Pollo alla Franceschiello

Abruzzen · Schmorgericht

Rustikales Hähnchengericht aus den Abruzzen mit Weißwein, grünen Oliven und säuerlicher Giardiniera.

Zum Rezept
Pollo alla Franceschiello aus den Abruzzen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Gesamtzeit ca. 70 Minuten
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Gemüse, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kräftige Anbraten verleiht den Hähnchenstücken eine aromatische goldbraune Oberfläche.
  • Weißwein und Hühnerfond bilden einen herzhaften Schmorsud mit ausgewogener Tiefe.
  • Giardiniera und grüne Oliven setzen einen frischen, säuerlichen und leicht salzigen Kontrast zum zarten Hähnchen.
  • Das Gericht bleibt unkompliziert, erhält durch die eingelegten Zutaten aber eine unverwechselbare regionale Note.

Pollo alla Franceschiello ist ein rustikales Geflügelgericht aus den Abruzzen, das besonders mit dem Raum Teramo verbunden wird. Hähnchenstücke werden kräftig angebraten und anschließend mit Weißwein, Hühnerfond, Oliven und Giardiniera geschmort. Das eingelegte Gemüse bringt eine frische, säuerliche Note in den herzhaften Sud.

Zartes, herzhaftes Hähnchen mit goldbraunen Stellen liegt in einem leicht eingedickten Sud. Die Giardiniera sorgt für knackige, säuerliche Akzente, während grüne Oliven, Rosmarin, Knoblauch und Chili würzige Tiefe und ein mildes pikantes Finale geben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hähnchen würzen

    Tupfe die Hähnchenstücke trocken und würze sie rundum mit Salz und Pfeffer. Entferne bei Bedarf sichtbares überschüssiges Fett.

    • Trockene Hähnchenstücke bräunen gleichmäßiger.

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

  2. Hähnchen anbraten

    Erhitze das Olivenöl im schweren Schmortopf. Brate die Hähnchenstücke portionsweise bei mittlerer bis hoher Hitze rundum kräftig an. Das dauert insgesamt etwa 8 bis 10 Minuten. Nimm die Stücke heraus, sobald sie goldbraun sind.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum goldbraun.

    • Den Topf nicht überfüllen; bei Bedarf in mehreren Durchgängen arbeiten.
  3. Aromen anschwitzen

    Gib Schalotten, Knoblauch, Rosmarin und Chilischote in den Topf und brate alles bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten an, bis die Schalotten leicht Farbe annehmen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schalotten nehmen leicht Farbe an, ohne dass Knoblauch oder Chili dunkel werden.

  4. Mit Weißwein ablöschen

    Lege das Hähnchen wieder in den Topf. Gieße den Weißwein an und lasse ihn etwa 3 Minuten sprudelnd einkochen, damit der Alkohol weitgehend verdampft.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Weißwein ist sichtbar reduziert und der scharfe Alkoholgeruch lässt nach.

    Wichtig: Beim Ablöschen vorsichtig arbeiten, da der heiße Topf und die aufsteigende Flüssigkeit spritzen können.

  5. Hähnchen schmoren

    Gieße den heißen Hühnerfond dazu. Setze den Deckel auf und schmoren das Hähnchen bei niedriger Hitze etwa 30 Minuten. Wende die Stücke nach der Hälfte der Zeit vorsichtig.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft, während das Hähnchen gleichmäßig weitergart.

    • Während des Schmorens den Deckel möglichst geschlossen halten.
  6. Giardiniera und Oliven vollenden

    Hebe Giardiniera und Oliven unter. Schmore alles ohne Deckel weitere 10 bis 12 Minuten, bis die Sauce leicht eingedickt ist und das Hähnchen an der dicksten Stelle vollständig durchgegart ist. Schmecke den Sud ab und entferne vor dem Servieren die Rosmarinzweige.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt, das Hähnchen vollständig durchgegart und die Rosmarinzweige sind entfernt.

    • Durch das offene Schmoren konzentriert sich der Sud; beim Nachwürzen die Salzigkeit von Oliven und Giardiniera berücksichtigen.

    Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn es an der dicksten Stelle vollständig durchgegart ist.

  7. Anrichten

    Richte das Hähnchen mit dem säuerlich-würzigen Sud, den Oliven und der Giardiniera an.

    • Den Sud großzügig über die Hähnchenstücke geben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Portionsweise anbraten: Brate die Hähnchenstücke in mehreren Durchgängen an, falls der Topf sonst zu voll wird. So bleibt die Hitze hoch genug für eine goldbraune Oberfläche.
  • Zum Schluss abschmecken: Oliven und Giardiniera bringen bereits Salz und Säure mit. Schmecke den Sud deshalb erst nach dem offenen Einkochen endgültig ab.

Zutatenwissen

Giardiniera besorgen

Giardiniera sott’aceto findest du meist in gut sortierten Supermärkten, italienischen Feinkostläden oder in der Antipasti-Abteilung.

Gut abtropfen lassen

Gut abgetropfte Giardiniera bringt ihre säuerliche Würze ein, ohne den Schmorsud unnötig zu verwässern.

Sinnvolle Alternativen

Mischung aus eingelegten Paprika, Karotten und Blumenkohl

Der Geschmack wird meist etwas süßer und die Säure milder.

Ersetze die Giardiniera durch eine Mischung aus eingelegten Paprika, Karotten und Blumenkohl. Die Mischung vor der Verwendung gut abtropfen lassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hähnchenstücke werden eher blass und geben viel Flüssigkeit ab.

Das Hähnchen portionsweise bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten.

Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen und die restlichen separat bräunen, bevor alles wieder in den Topf kommt.

Der Sud bleibt wässrig und haftet kaum am Hähnchen.

Im letzten Abschnitt ohne Deckel schmoren und die Sauce leicht einkochen lassen.

Das Hähnchen kurz herausnehmen und den Sud ohne Deckel weiter reduzieren.

Der fertige Sud schmeckt zu salzig.

Erst am Ende abschmecken und die vorhandene Salzmenge von Oliven und Giardiniera einkalkulieren.

Mit etwas zusätzlichem ungesalzenem Hühnerfond verdünnen und den Sud kurz wieder einkochen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Im eigenen Sud servieren: Das Hähnchen mit dem säuerlich-würzigen Sud, den grünen Oliven und der Giardiniera anrichten, damit jede Portion die aromatische Sauce und die eingelegten Gemüseanteile enthält.

Allergene und Nährwerte

  • Sulfite: may_contain · Weißwein kann Sulfite enthalten. Die Produktkennzeichnung prüfen.

Lebensmittelsicherheit

  • Geflügel vollständig garen: Das Hähnchen an der dicksten Stelle vollständig durchgaren, bevor es serviert wird.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Giardiniera?

Giardiniera sott’aceto ist eine italienische Mischung aus eingelegtem Gemüse. Sie bringt eine frische, säuerliche Note in den herzhaften Schmorsud.

Womit kann ich Giardiniera ersetzen?

Du kannst sie durch eine Mischung aus eingelegten Paprika, Karotten und Blumenkohl ersetzen. Der Geschmack wird dadurch meist etwas süßer und die Säure milder.

Warum wird das Hähnchen portionsweise angebraten?

So bleibt die Hitze im Topf hoch genug, damit die Stücke goldbraun braten, statt in ihrem eigenen Saft zu dämpfen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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