiig.
Die geröstete Knoblauchzehe aus der Schale drücken. Kürbis und Knoblauch grob zerdrücken, dann Reis, Majoran, Brussu und Pecorino unterrühren. Mit schwarzem Pfeffer würzen. Die Füllung 20 Minuten abkühlen lassen, damit sie fester wird und sich gut portionieren lässt.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist abgekühlt und fest genug zum Portionieren.
Den Teig in vier Stücke teilen. Jedes Stück nacheinander mit dem Nudelholz oder der Pastamaschine etwa 1 bis 1,5 mm dünn ausrollen. Die Teigplatten in Quadrate von etwa 8 x 8 cm schneiden.
Daran erkennst du es: Die Teigplatten sind gleichmäßig dünn und lassen sich sauber zuschneiden.
Auf jedes Teigquadrat einen gut gehäuften Esslöffel Füllung setzen. Die Ränder mit Wasser bepinseln, das Quadrat diagonal zu einem Dreieck zusammenklappen und die Ränder zuerst mit den Fingern, dann mit einer Gabel fest andrücken. Die fertigen Barbagiuai auf ein leicht bemehltes Tuch legen.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind rundum fest verschlossen und die Füllung bleibt vollständig im Teig.
Das neutrale Öl in einem hohen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die Barbagiuai portionsweise hineingeben und etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind. Mit einer Schaumkelle herausheben, auf Küchenpapier abtropfen lassen und heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Barbagiuai sind goldbraun, knusprig und die Teighülle ist vollständig durchgegart.
Wichtig: Das heiße Öl vorsichtig handhaben und die Barbagiuai langsam einlegen, damit es nicht spritzt.
Gut zu wissen
Brussu ist ein kräftig gereifter, streichfähiger Käse aus dem Westen Liguriens. Am ehesten ist er in italienischen Feinkostläden oder bei spezialisierten Käsehändlern erhältlich.
Hokkaido oder Butternut eignen sich für die Füllung. Der Kürbis sollte küchenfertig gewogen und in etwa gleich große Würfel geschnitten werden.
Der Rundkornreis soll weich, aber noch klar erkennbar bleiben. Nach dem Abgießen gründlich abtropfen lassen, damit die Füllung formbar bleibt.
Die Füllung wird cremiger und deutlich milder als mit Brussu.
Brussu durch 80 g Ricotta und 20 g Pecorino ersetzen. Den zusätzlichen Pecorino mit den übrigen Zutaten unter die abgekühlte Kürbis-Reis-Mischung rühren.
Den Reis gut abtropfen lassen und die fertige Füllung 20 Minuten abkühlen lassen.
Die Füllung weiter abkühlen lassen, bevor die Barbagiuai geformt werden.
Nur einen gut gehäuften Esslöffel Füllung verwenden und die Ränder zuerst mit den Fingern, dann mit einer Gabel verschließen.
Bereits geformte Teigtaschen vor dem Frittieren an den Nahtstellen nochmals fest andrücken.
Das Öl auf 170 bis 175 °C erhitzen und portionsweise frittieren.
Die nächste Charge erst einlegen, wenn das Öl wieder die richtige Temperatur erreicht hat.
Häufig gefragt
Brussu ist ein kräftig gereifter, streichfähiger Käse aus dem Westen Liguriens. Für Barbagiuai wird er mit Kürbis, Reis und Pecorino zu einer würzigen Füllung vermischt.
Brussu kann durch 80 g Ricotta und 20 g Pecorino ersetzt werden. Die Füllung wird dadurch cremiger und deutlich milder.
Durch das Abkühlen wird die Füllung fester und lässt sich leichter portionieren. Außerdem werden die Teigränder beim Formen weniger belastet.
Die Teigplatten sollten etwa 1 bis 1,5 mm dünn sein. So werden die Barbagiuai beim Frittieren knusprig, ohne dass die Hülle zu dick wird.
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