Pizza Cosacca

Neapolitanische Pizza, Kampanien

Pizza Cosacca ist eine neapolitanische Pizza aus Kampanien mit dünnem 24-Stunden-Teig, süßlicher Tomate, Pecorino Romano, Basilikum und schwarzem Pfeffer. Sie kommt ohne Mozzarella aus und wird direkt heiß serviert.

Zum Rezept
Pizza Cosacca: Neapolitanische Pizza ohne Mozzarella
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 32 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 23 Stunden
Gesamtzeit ca. 1 Tag 1 Std.
Menge 4 runde Pizzen à etwa 28 cm
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Teigführung über 24 Stunden gibt dem Teig Zeit, Aroma und eine elastische, gut formbare Struktur zu entwickeln.
  • Tomate, Pecorino Romano, Basilikum und schwarzer Pfeffer bilden einen konzentrierten Belag, bei dem jede Zutat deutlich hervortritt.
  • Der Verzicht auf Mozzarella hält die Oberfläche leichter und lässt die salzige Würze des Pecorino Romano stärker zur Geltung kommen.
  • Das Backen auf einem vorgeheizten Stahl, Stein oder schweren Blech unterstützt einen knusprigen Boden und einen kräftig gebräunten Rand.

Pizza Cosacca gehört zur neapolitanischen Pizzatradition in Kampanien. Der dünn ausgezogene Teig bekommt einen kräftigen Belag aus Tomate und gereiftem Pecorino Romano, ergänzt durch Basilikum, schwarzen Pfeffer und etwas Olivenöl. Durch die lange Teigführung und den sehr heißen Ofen entsteht eine Pizza mit luftigem Rand und aromatischem, klar definiertem Belag.

Die Pizza duftet nach geröstetem Teig, Tomate und würzigem Schafskäse. Der Rand wird außen kräftig gebräunt und bleibt im Inneren luftig, während der dünne Boden leicht knusprig ist. Die Tomate schmeckt fruchtig, der Pecorino salzig und intensiv, Basilikum bringt Frische und schwarzer Pfeffer eine warme Schärfe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig ansetzen und gehen lassen

  1. Hefe anrühren

    350 ml vom kalten Wasser in die große Schüssel geben und die frische Hefe darin auflösen. Nach und nach das Weizenmehl einarbeiten, bis ein grober Teig entsteht.

    Daran erkennst du es: Ein grober, noch nicht vollständig glatter Teig ist entstanden.

  2. Teig kneten

    Das Salz im restlichen Wasser auflösen und nach und nach unterkneten. Den Teig 8–10 Minuten von Hand kneten, bis er glatt, elastisch und nur noch leicht klebrig ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nur noch leicht klebrig.

    • Das restliche Wasser portionsweise einarbeiten, damit der Teig die Flüssigkeit gleichmäßig aufnimmt.
  3. Teig ruhen lassen und portionieren

    Die Schüssel abdecken und den Teig 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen. Anschließend den Teig in 4 gleich große Stücke teilen und jedes Stück zu einer glatten Kugel formen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche wirkt nach der Ruhe entspannter und lässt sich portionieren.

    • Die Teigkugeln möglichst gleich groß portionieren, damit sie später ähnlich lange backen.
  4. Kalte Gare

    Die Teigkugeln in eine gut verschlossene Box setzen und 18 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

    18 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Teigkugeln sind sichtbar aufgegangen und bleiben unter der Abdeckung feucht.

    • Die Box gut verschließen, damit die Teigoberfläche während der langen Gare nicht austrocknet.

Belag vorbereiten und Ofen vorheizen

  1. Tomatensauce und Belag vorbereiten

    Die geschälten Tomaten mit den Händen oder einer Gabel zerdrücken und mit 4 g Salz sowie 20 ml Olivenöl verrühren. Den Pecorino fein reiben und den schwarzen Pfeffer frisch mahlen.

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind grob zerdrückt und gleichmäßig gewürzt.

    • Die Tomaten nicht zu fein pürieren; eine leicht stückige Sauce lässt sich gut auf dem Teig verteilen.
  2. Ofen und Backfläche vorheizen

    Einen Pizzastahl, Pizzastein oder ein umgedrehtes schweres Backblech auf einem Rost im unteren Drittel des Ofens platzieren. Den Ofen mindestens 45 Minuten auf der höchsten Einstellung vorheizen, idealerweise bei 250 °C Ober-/Unterhitze.

    45 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Die Backfläche ist vollständig durchgeheizt.

    • Die lange Vorheizzeit ist besonders wichtig, wenn ein schwerer Stahl, Stein oder ein dickes Blech verwendet wird.

    Wichtig: Heiße Backflächen und Ofenwände nur mit geeignetem Hitzeschutz handhaben.

Pizzen formen, backen und servieren

  1. Teig ausformen

    Die Teigkugeln 4 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen und zugedeckt bei Raumtemperatur weitergehen lassen. Zum Formen eine Teigkugel auf etwas Hartweizengrieß setzen und sie mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen zu einem etwa 28 cm großen Kreis drücken. Einen etwas dickeren Rand stehen lassen und kein Nudelholz verwenden.

    4 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Teigscheibe ist etwa 28 cm groß und besitzt einen etwas dickeren Rand.

    • Von der Mitte nach außen arbeiten, damit die Luft im Rand erhalten bleibt.
  2. Pizza belegen

    Die Teigscheibe mit etwa 100 g Tomatensauce bestreichen. Pro Pizza 25 g Pecorino, 4 Basilikumblätter und etwas von dem frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darauf verteilen.

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist dünn und gleichmäßig verteilt, der Rand bleibt frei.

    • Den Belag sparsam verteilen, damit der dünne Teig nicht durchweicht.
  3. Pizza backen

    Die Pizza auf den heißen Stahl, Stein oder das Blech schieben und 5–7 Minuten backen. Falls der Rand noch nicht kräftig gebräunt ist, die Grillfunktion für 1–2 Minuten zuschalten und die Pizza dabei aufmerksam beobachten.

    7 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig gebräunt und der Boden fest gebacken.

    • Die Backzeit kann je nach Ofen und verwendeter Backfläche leicht variieren.

    Wichtig: Beim Zuschalten der Grillfunktion die Pizza aufmerksam beobachten, damit der Rand nicht verbrennt.

  4. Fertigstellen und servieren

    Die fertige Pizza herausnehmen, mit einem Viertel des restlichen Olivenöls beträufeln und sofort servieren. Die übrigen Pizzen nacheinander genauso backen.

    Daran erkennst du es: Die Pizza ist heiß, der Rand gebräunt und das Olivenöl gleichmäßig verteilt.

    • Die Pizzen nacheinander backen und jeweils direkt heiß servieren.

    Wichtig: Die Pizza und die Backfläche sind unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Lange Teigführung: Die Teigkugeln gehen zunächst 1 Stunde bei Raumtemperatur, anschließend 18 Stunden im Kühlschrank und weitere 4 Stunden bei Raumtemperatur. Die 4 Stunden vor dem Backen rechtzeitig einplanen.
  • Backfläche vollständig vorheizen: Stahl, Stein oder schweres Blech mindestens 45 Minuten im Ofen vorheizen. So erhält der Boden beim Einschießen genügend direkte Hitze.
  • Pizzen nacheinander backen: Da die Pizzen einzeln gebacken werden, die nächste Teigkugel erst kurz vor dem Formen ausformen und die fertige Pizza sofort servieren.

Zutatenwissen

Pecorino Romano

Pecorino Romano ist ein gereifter Schafskäse mit kräftiger, salziger Würze. Du findest ihn meist im gut sortierten Supermarkt, im italienischen Feinkostgeschäft oder an der Käsetheke.

Basilikum erst auf der Pizza verteilen

Die frischen Basilikumblätter werden direkt vor dem Backen auf der Pizza verteilt und geben dem kräftigen Käse-Tomaten-Belag ein frisches Aroma.

Sinnvolle Alternativen

Pecorino Sardo

Der Käse schmeckt meist etwas milder als Pecorino Romano, die Pizza bleibt jedoch würzig und vegetarisch.

Pecorino Sardo fein reiben und in derselben Menge wie den Pecorino Romano auf die vier Pizzen verteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig lässt sich nur schwer ausziehen und der Rand bleibt kompakt.

Die Teigkugeln 18 Stunden im Kühlschrank und anschließend 4 Stunden zugedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen.

Die Teigkugel noch etwas länger bei Raumtemperatur entspannen lassen, bevor sie geformt wird.

Die Pizza wird in der Mitte weich oder bleibt trotz gebräuntem Rand schwer.

Etwa 100 g Tomatensauce pro Pizza verwenden und den Belag dünn verteilen.

Die Pizza vollständig ausbacken und vor dem Servieren kurz auf der heißen Backfläche nachziehen lassen.

Der Boden bleibt blass und wenig knusprig.

Die Backfläche mindestens 45 Minuten im maximal vorgeheizten Ofen temperieren.

Die nächste Pizza erst einschießen, wenn die Backfläche wieder vollständig aufgeheizt ist.

Der Rand wird dunkel, bevor der Boden fertig gebacken ist.

Die Grillfunktion nur bei Bedarf für 1–2 Minuten zuschalten und die Pizza dabei im Blick behalten.

Sehr dunkle Stellen vorsichtig entfernen und die nächste Pizza ohne oder mit kürzerer Grillphase backen.

Servieren und kombinieren

  • Direkt heiß servieren: Pizza Cosacca direkt nach dem Backen mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und heiß servieren. So bleiben Boden und Rand am knusprigsten und der Pecorino duftet besonders intensiv.
  • Als Teil eines Pizzaabends: Die vier Pizzen nacheinander backen und jeweils sofort servieren. Die schlichte Kombination aus Tomate, Pecorino, Basilikum und Pfeffer passt besonders gut zu weiteren dünn belegten Pizzen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Teig wird bereits am Vortag angesetzt. Nach 1 Stunde bei Raumtemperatur folgen 18 Stunden im Kühlschrank und 4 Stunden bei Raumtemperatur vor dem Backen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl und Hartweizengrieß sind im Rezept enthalten.
  • Milch: enthält · Pecorino Romano ist ein Schafsmilchkäse.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Enthält Pizza Cosacca Mozzarella?

Nein. Pizza Cosacca wird hier ohne Mozzarella zubereitet und erhält ihre würzige Käsenote ausschließlich durch Pecorino Romano.

Kann Pecorino Romano ersetzt werden?

Ja. Pecorino Sardo ist eine mögliche Alternative und schmeckt meist etwas milder. Er wird in derselben Menge fein gerieben verwendet.

Kann die Pizza ohne Pizzastahl gebacken werden?

Ja. Ein Pizzastein oder ein umgedrehtes schweres Backblech sind ebenfalls geeignet. Wichtig ist, die Backfläche mindestens 45 Minuten vorzuheizen.

Wie lange muss der Teig gehen?

Insgesamt etwa 23 Stunden: 1 Stunde bei Raumtemperatur, 18 Stunden im Kühlschrank und anschließend 4 Stunden bei Raumtemperatur.

Aus unserer Küche

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