Stringozzi alla Reatina

Handgerollte Pasta aus Latium

Handgerollte, kräftige Pasta aus dem Raum Rieti und der Sabina mit würzigem Tomatensugo, Knoblauch, Peperoncino, Pecorino Romano und Petersilie.

Zum Rezept
Stringozzi alla Reatina – kräftige Pasta aus Latium
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 95 Minuten
Menge Für 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der feste Wasser-Mehl-Teig lässt sich zu kräftigen, rustikalen Nudeln formen, die den Sugo gut aufnehmen.
  • Das offene Einkochen konzentriert die passierten Tomaten und verbindet sie mit dem aromatisierten Olivenöl.
  • Pecorino Romano bringt salzige Würze und Schafskäsearoma, während Petersilie für einen frischen Abschluss sorgt.

Stringozzi alla Reatina sind rustikale, lange Nudeln aus einem einfachen Wasser-Mehl-Teig. Die etwas dickeren, handgeschnittenen Streifen nehmen den aromatischen Tomatensugo besonders gut auf. Knoblauch, getrocknete Chilischote, Pecorino Romano und Petersilie geben dem bodenständigen Pastagericht aus Latium sein herzhaftes Profil.

Die Stringozzi sind weich und zugleich bissfest, mit einer angenehm kräftigen, rustikalen Textur. Der Sugo schmeckt fruchtig und würzig, begleitet von warmem Knoblaucharoma und milder bis deutlicher Chilischärfe. Pecorino Romano sorgt für einen salzigen, herzhaften Nachhall, Petersilie für Frische.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen und formen

  1. Teig kneten

    Weizenmehl und 6 g Salz auf der Arbeitsfläche mischen. Das lauwarme Wasser nach und nach einarbeiten und alles 8–10 Minuten zu einem glatten, festen und elastischen Teig verkneten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und elastisch.

    • Das Wasser portionsweise zugeben, damit der Teig nicht zu weich wird.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, mit einer Schüssel oder einem sauberen Tuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach der Ruhezeit leichter ausrollen.

    • Während der Ruhezeit kann der Sugo vorbereitet werden.
  3. Stringozzi formen

    Den Teig in zwei Stücke teilen und jeweils mit dem Nudelholz etwa 2–3 mm dick ausrollen. Die Teigplatten leicht mit Mehl bestäuben, locker aufrollen und in 3–4 mm breite, lange Streifen schneiden. Die Streifen auseinanderziehen und auf der Arbeitsfläche zu rustikalen, etwa 25–30 cm langen Stringozzi formen.

    Daran erkennst du es: Die Nudeln sind gleichmäßig breit und nicht miteinander verklebt.

    • Die Streifen nur locker aufrollen, damit sie sich nach dem Schneiden wieder gut lösen.

Tomatensugo zubereiten

  1. Sugo einkochen

    Das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauchzehen und Chilischote 1–2 Minuten darin ziehen lassen, ohne den Knoblauch dunkel werden zu lassen. Passierte Tomaten und 5 g Salz dazugeben und den Sugo etwa 20 Minuten offen leise einkochen lassen. Knoblauch und Chilischote anschließend entfernen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sugo ist leicht eingedickt und der Knoblauch ist nicht dunkel geworden.

    • Den Sugo während des Pastakochens warm halten, damit die Pasta direkt in die Pfanne gegeben werden kann.

    Wichtig: Beim Erwärmen des Öls darauf achten, dass der Knoblauch nicht verbrennt.

Pasta kochen und servieren

  1. Stringozzi kochen

    Das Wasser mit 30 g Salz zum Kochen bringen. Die Stringozzi hineingeben und 6–8 Minuten garen, bis sie weich, aber noch bissfest sind. Vor dem Abgießen etwa 100 ml Kochwasser beiseitestellen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist weich, aber im Kern noch bissfest.

    • Die Pasta erst kurz vor dem Abgießen probieren, weil die Garzeit von der Teigdicke abhängt.

    Wichtig: Kochendes Wasser und aufsteigenden Dampf vorsichtig handhaben.

  2. Pasta mit Sugo verbinden

    Die Pasta direkt in die Pfanne zum Tomatensugo geben und 1–2 Minuten durchschwenken. Falls der Sugo zu fest wirkt, etwas vom beiseitegestellten Kochwasser ergänzen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist gleichmäßig mit Sugo überzogen und der Sugo haftet an den Nudeln.

    • Nur nach und nach Kochwasser ergänzen, damit der Sugo nicht zu dünn wird.
  3. Anrichten und servieren

    Die Stringozzi auf Teller verteilen, mit Pecorino Romano und Petersilie bestreuen und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Pasta wird heiß und frisch mit Käse und Petersilie serviert.

    • Den Pecorino unmittelbar vor dem Servieren fein reiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ruhezeit einhalten: Die 30-minütige Ruhezeit macht den feste Teig geschmeidiger und erleichtert das Ausrollen und Schneiden.
  • Arbeitsschritte verbinden: Während der Teig ruht, kann der Tomatensugo vorbereitet werden. So lässt sich die Gesamtzeit effizient nutzen.
  • Kochwasser aufbewahren: Etwas stärkehaltiges Kochwasser hilft, einen zu festen Sugo beim Durchschwenken geschmeidiger zu machen.

Zutatenwissen

Pecorino Romano

Der gereifte Schafskäse bringt eine kräftige, leicht salzige Würze in das Gericht. Er ist meist im gut sortierten Supermarkt, an der Käsetheke oder im italienischen Lebensmittelhandel erhältlich.

Getrocknete Chilischote

Die getrocknete Chilischote aromatisiert das Olivenöl und gibt dem Sugo eine pikante Note. Sie wird vor dem Servieren wieder entfernt.

Sinnvolle Alternativen

anderer gereifter Pecorino

Der Geschmack kann je nach Käse etwas milder oder herzhafter ausfallen.

Den Pecorino Romano in gleicher Menge durch einen anderen gereiften Pecorino ersetzen und den Käse fein reiben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Knoblauch wird dunkel oder bitter.

Knoblauch und Chilischote nur 1–2 Minuten bei mittlerer Hitze ziehen lassen und den Knoblauch nicht dunkel werden lassen.

Den Sugo mit frischem Olivenöl und neuen Aromaten ansetzen, wenn der Knoblauch deutlich bitter schmeckt.

Die Stringozzi kleben nach dem Schneiden zusammen.

Die Teigplatten nur leicht mit Mehl bestäuben, locker aufrollen und die geschnittenen Streifen wieder auseinanderziehen.

Die Streifen vorsichtig voneinander lösen und leicht mit Mehl bestäuben.

Die Pasta wird weich statt bissfest.

Nach etwa 6 Minuten probieren und die Pasta abgießen, sobald sie weich, aber noch bissfest ist.

Die Pasta sofort abgießen und direkt mit dem Sugo durchschwenken, damit sie nicht weiter im Kochwasser gart.

Der Sugo haftet nicht gut an den Nudeln oder wirkt zu fest.

Etwa 100 ml Kochwasser zurückbehalten und beim Durchschwenken bei Bedarf nach und nach ergänzen.

Esslöffelweise Kochwasser einarbeiten, bis der Sugo wieder geschmeidig an der Pasta haftet.

Servieren und kombinieren

  • Mit Pecorino und Petersilie servieren: Die Stringozzi sofort heiß auftragen und mit fein geriebenem Pecorino Romano sowie gehackter glatter Petersilie bestreuen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl ist Bestandteil des Pastateigs.
  • Milch: enthält · Pecorino Romano ist ein Käse aus Schafsmilch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie werden Stringozzi geformt?

Der Teig wird 2–3 mm dick ausgerollt, locker aufgerollt und in 3–4 mm breite Streifen geschnitten. Anschließend werden die Streifen auseinandergezogen und zu etwa 25–30 cm langen, rustikalen Nudeln geformt.

Wann sind die Stringozzi gar?

Nach 6–8 Minuten Kochzeit sollen sie weich, aber noch bissfest sein. Die genaue Zeit hängt von der Dicke der handgeschnittenen Nudeln ab.

Was hilft, wenn der Tomatensugo zu fest ist?

Etwas vom zurückbehaltenen Kochwasser unter den Sugo rühren und die Pasta anschließend direkt in der Pfanne durchschwenken.

Aus unserer Küche

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