Rosinen gut ausdrücken
Nach dem Quellen die Rosinen gründlich ausdrücken, damit keine zusätzliche Flüssigkeit die Bindung der Fleischmasse schwächt.
Fleischbällchen im Sugo, Kampanien
Saftige neapolitanische Fleischbällchen aus Rind und Schwein mit Rosinen und Pinienkernen, goldbraun frittiert und im Tomatensugo fertig gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Polpette al sugo alla napoletana verbinden eine würzige Fleischmasse mit der süß-nussigen Note von Rosinen und Pinienkernen. Die Bällchen werden zunächst frittiert und anschließend im aromatischen Tomatensugo sanft fertig gegart.
Außen goldbraun und leicht fest, innen saftig und weich. Der Tomatensugo schmeckt fruchtig und würzig, während Rosinen für milde Süße und Pinienkerne für nussigen Biss sorgen.
Schritt für Schritt
Die Brotkrume in der Milch 10 Minuten einweichen. Die Rosinen separat im warmen Wasser 15 Minuten quellen lassen. Brot und Rosinen anschließend jeweils gut ausdrücken.
Daran erkennst du es: Brot und Rosinen sind weich und gut ausgedrückt.
Rinder- und Schweinehackfleisch mit dem Salz für die Fleischmasse und dem schwarzen Pfeffer vermengen. Brot, Ei, Parmigiano, ausgedrückte Rosinen, Pinienkerne, den gehackten Knoblauch und die Petersilie hinzufügen. Alles zu einer gleichmäßigen, bindenden Masse verkneten.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und bindet beim Zusammendrücken.
Die Schüssel abdecken und die Fleischmasse 45–60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dadurch lässt sie sich später besser formen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gut gekühlt und formbar.
Wichtig: Die Fleischmasse während der Ruhezeit vollständig gekühlt halten.
Aus der Masse etwa 12 gleich große Polpette von jeweils ungefähr 75 g formen. Die Bällchen mit den Händen leicht verdichten, aber nicht hart zusammendrücken.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind gleichmäßig geformt und halten ihre Form.
Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bei niedriger bis mittlerer Hitze weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Basilikumblätter und die mit einem Kochlöffel zerdrückten geschälten Tomaten hinzufügen, salzen und den Sugo 40–45 Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist aromatisch, leicht eingedickt und bewegt sich nur sanft.
Während der Sugo köchelt, das Erdnussöl in einem schmalen, hohen Topf auf 170 °C erhitzen. Die Polpette portionsweise 3–4 Minuten frittieren und dabei wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Sie müssen innen noch nicht vollständig durchgegart sein. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Polpette sind rundum goldbraun und noch nicht zwingend vollständig durchgegart.
Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und die Polpette vorsichtig in den Topf geben.
Die frittierten Polpette vorsichtig in den heißen Tomatensugo legen. Bei niedriger Hitze 12–15 Minuten sanft weitergaren und die Bällchen nach der Hälfte der Zeit behutsam wenden.
Daran erkennst du es: Die Polpette sind vollständig durchgegart und vom Sugo umhüllt.
Die Polpette kurz ruhen lassen und mit reichlich heißem Tomatensugo servieren.
Daran erkennst du es: Die Polpette sind heiß servierfertig und der Sugo umhüllt sie vollständig.
Gut zu wissen
Nach dem Quellen die Rosinen gründlich ausdrücken, damit keine zusätzliche Flüssigkeit die Bindung der Fleischmasse schwächt.
Die eingeweichte Brotkrume vor dem Vermengen gut ausdrücken. So bleibt die Masse bindend und lässt sich sauber formen.
Die beiden Salzmengen sind für unterschiedliche Zubereitungsteile vorgesehen: 7 g für die Fleischmasse und 5 g für den Sugo.
Der Geschmack wird etwas milder, die Bindung und die würzige Käsenote bleiben erhalten.
Parmigiano Reggiano im gleichen Gewicht durch geriebenen Grana Padano ersetzen und wie angegeben in die Fleischmasse geben.
Das Frittieröl bleibt neutral im Geschmack; die nussige Note des Erdnussöls fällt weg.
Das Erdnussöl im gleichen Volumen durch raffiniertes Sonnenblumenöl ersetzen und ebenfalls auf 170 °C erhitzen.
Die Polpette werden kräftiger im Geschmack und können etwas magerer und trockener ausfallen.
Das Schweinehackfleisch im gleichen Gewicht durch Rinderhackfleisch ersetzen und die Masse besonders behutsam verkneten.
Nur bis zur gleichmäßigen Bindung kneten und die Polpette anschließend locker verdichten.
Die bereits geformten Bällchen nicht weiter bearbeiten; beim Garen vorsichtig wenden, damit sie nicht zusätzlich verdichtet werden.
Die Öltemperatur kontrollieren und portionsweise frittieren.
Die Hitze reduzieren und die nächsten Portionen erst bei stabiler Temperatur frittieren.
Brot, Ei und Parmigiano vollständig einarbeiten, die Masse kühlen und die Polpette im Sugo erst nach einiger Zeit behutsam wenden.
Aufgebrochene Stücke im Sugo belassen und möglichst wenig weiter bewegen; der Sugo hält die Masse zusammen.
Zwiebel und Knoblauch nur weich dünsten und den Sugo anschließend leise köcheln lassen.
Den nicht angebrannten Teil vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen und dort weitergaren.
Häufig gefragt
Durch das Einweichen werden die Rosinen weicher und lassen sich gleichmäßiger in der Fleischmasse verteilen. Anschließend sollten sie gut ausgedrückt werden.
Die Brotkrume wird in Milch eingeweicht, die Rosinen in warmem Wasser. So können beide Zutaten anschließend separat gut ausgedrückt werden, ohne die Bindung der Fleischmasse zu verwässern.
Nein. Beim Frittieren sollen sie zunächst rundum goldbraun werden. Anschließend garen sie 12–15 Minuten im heißen Tomatensugo fertig.
Ja. Der Sugo kann leise köcheln, während die Polpette portionsweise frittiert werden. Diese parallelen Arbeitsschritte verkürzen die Gesamtzeit.
Die Masse zu etwa 12 gleich großen Bällchen formen und nur leicht verdichten. Sie sollten zusammenhalten, aber nicht hart zusammengedrückt werden.
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