Baccalà einkaufen
Baccalà ist gesalzener und getrockneter Kabeljau. Er ist in italienischen Feinkostgeschäften, an gut sortierten Fischtheken und häufig bereits gewässert erhältlich.
Herzhafter Fritto aus Basilikata
Baccalà wird zunächst sanft in aromatisiertem Olivenöl gegart, anschließend zerpflückt, paniert und portionsweise goldbraun frittiert. Das Ergebnis verbindet eine knusprige Hülle mit zartem, kräftigem Fisch im Inneren.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
In der Basilikata wird Baccalà auch indorato e fritto zubereitet: Der gesalzene Kabeljau gart zunächst sanft in aromatisiertem Olivenöl, bevor er zerpflückt, paniert und frittiert wird. So entsteht außen eine goldbraune, knusprige Hülle, während der Fisch im Inneren zart bleibt. Diese lucanische Fassung eignet sich als herzhaftes kleines Gericht und wird am besten direkt nach dem Frittieren serviert.
Außen knusprig und goldbraun, innen zart und saftig mit dem kräftigen, charakteristischen Geschmack von Baccalà. Knoblauch und getrocknete Chili geben dem Olivenöl eine dezente pikante Würze.
Schritt für Schritt
Falls du gesalzenen, getrockneten Baccalà verwendest, spüle ihn ab und lege ihn 48 Stunden in reichlich kaltes Wasser. Wechsle das Wasser mehrmals. Lasse den Fisch anschließend gut abtropfen und tupfe ihn trocken. Bei bereits gewässertem Baccalà entfällt dieser Schritt.
Wichtig: Während des Wässerns kühl halten.
Schneide den Baccalà in etwa 5 bis 6 cm große Stücke. Lege ihn mit dem Olivenöl, den angedrückten Knoblauchzehen und der Chilischote in einen breiten Topf. Decke den Topf ab und gare den Fisch bei sehr niedriger Hitze 20 Minuten sanft. Das Öl soll nur leicht warm werden und nicht stark braten.
Daran erkennst du es: Der Fisch ist zart und lässt sich leicht zerteilen; das Öl brät nicht stark.
Nimm den Fisch aus dem Öl und lasse ihn etwa 30 Minuten abkühlen. Prüfe ihn auf verbliebene Gräten und entferne diese. Zerpflücke das Fischfleisch in mundgerechte Stücke und drücke die Stücke locker wieder zusammen, damit sie sich panieren lassen.
Wichtig: Den Fisch nicht bei Raumtemperatur länger als für das kurze Abkühlen nötig stehen lassen.
Bereite drei Teller vor: einen mit dem Mehl, einen mit den verquirlten Eiern und einen mit dem Paniermehl. Wende jedes Baccalà-Stück zuerst im Mehl, ziehe es durch das Ei und bedecke es anschließend rundum mit Paniermehl.
Daran erkennst du es: Die Panierung haftet rundum gleichmäßig am Fischstück.
Erhitze das Frittieröl in einem hohen Topf auf 170 bis 175 °C. Frittiere die panierten Stücke portionsweise jeweils 2 bis 3 Minuten, bis sie rundum goldbraun sind. Wende sie vorsichtig, damit die Panierung gleichmäßig bräunt.
Daran erkennst du es: Die Panierung ist rundum goldbraun und knusprig.
Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und niemals unbeaufsichtigt lassen.
Hebe den Baccalà mit einer Schaumkelle heraus und lasse ihn kurz auf Küchenpapier abtropfen. Serviere ihn heiß und möglichst direkt nach dem Frittieren.
Daran erkennst du es: Das überschüssige Öl ist kurz abgetropft, die Panierung bleibt knusprig.
Wichtig: Vor dem Servieren auf sehr heiße Ölreste an der Oberfläche achten.
Gut zu wissen
Baccalà ist gesalzener und getrockneter Kabeljau. Er ist in italienischen Feinkostgeschäften, an gut sortierten Fischtheken und häufig bereits gewässert erhältlich.
Das Olivenöl aromatisiert und gart den Fisch sanft. Für das anschließende Frittieren wird ein separates neutrales Öl verwendet.
Mehl, Ei und Paniermehl in dieser Reihenfolge verwenden. So haftet die Panierung gleichmäßig an den locker zusammengedrückten Fischstücken.
Die Fassung wird milder und muss nicht gewässert werden; der kräftige, charakteristische Geschmack von Baccalà fehlt.
Frisches Kabeljaufilet verwenden und direkt in 5 bis 6 cm große Stücke schneiden. Den Wässerungsschritt überspringen und anschließend wie beschrieben im aromatisierten Olivenöl garen, panieren und frittieren.
Den Baccalà 48 Stunden in reichlich kaltem Wasser wässern und das Wasser mehrmals wechseln.
Bei bereits gegartem, zu salzigem Fisch lässt sich der Salzgehalt nur begrenzt korrigieren; mit ungesalzenen Beilagen servieren.
Den Topf abdecken und die Hitze sehr niedrig halten. Das Öl soll nur leicht warm werden und nicht stark braten.
Die Hitze sofort reduzieren und den Fisch vorsichtig weitergaren, sofern die Stücke noch nicht stark gebräunt sind.
Den Fisch trocken tupfen, zuerst im Mehl wenden, dann durch das Ei ziehen und zuletzt rundum mit Paniermehl bedecken.
Bereits frittierte Stücke nicht erneut panieren; lose Krustenreste vorsichtig entfernen und die übrigen Stücke sorgfältiger panieren.
Die Stücke portionsweise in 170 bis 175 °C heißem Öl frittieren und den Topf nicht überfüllen.
Das Öl wieder auf den Zielbereich bringen und die nächste Portion kleiner wählen.
Häufig gefragt
Ja. Bei bereits gewässertem Baccalà entfällt der 48-stündige Wässerungsschritt. Den Fisch gut abtropfen lassen, trocken tupfen und direkt weiterverarbeiten.
Ja. Frisches Kabeljaufilet schmeckt milder und muss nicht gewässert werden. Die übrigen Zubereitungsschritte bleiben gleich.
Das Olivenöl aromatisiert den Fisch beim sanften Garen. Das neutrale Öl ist für die höhere Temperatur beim Frittieren gedacht und soll den Fischgeschmack nicht überdecken.
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