Spianata calabrese
Die würzige, luftgetrocknete Salami ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten und bei einigen Online-Feinkosthändlern erhältlich.
Gefüllte Pasta aus Kalabrien
Frische Ravioli mit einer kräftigen Füllung aus kalabrischer Spianata, schmelzender Provola, Ricotta und Pecorino, serviert in einem langsam gekochten Ragù aus Rind, Schwein und Salsiccia.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ravioli calabresi con spianata e provola al ragù ricco verbinden eine zarte frische Teighülle mit würziger Spianata und schmelzender Provola. Die festliche Variante ist der kalabrischen Küche zugeordnet und wird von einem langsam gekochten Ragù abgerundet.
Zarte, bissfeste Teighüllen umschließen eine cremige, würzige Füllung mit schmelzender Provola. Das Ragù schmeckt kräftig und vollmundig, mit herzhaften Fleisch- und Tomatennoten, während Pecorino einen salzigen Abschluss setzt.
Schritt für Schritt
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und nur leicht goldgelb, nicht dunkel gebräunt.
Hackfleisch und Salsiccia hinzufügen und unter Rühren 8 bis 10 Minuten anbraten, bis das Fleisch krümelig ist. Mit dem Rotwein ablöschen und etwa 3 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist krümelig gebräunt und der Wein deutlich reduziert.
Passierte Tomaten, Wasser und Lorbeerblatt einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, den Topf halb abdecken und das Ragù etwa 60 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser ergänzen. Das Lorbeerblatt anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist eingekocht, sämig und aromatisch; das Lorbeerblatt wurde entfernt.
Mehl, Hartweizengrieß und Salz auf der Arbeitsfläche mischen, in der Mitte eine Mulde formen und die Eier hineingeben. Von innen nach außen vermengen und 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Falls der Teig trocken bleibt, esslöffelweise Wasser einarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und fühlt sich nicht mehr krümelig an.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach der Ruhezeit geschmeidig ausrollen.
Ricotta, Spianata, Provola, Eigelb, Pecorino und Pfeffer gründlich vermengen. Die Masse soll formbar und nicht flüssig sein.
Daran erkennst du es: Die Füllung hält beim Portionieren ihre Form und ist nicht wässrig.
Den Teig in vier Stücke teilen. Jedes Stück auf einer leicht bemehlten Fläche oder mit der Nudelmaschine zu einer etwa 1 mm dünnen Bahn ausrollen.
Daran erkennst du es: Die Teigbahnen sind dünn, gleichmäßig und lassen sich ohne Reißen anheben.
Auf eine Teigbahn mit etwa 4 cm Abstand jeweils 1 gut gehäuften Teelöffel Füllung setzen. Die Zwischenräume mit wenig Wasser bestreichen, eine zweite Teigbahn darüberlegen und rund um die Füllung die Luft herausdrücken. Die Ravioli mit einem Teigrad oder Raviolistempel in etwa 7 bis 8 cm große Stücke schneiden und die Ränder fest andrücken.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind fest verschlossen und rund um die Füllung möglichst luftfrei.
Die fertigen Ravioli auf ein bemehltes Tuch legen und mit den übrigen Teigbahnen ebenso verfahren.
Daran erkennst du es: Die Ravioli liegen einzeln und kleben nicht am Tuch oder aneinander.
Das Wasser mit dem Salz zum Kochen bringen. Die Ravioli portionsweise hineingeben und 3 bis 4 Minuten garen, bis der Teig weich, aber noch bissfest ist.
Daran erkennst du es: Die Teighülle ist weich, aber im Biss noch fest; die Ravioli steigen an die Oberfläche.
Die Ravioli mit einer Schaumkelle direkt in den heißen Ragù geben. Vorsichtig schwenken und bei Bedarf 2 bis 3 Esslöffel Kochwasser unterheben. Mit dem restlichen Pecorino servieren.
Daran erkennst du es: Die Ravioli sind vollständig mit Ragù überzogen und bleiben dabei unversehrt.
Gut zu wissen
Die würzige, luftgetrocknete Salami ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten und bei einigen Online-Feinkosthändlern erhältlich.
Der milde, schnittfeste Käse aus Kalabrien schmilzt gut und bringt eine leicht rauchige Note mit. Italienische Käse- und Feinkostgeschäfte führen ihn am ehesten.
Die Füllung wird meist etwas fester und weniger typisch kalabrisch.
Die Spianata im gleichen Gewicht durch scharfe Soppressata oder eine andere grob gekörnte Salami ersetzen und ebenfalls fein würfeln.
Geräucherter Scamorza macht das Raucharoma deutlicher.
Die Provola silana im gleichen Gewicht ersetzen und den Käse fein würfeln.
Wasser nur esslöffelweise beziehungsweise in kleinen Mengen einarbeiten, bis der Teig glatt und elastisch wird.
Den Teig weiterkneten und bei Bedarf tropfenweise zusätzliches Wasser einarbeiten.
Gut abgetropfte Ricotta verwenden und pro Raviolo nur einen gut gehäuften Teelöffel Füllung aufsetzen.
Die Füllung vor dem weiteren Formen kurz abtropfen lassen und die Ravioli mit etwas weniger Füllung verschließen.
Die Luft rund um die Füllung herausdrücken und die Ränder sorgfältig versiegeln.
Bereits geöffnete Ravioli vorsichtig aus dem Wasser nehmen und beschädigte Stellen nicht weiter bewegen.
Die Ravioli einzeln auf ein bemehltes Tuch legen und bis zum Garen mit Abstand aufbewahren.
Die Ränder vorsichtig lösen und bei Bedarf etwas Mehl unter die Ravioli geben.
Eine kräftige Variante mit scharfer Soppressata statt Spianata calabrese.
Geräucherter Scamorza verstärkt die rauchige Käsenote der Füllung.
Häufig gefragt
Der Teig benötigt 10 bis 20 ml Wasser nach Bedarf. Beginne mit der kleineren Menge und arbeite nur so viel zusätzliches Wasser ein, bis der Teig glatt und elastisch ist.
Die Ravioli einzeln auf ein bemehltes Tuch legen und mit Abstand zueinander lagern. Die Teigbahnen und Ränder nicht unnötig feucht werden lassen.
Scharfe Soppressata oder eine andere grob gekörnte Salami passt als Ersatz. Die Füllung wird dadurch meist etwas fester und weniger typisch kalabrisch.
Milde Provola ist die naheliegendste Alternative. Geräucherter Scamorza funktioniert ebenfalls und bringt ein deutlicheres Raucharoma.
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