Peperoni cruschi
Die getrockneten milden Paprika werden nur sehr kurz frittiert und anschließend teilweise zerbröselt. Ganze Stücke sorgen für Knusprigkeit beim Anrichten, während die Brösel ihr Aroma im Risotto verteilen.
Lucanische Risotto-Variante
Cremiges Risotto mit Carnaroli-Reis, knusprig frittierten peperoni cruschi, würzigem Capocollo und schmelzendem Caciocavallo Podolico.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Risotto verbindet typische Aromen der Basilicata: süßlich-knusprige peperoni cruschi, würzigen Capocollo und kräftigen Caciocavallo Podolico. Der Reis wird trocken geröstet, mit heißer Brühe portionsweise gegart und zum Schluss all’onda mit Käse, Petersilie und aromatisiertem Öl vollendet.
Cremig und glänzend, mit noch leicht bissigem Reis, knusprigen Paprikastücken und Capocollo sowie einem würzigen, schmelzenden Käsearoma. Dazu kommen süßliche Paprikanoten, Kräuterfrische und ein pikanter, herzhafter Nachhall.
Schritt für Schritt
Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und während der gesamten Zubereitung knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Daran erkennst du es: Die Brühe bleibt heiß, ohne stark zu kochen.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit vorsichtig handhaben.
Ein Drittel des Capocollo in feine Streifen schneiden und für das Anrichten beiseitelegen. Den Rest klein würfeln. 5 ml Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, den gewürfelten Capocollo darin bei mittlerer bis hoher Hitze knusprig braten und mit einer Schaumkelle herausnehmen. Das aromatisierte Öl in der Pfanne aufbewahren.
Daran erkennst du es: Die Würfel sind gebräunt und knusprig.
Wichtig: Beim Erhitzen von Öl auf Spritzer achten.
Die peperoni cruschi mit einem trockenen Tuch abreiben, Stiele und Kerne entfernen. Das übrige Olivenöl in einer kleinen, tiefen Pfanne erhitzen. Die Paprika portionsweise nur 2–4 Sekunden frittieren, sofort herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zwei Stück ganz lassen, die übrigen grob zerbröseln. Das verbliebene aromatisierte Öl aufbewahren.
Daran erkennst du es: Die Paprika sind knusprig, aber nicht dunkel verbrannt.
Wichtig: Beim Frittieren besonders vorsichtig arbeiten; getrocknete Paprika und Öl können spritzen.
Den Reis in einem breiten Topf mit dickem Boden ohne zusätzliches Fett 2–3 Minuten trocken rösten, bis die Körner heiß und an den Rändern leicht glasig sind. Mit dem Weißwein ablöschen und vollständig verdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind heiß und an den Rändern leicht glasig; der Wein ist vollständig verdampft.
Wichtig: Beim Ablöschen kann heißer Dampf aufsteigen.
Eine Kelle heiße Brühe zum Reis geben und unter gelegentlichem Rühren aufnehmen lassen. Danach die Brühe nach und nach weiter angießen, immer erst dann, wenn die vorherige Menge fast aufgenommen ist. Nach etwa 10 Minuten die Hälfte der zerbröselten peperoni cruschi unterheben. Insgesamt 18–20 Minuten garen, bis der Reis al dente und noch deutlich cremig ist.
Daran erkennst du es: Der Reis ist al dente und die Masse bleibt deutlich cremig und fließend.
Den Topf vom Herd nehmen, den Deckel auflegen und das Risotto 2 Minuten ruhen lassen. Anschließend etwa 130 g Caciocavallo, den knusprigen gewürfelten Capocollo, die Petersilie und das aromatisierte Öl aus der Pfanne kräftig unterrühren. Mit Pfeffer und, falls nötig, wenig Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Käse ist geschmolzen und das Risotto glänzt cremig.
Das Risotto sofort auf vorgewärmte Teller geben. Mit den Capocollo-Streifen, dem restlichen Caciocavallo, den ganzen peperoni cruschi und den übrigen Paprikabröseln servieren.
Daran erkennst du es: Das Risotto wird sofort serviert und bleibt all’onda.
Gut zu wissen
Die getrockneten milden Paprika werden nur sehr kurz frittiert und anschließend teilweise zerbröselt. Ganze Stücke sorgen für Knusprigkeit beim Anrichten, während die Brösel ihr Aroma im Risotto verteilen.
Der kräftige Hartkäse wird geteilt verwendet: Ein Teil wird in der Mantecatura untergerührt, der Rest kommt zum Servieren darüber.
Ein Drittel bleibt als feine Streifen für den Teller zurück. Der größere Anteil wird gewürfelt und knusprig gebraten, damit sein aromatisiertes Öl anschließend in das Risotto eingearbeitet werden kann.
Die Paprika werden ähnlich knusprig, schmecken aber meist weniger süß und aromatisch.
Wie die peperoni cruschi vorbereiten und nur sehr kurz im heißen Olivenöl frittieren.
Die Mantecatura wird etwas milder und weniger würzig.
Grob reiben und mit derselben Aufteilung verwenden: etwa 130 g zum Unterrühren, der Rest zum Servieren.
Das Gericht wird weniger pikant und geschmacklich etwas zurückhaltender.
Das milde Capocollo genauso aufteilen, braten und mit den Chiliflocken beim Abschmecken ergänzen.
Das Gericht wird vegetarisch, verliert aber den charakteristischen Geschmack und die Struktur von Capocollo.
In kleine Würfel und Streifen teilen und in wenig Öl knusprig braten. Nur Produkte verwenden, deren Zutatenliste für die gewünschte Ernährungsweise geeignet ist.
Paprika, Schaumkelle und Küchenpapier vor dem Frittieren bereitlegen und nur portionsweise 2–4 Sekunden frittieren.
Verbrannte Paprika nicht verwenden; falls nur einzelne Stücke betroffen sind, diese aussortieren und die übrigen erneut sehr kurz frittieren.
Heiße Brühe portionsweise nachgießen und erst dann nachlegen, wenn die vorherige Menge fast aufgenommen ist.
Noch etwas heiße Brühe unter kräftigem Rühren einarbeiten, bis die gewünschte All’onda-Konsistenz erreicht ist.
Ab etwa 18 Minuten regelmäßig probieren und die Brühe kontrolliert dosieren.
Sofort vom Herd nehmen, Käse und Öl einarbeiten und ohne weiteres Flüssigkeitszugabe servieren.
Mit mittlerer Hitze arbeiten, regelmäßig rühren und einen Topf mit dickem Boden verwenden.
Das Risotto vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne angebrannte Schichten vom Boden zu lösen.
Eine weniger pikante Version mit mildem Capocollo und zurückhaltender Würzung.
Eine vegetarische Abwandlung mit knusprigen Pilzen oder einer geeigneten pflanzlichen Speckalternative anstelle des Capocollo.
Die peperoni cruschi werden vollständig als knusprige Garnitur verwendet und nicht unter das Risotto gemischt.
Brühe, geriebenen Käse, gehackte Petersilie sowie Capocollo und peperoni cruschi können bis zu 2 Stunden vorher vorbereitet werden. Das Risotto selbst erst kurz vor dem Servieren garen und unmittelbar nach der Mantecatura anrichten.
Übrig gebliebenes Risotto möglichst innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, flach in einen verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Knusprige Toppings getrennt lagern, wenn ihre Struktur erhalten bleiben soll.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen; vor dem Verzehr vollständig erhitzen.
Durch Einfrieren und Auftauen verliert das Risotto voraussichtlich seine cremige All’onda-Konsistenz; Reis und Käse können stumpf oder körnig werden.
Häufig gefragt
Peperoni cruschi sind getrocknete milde rote Paprika, die kurz in Öl knusprig frittiert werden. Sie geben dem Risotto süßliche Paprikanoten und eine besonders knackige Textur.
Getrocknete milde rote Spitzpaprika sind eine passende Alternative. Sie werden ähnlich knusprig, schmecken aber meist weniger süß und aromatisch.
Der Reis soll al dente sein und die Masse cremig fließen, wenn der Teller leicht bewegt wird. Bei Bedarf noch etwas heiße Brühe unterrühren.
Für eine mildere Variante eignet sich mildes Capocollo. Vegetarisch wird das Gericht mit knusprig gebratenen Pilzen oder einer geeigneten pflanzlichen Speckalternative.
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