Cardo oder Gobbi einkaufen
Frische Cardoni sind vor allem im Winter auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseabteilungen sowie in italienischen oder türkischen Lebensmittelgeschäften zu finden.
Umbrischer Gemüseauflauf
Herzhafter umbrischer Auflauf aus zart vorgegartem, paniertem und goldbraun ausgebackenem Cardo, würziger Fleischsauce und frisch geriebenem Parmigiano Reggiano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Parmigiana di gobbi verbindet zarten Cardo mit einer kräftigen Fleischsauce und einer goldbraunen Parmesankruste. Die Cardo-Stücke werden zunächst vorgegart, paniert und ausgebacken, bevor sie mit Sauce und Käse geschichtet und im Ofen überbacken werden. Nach einer kurzen Ruhezeit kommt der Auflauf heiß aus der Form auf den Tisch.
Innen zart und saftig, außen goldbraun und leicht knusprig: Der Cardo trifft auf eine würzige, tomatige Fleischsauce und den herzhaften, leicht nussigen Geschmack von Parmigiano Reggiano.
Schritt für Schritt
Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich dünsten. Das Hackfleisch dazugeben und 7 bis 8 Minuten krümelig braten, bis es leicht gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und das Hackfleisch leicht gebräunt.
Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, Salz und etwas Pfeffer einrühren. Die Sauce bei kleiner Hitze etwa 35 Minuten offen köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Währenddessen den Cardo vorbereiten.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist eingedickt und verbindet sich gut mit dem Hackfleisch.
Während die Sauce köchelt, die äußeren, harten Cardo-Stangen und die Blätter entfernen. Die faserigen Fäden mit einem Sparschäler abziehen. Die inneren Stangen in etwa 5 bis 6 cm lange Stücke schneiden und bis zur weiteren Verarbeitung in 2 l kaltes Wasser mit dem Saft der Zitrone legen.
Das übrige Wasser mit dem Salz in einem großen Topf aufkochen. Die Cardo-Stücke abgießen, in das kochende Salzwasser geben und 12 bis 15 Minuten garen, bis sie weich, aber noch formstabil sind. Gründlich abtropfen lassen und 10 Minuten ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind weich, behalten aber ihre Form.
Wichtig: Beim Abgießen und Umgang mit kochendem Wasser vorsichtig arbeiten.
Mehl und Eier jeweils in einen tiefen Teller geben. Die Eier mit Salz und etwas Pfeffer verquirlen. Die Cardo-Stücke zuerst im Mehl wenden, dann durch das Ei ziehen. Das Sonnenblumenöl in einem hohen Topf auf etwa 175 °C erhitzen und die Stücke portionsweise 2 bis 3 Minuten goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Panade ist rundum goldbraun.
Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und die Stücke langsam hineingeben.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Auflaufform mit der Butter ausstreichen. Eine dünne Schicht Fleischsauce auf dem Boden verteilen. Darauf ein Drittel der ausgebackenen Cardo-Stücke legen, mit Sauce bedecken und mit Parmesan bestreuen. Die Schichten wiederholen und mit Sauce und Parmesan abschließen.
Die Parmigiana etwa 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert an den Rändern.
Wichtig: Die heiße Auflaufform mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.
Den Auflauf vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen und anschließend heiß aus der Form servieren.
Daran erkennst du es: Die Schichten haben sich etwas gesetzt und lassen sich sauberer portionieren.
Gut zu wissen
Frische Cardoni sind vor allem im Winter auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseabteilungen sowie in italienischen oder türkischen Lebensmittelgeschäften zu finden.
Frisch geriebener Parmigiano Reggiano verteilt sich gleichmäßig über die Schichten und bildet beim Backen eine aromatische, goldbraune Oberfläche.
Dicker Mangold eignet sich als Notlösung. Er gart schneller und schmeckt milder; das Ergebnis ist dann nicht mehr die kanonische Parmigiana di gobbi.
Der Mangold gart schneller und schmeckt milder; die Zubereitung ist dann nicht mehr die kanonische Parmigiana di gobbi.
Dicken Mangold in ähnlicher Menge verwenden, die Garzeit im Salzwasser jedoch früher prüfen und ihn nur bis zur gewünschten weichen, aber noch formstabilen Konsistenz garen.
Die Stücke nach 12 bis 15 Minuten prüfen und aus dem Wasser nehmen, sobald sie weich, aber noch formstabil sind.
Sehr weiche Stücke vorsichtig panieren und besonders behutsam schichten; kleinere Bruchstücke können innerhalb der Schichten verwendet werden.
Die Sauce bei kleiner Hitze offen köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
Die Sauce vor dem Schichten noch einige Minuten offen weiter einkochen lassen.
Portionsweise ausbacken und das Öl auf etwa 175 °C erhitzen.
Die nächsten Portionen in kleineren Mengen ausbacken und jeweils gut auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Die Parmigiana vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen.
Die Stücke vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender portionieren.
Häufig gefragt
Frische Cardoni findest du vor allem im Winter auf Wochenmärkten, in gut sortierten Gemüseabteilungen sowie in italienischen oder türkischen Lebensmittelgeschäften.
Als Notlösung eignet sich dicker Mangold. Er gart schneller und schmeckt milder, sodass das Ergebnis nicht mehr die kanonische Parmigiana di gobbi ist.
Die zehnminütige Ruhezeit hilft, die Schichten zu stabilisieren und den Auflauf sauberer anzuschneiden.
Das Rezept ist für eine Auflaufform von etwa 30 × 20 cm ausgelegt.
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