Freselle
Die trockenen, zweimal gebackenen Weizenkringel sind in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder beim italienischen Bäcker erhältlich.
Fischsuppe aus Kampanien
Eine kräftige kampanische Fischsuppe mit Miesmuscheln, zartem Polpo und Garnelen in würzigem Tomatensud, serviert auf knuspriger Fresella.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Zuppa di cozze alla napoletana verbindet Miesmuscheln, Polpo und Garnelen mit geschälten Tomaten, Knoblauch und milder Chilischärfe. Der Polpo wird zunächst in Gemüsebrühe gegart, während die Muscheln separat ihren aromatischen Sud freigeben. Anschließend vereinen sich die Meeresfrüchte im Tomatensud und werden auf Freselle angerichtet, die den würzigen Saft aufnehmen.
Die Suppe duftet nach Knoblauch, Olivenöl, Tomate und frischen Meeresfrüchten. Ihr Sud ist würzig, leicht pikant und intensiv maritim; die Miesmuscheln und Garnelen bleiben zart, der Polpo wird weich und die Fresella saugt sich an den Rändern mit heißem Tomatensud voll.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Karotte und Sellerie grob zerkleinern. Wasser, Gemüse, Zitronenscheiben, die Hälfte der Petersilie und 4 g Salz in einem großen Topf aufkochen. Den Polpo am Kopf fassen und die Tentakel dreimal kurz in das heiße Wasser tauchen, dann vollständig hineinlegen. Zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 30 Minuten sanft garen. Den Herd ausschalten und den Polpo weitere 15 Minuten zugedeckt im Sud ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Polpo ist nach der Gar- und Ruhezeit zart genug zum Schneiden.
Während der Polpo gart, die Miesmuscheln unter kaltem Wasser gründlich abbürsten und den Bart entfernen. Beschädigte oder auffällig offene Muscheln aussortieren. Die Muscheln in einen großen Topf geben, abdecken und bei starker Hitze 4 bis 5 Minuten garen, bis sie sich öffnen. Nicht geöffnete Muscheln entsorgen. Den austretenden Sud durch ein sehr feines Sieb oder ein mit sauberem Tuch ausgelegtes Sieb gießen und auffangen.
Daran erkennst du es: Die Muschelschalen haben sich geöffnet; geschlossene Muscheln werden nicht verwendet.
Wichtig: Muscheln, die nach dem Garen geschlossen bleiben, entsorgen.
Die Garnelen aus der Schale lösen und den dunklen Darmfaden am Rücken entfernen. Die geschälten Tomaten mit einer Gabel grob zerdrücken. Knoblauch fein hacken, die Chilischote längs aufschneiden und nach gewünschter Schärfe entkernen.
Den Polpo aus dem Sud heben und 300 ml von der Kochflüssigkeit abmessen. Gemüse und Zitronenscheiben werden nicht weiter benötigt. Den Polpo etwas abkühlen lassen, dann Kopf und Tentakel in mundgerechte Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Polpo-Stücke sind mundgerecht geschnitten und lassen sich ohne Widerstand teilen.
60 ml Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Knoblauch und Chili darin 1 bis 2 Minuten sanft anrösten, ohne dass der Knoblauch dunkel wird. Die Tomaten hinzufügen und 10 Minuten offen köcheln lassen. 200 ml Polpo-Sud angießen und weitere 5 Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Tomatensud ist aromatisch und leicht eingekocht, aber noch ausreichend flüssig.
Die Polpo-Stücke und weitere 100 ml Polpo-Sud in den Tomatensud geben und 5 Minuten erwärmen. Anschließend die Miesmuscheln und 100 ml des gefilterten Muschelsuds hinzufügen. Alles 3 Minuten sanft köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Daran erkennst du es: Polpo und Muscheln sind heiß, der Sud ist verbunden und duftet intensiv nach Tomate und Meer.
Wichtig: Die Meeresfrüchte vollständig erhitzen, ohne sie unnötig lange weiterzukochen.
Die Garnelen in den Topf geben und 3 bis 4 Minuten garen, bis sie gerade eben durch sind. Die restliche Petersilie fein hacken und unterheben. Erst jetzt vorsichtig abschmecken, da der Muschelsud bereits salzig ist.
Daran erkennst du es: Die Garnelen sind gerade eben durchgegart und nicht mehr glasig.
Wichtig: Die Garnelen vollständig durchgaren und anschließend sofort servieren oder heiß halten.
Je eine Fresella in einen tiefen Teller legen und mit etwas heißem Sud anfeuchten. Die Zuppa di cozze darauf verteilen, mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und mit Petersilie servieren.
Daran erkennst du es: Die Fresella ist an der Oberfläche leicht weich geworden, bleibt im Kern aber fest genug, um die Suppe zu tragen.
Gut zu wissen
Die trockenen, zweimal gebackenen Weizenkringel sind in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder beim italienischen Bäcker erhältlich.
Küchenfertiger Oktopus ist an gut sortierten Fischtheken erhältlich und wird dort oft bereits ausgenommen angeboten. Tiefgekühlter Polpo kann vollständig aufgetaut verwendet werden; nach dem Garen kann er etwas weicher sein.
Der austretende Muschelsud sollte durch ein sehr feines Sieb oder ein mit sauberem Tuch ausgelegtes Sieb gegossen werden, bevor er in die Suppe kommt.
Das Brot wird schneller weich und bleibt weniger fest-knusprig als Freselle.
Die Brotscheiben rösten und beim Anrichten mit etwas heißem Sud anfeuchten.
Der Polpo kann nach dem Garen etwas weicher werden.
Den tiefgekühlten Polpo vollständig auftauen und anschließend nach derselben Methode garen.
Den Sud durch ein sehr feines Sieb oder ein mit sauberem Tuch ausgelegtes Sieb gießen.
Die Suppe vorsichtig in einen sauberen Topf umgießen und sichtbare Rückstände zurücklassen.
Knoblauch und Chili nur 1 bis 2 Minuten sanft anrösten und den Knoblauch hell halten.
Bei deutlich verbranntem Knoblauch den Ansatz neu beginnen.
Die Garnelen nur 3 bis 4 Minuten garen und sofort vom Herd nehmen.
Die Garnelen aus dem heißen Sud nehmen und erst beim Servieren wieder auflegen.
Muschelsud portionsweise einrühren und erst ganz am Ende abschmecken.
Mit etwas ungesalzenem Polpo-Sud oder Wasser verdünnen und kurz erneut erhitzen.
Die Suppe wird mit gerösteten dicken Scheiben rustikalen Bauernbrots statt mit Freselle serviert.
Häufig gefragt
Dicke Scheiben rustikales Bauernbrot eignen sich als Alternative. Das Brot sollte geröstet und beim Servieren mit etwas heißem Sud angefeuchtet werden; es wird schneller weich und bleibt weniger fest-knusprig als Freselle.
Ja. Der Polpo sollte vollständig aufgetaut sein. Nach dem Garen kann er etwas weicher werden als frischer Polpo.
Durch das sehr feine Filtern werden Sand und Rückstände zurückgehalten, bevor der aromatische Sud in die Suppe kommt.
Erst am Ende vorsichtig abschmecken, weil der Muschelsud bereits salzig sein kann.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …