Maltagliati ai fagioli

Italienweit verbreitete Küche

Frische, unregelmäßig geschnittene Eierpasta wird direkt in einer sämigen Suppe aus Borlotti-Bohnen, passierten Tomaten und Gemüse gegart. Ganze Bohnen sorgen für Biss, Olivenöl und Kräuter für ein herzhaftes, bodenständiges Aroma.

Zum Rezept
Maltagliati ai fagioli: frische Pasta in Bohnensuppe
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte, Suppen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Pürieren und Mixen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Hälfte der Bohnensuppe wird püriert und gibt der Minestra eine sämige Konsistenz, während die übrigen Bohnen für Struktur sorgen.
  • Die frischen Maltagliati garen direkt in der Suppe und nehmen deren Tomaten-, Kräuter- und Gemüsearomen auf.
  • Salbei und Rosmarin aromatisieren die Bohnenbasis, ohne den klaren Charakter des Gerichts zu überdecken.
  • Das zusätzliche Olivenöl beim Servieren bringt fruchtige Noten und eine geschmeidige Oberfläche.

Maltagliati ai fagioli verbindet frische, ungefüllte Eierpasta mit cremig pürierten und ganzen Borlotti-Bohnen. Die diagonal geschnittenen Teigrauten garen direkt in der Suppe und nehmen dabei ihren herzhaften Geschmack auf. Serviert wird die Minestra heiß, löffeldick und mit einem letzten Schuss nativem Olivenöl extra.

Sämige, löffeldicke Suppe mit cremiger Bohnenbasis, ganzen weichen Bohnen und unregelmäßigen, noch leicht bissfesten Pastastücken. Tomate, Sellerie und Kräuter geben herzhafte Tiefe, während Olivenöl für einen runden, fruchtigen Abschluss sorgt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig herstellen und ruhen lassen

    Mehl auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde formen und das Ei hineingeben. Mit einer Gabel verrühren, anschließend alles zu einem festen Teig verkneten. Den Teig 8 bis 10 Minuten weiterkneten, bis er glatt und elastisch ist. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Die Ruhezeit erleichtert das spätere Ausrollen des Teigs.
  2. Maltagliati schneiden

    Den Teig halbieren und mit Nudelholz oder Pastamaschine zu dünnen Platten von etwa 1 mm Dicke ausrollen. Mit Hartweizengrieß bestäuben, die Platten locker übereinanderlegen und zunächst in breite Streifen schneiden. Diese anschließend schräg in unregelmäßige Rauten von etwa 2 bis 4 cm schneiden. Die Maltagliati auseinanderziehen und bis zur Verwendung leicht bemehlt liegen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Teigstücke sind etwa 1 mm dünn, auseinandergezogen und leicht bemehlt.

    • Die unregelmäßige Form gehört zum Charakter der Maltagliati.
  3. Gemüse und Kräuter dünsten

    Zwiebel, Möhre und Sellerie sehr fein würfeln. 15 ml Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch, Salbei und Rosmarin zugeben und 1 Minute mitdünsten.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich gedünstet, ohne stark zu bräunen.

    • Bei niedriger bis mittlerer Hitze entwickeln die Gemüsewürfel ihr Aroma, ohne zu verbrennen.
  4. Bohnenbasis köcheln lassen

    Die passierten Tomaten einrühren und 3 Minuten köcheln lassen. 250 g Borlotti-Bohnen und 1 l Gemüsebrühe zugeben, mit dem Salz würzen und alles 12 Minuten sanft köcheln lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnenbasis köchelt sanft und ist aromatisch verbunden.

  5. Suppe pürieren und vervollständigen

    Salbei und Rosmarinzweig entfernen. Etwa die Hälfte der Suppe mit dem Stabmixer direkt im Topf sämig pürieren. Die übrigen Bohnen und die restlichen 100 ml Gemüsebrühe einrühren und alles wieder zum leichten Kochen bringen.

    Daran erkennst du es: Etwa die Hälfte der Suppe ist sämig püriert, während ganze Bohnen erhalten bleiben.

    • Den Stabmixer vollständig in die Suppe eintauchen, bevor püriert wird.
  6. Maltagliati in der Suppe garen

    Die frischen Maltagliati direkt in die Bohnensuppe geben. Unter vorsichtigem Rühren 4 bis 6 Minuten garen, bis die Pasta weich, aber noch bissfest ist. Falls die Minestra zu dick wird, schluckweise etwas Wasser einrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist weich, aber noch bissfest.

    • Vorsichtig rühren, damit die frischen Teigstücke nicht zerreißen.
  7. Ruhen lassen und servieren

    Den Topf vom Herd nehmen, mit dem schwarzen Pfeffer würzen und die Minestra 3 Minuten ruhen lassen. Auf vier Teller verteilen und mit den restlichen 5 ml Olivenöl beträufeln. Heiß und löffeldick servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Minestra ist heiß, löffeldick und servierbereit.

    • Das kurze Ruhen lässt die Pasta und die Suppe geschmacklich zusammenfinden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Pasta direkt in der Suppe garen: Die frischen Maltagliati werden nicht separat gekocht, sondern direkt in der Bohnensuppe gegart. Dadurch nehmen sie den Geschmack der Minestra auf und binden die Suppe leicht.
  • Sämigkeit und Biss: Durch das Pürieren etwa der halben Suppe entsteht eine cremige Basis, während die übrigen Bohnen ganz bleiben.
  • Olivenöl aufteilen: Von den insgesamt 20 ml Olivenöl werden 15 ml zum Dünsten verwendet; die restlichen 5 ml kommen erst beim Servieren darüber.

Zutatenwissen

Bohnen aufteilen

Von den 400 g Borlotti-Bohnen werden zunächst 250 g mit der Brühe gekocht. Die restlichen 150 g werden nach dem Pürieren wieder eingerührt, damit ganze Bohnen erhalten bleiben.

Zum Bestäuben verwenden

Der Hartweizengrieß verhindert beim Ausrollen und Übereinanderlegen, dass die dünnen Teigplatten stark zusammenkleben.

Zwei Verwendungszwecke

Das Olivenöl wird sowohl für das sanfte Dünsten des Gemüses als auch zum abschließenden Beträufeln der servierten Minestra verwendet.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl Type 405 statt Type 00

Für den Teig 200 g Weizenmehl Type 405 statt Type 00 verwenden; die übrigen Zutaten unverändert lassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Maltagliati bleiben im Inneren hart oder wirken teigig.

Den Teig dünn ausrollen und die Stücke anschließend vollständig auseinanderziehen.

Die Pasta vorsichtig weiter in der Suppe garen und bei Bedarf schluckweise Wasser ergänzen.

Die Suppe wird sehr fest und lässt sich kaum löffeln.

Die Minestra während des Pastagarens beobachten und bei Bedarf etwas Wasser einrühren.

Schluckweise Wasser einrühren, bis die gewünschte löffeldicke Konsistenz erreicht ist.

Die Maltagliati werden weich und verlieren ihren Biss.

Nach 4 Minuten erstmals prüfen und die Pasta weich, aber noch bissfest vom Herd nehmen.

Die Suppe enthält harte Kräuterstiele oder einen zu intensiven Kräutergeschmack.

Beide Kräuter vor dem Mixen aus dem Topf nehmen.

Sichtbare Kräuterstiele entfernen und die Suppe gegebenenfalls nochmals kurz pürieren.

Varianten

Suppigere Minestra

Die Minestra wird mit etwas zusätzlichem Wasser weniger dick und flüssiger serviert.

Servieren und kombinieren

  • Heiß und löffeldick servieren: Die Minestra direkt nach der dreiminütigen Ruhezeit auf vier Teller verteilen und mit den restlichen 5 ml Olivenöl beträufeln.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl und Hartweizengrieß werden für die frische Pasta verwendet.
  • Eier: enthält · Ei ist Bestandteil des Maltagliati-Teigs.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Type 00 und Type 405 verwenden?

Ja. Für den Teig sind 200 g Weizenmehl Type 00 oder Type 405 vorgesehen.

Wie werden Maltagliati geschnitten?

Die Teigplatten werden etwa 1 mm dünn ausgerollt, in breite Streifen und anschließend schräg in unregelmäßige Rauten von etwa 2 bis 4 cm geschnitten.

Wie bleibt die Minestra löffeldick?

Etwa die Hälfte der Suppe wird püriert. Wenn die Pasta beim Garen zu viel Flüssigkeit bindet, schluckweise etwas Wasser einrühren.

Warum werden die Bohnen aufgeteilt?

Ein Teil der Borlotti-Bohnen wird mit der Brühe gekocht und anschließend teilweise püriert. Die übrigen Bohnen werden danach ganz eingerührt und sorgen für Biss.

Aus unserer Küche

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