Su Mazzamurru

Sardische Ofen-Lasagne

Sardische Ofen-Lasagne aus altbackenem Brot, Tomatensauce, Brühe und Pecorino Sardo. Die weichen Brotschichten werden mit warmer Brühe saftig gemacht, mit Sauce und Käse geschichtet und goldbraun überbacken.

Zum Rezept
Su Mazzamurru: sardische Brot-Lasagne aus dem Ofen
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 115 Minuten
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Altbackenes Brot nimmt die warme Brühe auf und wird weich, ohne bei kurzer Einweichzeit vollständig zu zerfallen.
  • Die kräftige Tomatensauce verbindet die Brotschichten und sorgt für Saftigkeit und Würze.
  • Pecorino Sardo bringt eine herzhafte, leicht salzige Käsenote und eine goldbraune Oberfläche.
  • Das Backen in der Form verbindet Brot, Sauce und Käse zu einer zusammenhängenden, löffelbaren Ofenspeise.

Su Mazzamurru bringt kräftiges Brot vom Vortag in eine saftige, herzhafte Ofenform. Die Brotscheiben werden mit warmer Brühe getränkt, zwischen Tomatensauce, Pecorino und Basilikum geschichtet und anschließend überbacken. Warm aus der Form serviert, eignet sich das sardische Gericht besonders gut als erster Gang.

Saftige, weiche Brotschichten treffen auf aromatische Tomatensauce, würzigen Pecorino und frisches Basilikum. Die Oberfläche wird goldbraun und leicht knusprig, während das Innere warm, weich und herzhaft bleibt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Brühe und Tomatensauce zubereiten

  1. Brühe ansetzen und köcheln lassen

    Möhre, Sellerie und Zwiebel grob zerkleinern. Mit Wasser, Petersilie, Lorbeerblatt und Salz in den großen Topf geben. Aufkochen und anschließend 60 Minuten leise köcheln lassen. Die Brühe durch ein Sieb gießen und warm halten.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gemüsearomen sind in die Brühe übergegangen und die Flüssigkeit ist klar abgegossen.

    • Die Brühe nach dem Abgießen warm halten, damit das Brot beim Einweichen nicht auskühlt.

    Wichtig: Beim Abgießen und Warmhalten vorsichtig mit der heißen Brühe arbeiten.

  2. Tomatensauce kochen

    Während die Brühe kocht, das Olivenöl im zweiten Topf erhitzen. Die gehackte Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Passierte Tomaten und Salz einrühren und die Sauce 35 bis 40 Minuten offen leise köcheln lassen. Die Basilikumblätter in den letzten 5 Minuten einlegen und vor dem Schichten wieder herausnehmen.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist aromatisch eingekocht und an den Rändern nicht mehr wässrig.

    • Die Sauce offen köcheln lassen, damit sie konzentriert bleibt.
    • Die Basilikumblätter vor dem Schichten entfernen.

Brot einweichen und Form vorbereiten

  1. Brotscheiben mit Brühe tränken

    Das Brot in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die warme Brühe in eine breite, flache Schale geben. Die Brotscheiben nebeneinander hineinlegen, mit der Brühe übergießen und 2 bis 3 Minuten ziehen lassen. Sie sollen weich werden, aber nicht zerfallen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brotscheiben sind weich und saftig, behalten aber ihre Form.

    • Die Brotscheiben nicht übereinanderlegen, damit sie gleichmäßig Brühe aufnehmen.
    • Bei sehr trockenem Brot besonders auf die kurze Einweichzeit achten.

    Wichtig: Die Brühe vor dem Einweichen etwas abkühlen lassen, sodass sie noch warm, aber sicher handhabbar ist.

  2. Backofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form von etwa 24 x 30 cm dünn mit etwas Tomatensauce ausstreichen.

    180 °C
    • Die Form vollständig mit einer dünnen Saucenschicht bedecken, damit die erste Brotschicht nicht anhaftet.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Hantieren mit der Form auf die heiße Ofenumgebung achten.

Su Mazzamurru schichten und backen

  1. Erste Schicht einlegen

    Die eingeweichten Brotscheiben, die Tomatensauce und den Pecorino gedanklich in drei Brotschichten sowie vier Portionen Sauce und Käse aufteilen. Eine erste Brotschicht in die Form legen. Mit Tomatensauce, Pecorino, einigen Basilikumblättern und etwas schwarzem Pfeffer bedecken.

    Daran erkennst du es: Die erste Brotschicht liegt möglichst geschlossen und gleichmäßig in der Form.

    • Die Brotscheiben dicht aneinanderlegen, damit die Schichten zusammenhalten.
  2. Weitere Schichten aufbauen

    Zwei weitere Brotschichten auflegen und jeweils mit Tomatensauce, Pecorino, Basilikum und Pfeffer bedecken. Die letzte Schicht mit der restlichen Tomatensauce und dem übrigen Pecorino abschließen.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist vollständig mit Sauce und Pecorino bedeckt.

    • Sauce und Käse gleichmäßig verteilen, damit die Oberfläche geschlossen überbacken kann.
  3. Auflauf überbacken

    Den Auflauf 20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce an den Rändern leicht blubbert.

    20 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert leicht an den Rändern.

    • Während der Backzeit kann der Tisch vorbereitet werden.

    Wichtig: Die Form nur mit Ofenhandschuhen aus dem heißen Backofen nehmen.

Ruhen lassen und servieren

  1. In der Form ruhen lassen

    Su Mazzamurru aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Anschließend warm als ersten Gang servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schichten haben sich etwas gesetzt und lassen sich aus der Form entnehmen.

    • Die Ruhezeit hilft, die Brotschichten zu stabilisieren und die Wärme gleichmäßig zu verteilen.

    Wichtig: Die Form bleibt auch nach dem Backen heiß; beim Servieren vorsichtig anfassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zeit sparen: Brühe und Tomatensauce können parallel in zwei Töpfen zubereitet werden. So bleibt die Gesamtzeit trotz der langen Kochdauer überschaubar.
  • Einweichzeit beachten: Das Brot nur 2 bis 3 Minuten in der warmen Brühe ziehen lassen. Es soll weich und saftig werden, aber beim Schichten noch seine Form behalten.
  • Sauce offen einkochen: Die Tomatensauce ohne Deckel leise köcheln lassen, damit sie konzentriert bleibt und die Brotschichten nicht unnötig verwässert.
  • Vor dem Servieren ruhen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit in der Form gibt den Schichten mehr Stabilität und macht das Gericht angenehmer zu portionieren.

Zutatenwissen

Pane Civraxiu ersetzen

Pane Civraxiu ist ein sardisches Hartweizenbrot. Kräftiges, vollständig ausgekühltes Sauerteigbrot eignet sich als Alternative und wird ähnlich saftig, bringt aber eine etwas säuerlichere Note mit.

Pecorino Sardo

Mittel gereifter Pecorino Sardo liefert eine herzhafte, leicht salzige Käsenote und eine goldbraune Oberfläche. Pecorino Romano ist eine kräftigere und meist salzigere Alternative.

Basilikum getrennt verwenden

Die zwölf Basilikumblätter für die Sauce werden vor dem Schichten wieder herausgenommen. Die acht Blätter für die Schichten bleiben als frische Würze im Auflauf.

Sinnvolle Alternativen

Kräftiges Sauerteigbrot

Das Gericht wird ähnlich saftig, erhält aber eine etwas säuerlichere Brotnote.

Vollständig ausgekühltes, kräftiges Sauerteigbrot verwenden und wie Pane Civraxiu in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden.

Pecorino Romano

Der Geschmack wird meist salziger und etwas kräftiger.

Pecorino Romano fein reiben und in derselben Menge schichten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Brotschichten zerfallen oder der Auflauf wird sehr weich.

Die Scheiben nur 2 bis 3 Minuten ziehen lassen und darauf achten, dass sie weich, aber noch formstabil sind.

Sehr weiche Scheiben vorsichtig schichten und die Oberfläche besonders gut mit Sauce und Käse bedecken; die Form anschließend vollständig backen und die Ruhezeit einhalten.

Der Auflauf bleibt zwischen den Schichten wässrig.

Die Sauce 35 bis 40 Minuten offen leise köcheln lassen, bis sie deutlich aromatischer und konzentrierter ist.

Vor dem Schichten einen Teil der Sauce kurz weiter offen einkochen lassen.

Die Portionen fallen beim Servieren auseinander.

Die Scheiben dicht nebeneinanderlegen und Sauce sowie Käse gleichmäßig verteilen.

Die Form nach dem Backen mindestens zehn Minuten ruhen lassen, damit sich die Schichten stabilisieren.

Die Oberfläche wird zu dunkel, bevor die Schichten vollständig heiß sind.

Bei 180 °C Ober-/Unterhitze backen und die Oberfläche geschlossen mit Sauce und Pecorino bedecken.

Die Form bei Bedarf locker abdecken und bis zum Blubbern der Sauce weiterbacken.

Varianten

Su Mazzamurru mit Sauerteigbrot

Kräftiges, vollständig ausgekühltes Sauerteigbrot ersetzt Pane Civraxiu und gibt dem Auflauf eine leicht säuerliche, rustikale Note.

Servieren und kombinieren

  • Warm als erster Gang: Su Mazzamurru zehn Minuten in der Form ruhen lassen und warm als ersten Gang servieren. Die weichen Brotschichten und die goldbraune Käsekruste kommen frisch aus dem Ofen am besten zur Geltung.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Pane Civraxiu beziehungsweise Sauerteigbrot wird aus Getreide hergestellt und enthält typischerweise Gluten.
  • Milch: enthält · Pecorino Sardo ist ein Schafskäse und damit ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Su Mazzamurru?

Su Mazzamurru ist eine sardische Ofen-Lasagne aus altbackenem Brot, Brühe, Tomatensauce und Pecorino. Die Brotschichten werden eingeweicht, geschichtet und im Ofen überbacken.

Welches Brot eignet sich für Su Mazzamurru?

Am besten eignet sich altbackenes Pane Civraxiu. Kräftiges, vollständig ausgekühltes Sauerteigbrot ist eine passende Alternative und wird ähnlich saftig.

Kann man Pecorino Sardo ersetzen?

Ja. Pecorino Romano kann in derselben Menge verwendet werden. Er schmeckt meist salziger und etwas kräftiger.

Warum sollte das Brot altbacken sein?

Altbackenes Brot nimmt die warme Brühe und die Tomatensauce gut auf, ohne bei kurzer Einweichzeit sofort zu zerfallen.

Aus unserer Küche

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