Cocule di patate aus dem Salento

Kartoffelnocken aus Salento

Herzhafte Kartoffelnocken mit Brotkrume, Ei und Pecorino, die in würzigem Tomatensugo gebacken und goldbraun gratiniert werden.

Zum Rezept
Cocule di patate aus dem Salento
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 4 Portionen als Hauptgericht, etwa 20 Cocule
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Getreide, Milchprodukte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Mehligkochende Kartoffeln und Brotkrume verbinden sich zu einer formbaren, lockeren Masse.
  • Der Tomatensugo hält die Cocule beim Backen saftig und bringt frische, würzige Säure ins Gericht.
  • Pecorino sorgt sowohl in der Kartoffelmasse als auch gratiniert an der Oberfläche für herzhaften Geschmack.
  • Das Backen in der Sauce verbindet die einzelnen Nocken zu einem aromatischen Ofengericht.

Cocule di patate sind eine salentinische Spezialität aus Apulien: kleine Kartoffelnocken mit Brotkrume, Ei und Pecorino. Sie werden in Tomatensugo gebettet und im Ofen gebacken, bis die Oberfläche goldbraun ist. Aus einfachen Zutaten entsteht ein herzhaftes Gericht mit weicher Mitte, würziger Sauce und kräftiger Käsekruste.

Die Cocule sind innen weich und zart, außen leicht fest und von einer goldbraunen Pecorinokruste bedeckt. Der Tomatensugo ist fruchtig, würzig und sämig; Petersilie, schwarzer Pfeffer und Pecorino geben dem Gericht eine herzhafte, leicht pikante Tiefe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln garen

    Die Kartoffeln gründlich waschen und ungeschält in reichlich Salzwasser etwa 25 bis 30 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und fein zerstampfen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.

    • Die Kartoffeln noch warm pellen und stampfen, damit keine festen Stücke in der Masse bleiben.

    Wichtig: Beim Abgießen und Pellen vorsichtig mit heißem Wasser und Dampf umgehen.

  2. Tomatensugo kochen

    Während die Kartoffeln garen, das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Passierte Tomaten, Salz und Pfeffer dazugeben und den Sugo 15 Minuten leise einkochen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und der Sugo leicht eingedickt.

    • Den Sugo nur sanft köcheln lassen, damit er nicht stark spritzt oder am Topfboden ansetzt.
  3. Kartoffelmasse ansetzen

    Die Kartoffelmasse etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Brotkrume, Ei, 70 g Pecorino, Petersilie, Salz und Pfeffer gründlich unterarbeiten. Die Masse 15 Minuten ruhen lassen, damit die Brotkrume Feuchtigkeit aufnimmt.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist formbar und hält beim Zusammendrücken zusammen.

    • Die Kartoffelmasse vor dem Formen nicht zu warm verarbeiten; die Ruhezeit verbessert ihre Bindung.
  4. Cocule formen

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus der Kartoffelmasse etwa 20 runde Nocken von jeweils ungefähr 4 cm Durchmesser formen.

    190 °C
    • Die Nocken möglichst gleich groß formen, damit sie gleichmäßig durchgaren.
  5. In die Form setzen

    Eine Auflaufform von etwa 20 × 30 cm mit der Hälfte des Tomatensugos ausstreichen. Die Cocule nebeneinander hineinsetzen und mit dem restlichen Sugo bedecken.

    • Die Nocken mit etwas Abstand einsetzen, damit der Sugo rundherum zirkulieren kann.
  6. Backen und gratinieren

    Den übrigen Pecorino darüberstreuen. Die Cocule auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen, bis der Sugo blubbert und die Oberfläche goldbraun gratiniert ist.

    25 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Der Sugo blubbert und die Pecorinokruste ist goldbraun.

    • Die Form erst in den vollständig vorgeheizten Backofen geben.

    Wichtig: Die Auflaufform ist sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.

  7. Ruhen lassen und servieren

    Die Form 5 Minuten ruhen lassen und die Cocule anschließend direkt aus dem Tomatensugo servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sugo hat sich etwas gesetzt und die Cocule lassen sich portionsweise entnehmen.

    • Die Cocule direkt aus der Form servieren, damit sie von reichlich Tomatensugo begleitet werden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kartoffeln warm verarbeiten: Die Kartoffeln nach dem kurzen Ausdampfen noch warm pellen und zerstampfen. So entsteht eine gleichmäßigere Masse ohne größere Stücke.
  • Ruhezeit einhalten: Die 15-minütige Ruhezeit gibt der Brotkrume Zeit, Feuchtigkeit aus der Kartoffelmasse aufzunehmen und verbessert die Formbarkeit.
  • Zeit sparen: Der Tomatensugo kann zubereitet werden, während die Kartoffeln kochen. Dadurch bleibt die Gesamtzeit bei etwa 1 Stunde 50 Minuten.
  • Direkt aus der Form servieren: Die Cocule nach der kurzen Ruhezeit direkt mit dem Tomatensugo aus der Auflaufform servieren.

Zutatenwissen

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln ergeben nach dem Kochen und Stampfen eine trockene, gut formbare Grundlage für die Cocule.

Pecorino aufteilen

Von den insgesamt 100 g Pecorino kommen 70 g in die Kartoffelmasse und 30 g zum Gratinieren auf die Oberfläche.

Brotkrume als Bindung

Die fein geriebene altbackene Brotkrume nimmt während der Ruhezeit Feuchtigkeit auf und stabilisiert die Kartoffelmasse.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kartoffelmasse ist zu weich und lässt sich nicht zu Nocken formen.

Die Kartoffeln nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen und die Masse vor dem Formen 15 Minuten ruhen lassen.

Etwas zusätzliche Brotkrume einarbeiten und die Masse erneut kurz ruhen lassen.

Die Zwiebel schmeckt bitter oder der Sugo wirkt verbrannt.

Die Zwiebel bei mittlerer Hitze weich dünsten, ohne sie zu bräunen.

Bei nur leichter Bräunung den Sugo sofort mit den Tomaten ablöschen; bei verbranntem Geschmack den Sugo neu ansetzen.

Einige Cocule sind innen noch fest, während andere bereits weich sind.

Alle Cocule ungefähr mit 4 cm Durchmesser formen.

Die Oberfläche ist nach der Backzeit noch nicht goldbraun.

Den Backofen vollständig auf 190 °C vorheizen und die Form auf der mittleren Schiene backen.

Die Form kurz weiterbacken, bis der Sugo blubbert und der Pecorino goldbraun ist.

Servieren und kombinieren

  • Als Hauptgericht: Die Cocule direkt aus der Auflaufform als sättigendes Hauptgericht servieren. Der Tomatensugo begleitet jede Nocke und macht eine zusätzliche Sauce überflüssig.
  • Als kleiner erster Gang: Für einen kleinen ersten Gang kleinere Cocule formen und pro Person eine kleinere Portion mit etwas Tomatensugo servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Ei: enthält · Das Rezept enthält ein Ei in der Kartoffelmasse.
  • Milch: enthält · Pecorino ist ein Milchprodukt.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Die Brotkrume besteht aus Brot; die verwendete Getreideart ist nicht näher ausgewiesen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viele Cocule ergeben die angegebene Menge?

Aus der Masse entstehen etwa 20 Cocule mit ungefähr 4 cm Durchmesser, ausreichend für 4 Portionen als Hauptgericht.

Kann der Tomatensugo parallel zu den Kartoffeln zubereitet werden?

Ja. Während die Kartoffeln kochen, kann der Tomatensugo angesetzt und 15 Minuten leise eingekocht werden.

Warum muss die Kartoffelmasse ruhen?

Die Brotkrume nimmt während der 15-minütigen Ruhezeit Feuchtigkeit auf. Dadurch wird die Masse stabiler und lässt sich besser formen.

Woran erkenne ich, dass die Cocule fertig gebacken sind?

Der Tomatensugo soll blubbern und die Pecorinokruste auf der Oberfläche goldbraun gratiniert sein.

Aus unserer Küche

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