Säuerliche und späte Früchte
Die säuerlichen Äpfel und Birnen halten die Süße der Trauben und des Zuckers im Gleichgewicht. Reife, aber nicht überreife Früchte liefern das beste Verhältnis aus Saft und Struktur.
Fruchtconfettura mit Walnüssen
Herbstliche friulanische Confettura aus blauen Trauben, Heidelbeeren, säuerlichen Äpfeln, Birnen, Zucker und Walnüssen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Martinka ist eine dick streichfähige Fruchtconfettura aus dem Friaul-Julisch Venetien. Diese Küchenfassung verbindet späte Trauben mit Beeren, Äpfeln, Winterbirnen und grob gehackten Walnüssen. Die Früchte ziehen zunächst mit Zucker Saft, werden anschließend sanft eingekocht und teilweise zerdrückt.
Dunkel-fruchtig, moderat süß und leicht säuerlich, mit einer dick streichfähigen Konsistenz sowie kleinen Frucht- und Walnussstückchen.
Schritt für Schritt
Trauben und Heidelbeeren vorsichtig waschen. Die Trauben halbieren und, falls nötig, die Kerne entfernen. Birnen und Äpfel schälen, entkernen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Die vorbereiteten Zutaten bei Bedarf mit der Küchenwaage kontrollieren.
Daran erkennst du es: Die Früchte sind sauber vorbereitet und die Birnen- und Apfelwürfel etwa gleich groß.
Trauben, Heidelbeeren, Birnen, Äpfel und Zucker in einem breiten Topf gründlich mischen. Die Mischung zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen, damit sich Fruchtsaft bildet.
Daran erkennst du es: Am Boden des Topfs hat sich sichtbar Fruchtsaft gesammelt.
Den Topf auf mittlere Hitze stellen und die Fruchtmischung unter Rühren langsam zum leisen Köcheln bringen. Etwa 20 Minuten bei 95 bis 100 °C köcheln lassen. Regelmäßig umrühren, damit die Früchte nicht am Boden ansetzen.
Daran erkennst du es: Die Früchte sind weich, die Mischung blubbert nur sanft und beginnt sichtbar einzudicken.
Wichtig: Beim Umrühren auf heiße Fruchtspritzer achten.
Etwa ein Drittel der Früchte mit dem Kochlöffel zerdrücken, den Rest stückig lassen. Die gehackten Walnüsse einrühren und weitere 15 bis 25 Minuten bei sanftem Köcheln einkochen, bis die Masse deutlich eingedickt ist.
Daran erkennst du es: Die Masse ist deutlich eingedickt, bleibt aber streichfähig; Frucht- und Walnussstückchen sind noch erkennbar.
Wichtig: Heiße, zähflüssige Fruchtmasse kann spritzen; langsam und vorsichtig umrühren.
Für die Garprobe einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben. Den Teller schräg halten. Wenn der Klecks nur langsam verläuft und die Masse insgesamt dick streichfähig wirkt, ist die Martinka fertig. Falls sie noch zu flüssig ist, weitere 5 Minuten einkochen und erneut prüfen.
Daran erkennst du es: Der Klecks verläuft beim Schräghalten nur langsam.
Wichtig: Für die Garprobe nur eine kleine Menge entnehmen und vorsichtig mit der heißen Masse umgehen.
Die heiße Confettura vorsichtig in drei bis vier saubere Gläser füllen. Vollständig abkühlen lassen, bevor du die Gläser verschließt und die Martinka verwendest.
Daran erkennst du es: Die Confettura ist vollständig abgekühlt und die Oberfläche ist nicht mehr heiß.
Wichtig: Beim Abfüllen vor der heißen Confettura und dem Glas schützen.
Gut zu wissen
Die säuerlichen Äpfel und Birnen halten die Süße der Trauben und des Zuckers im Gleichgewicht. Reife, aber nicht überreife Früchte liefern das beste Verhältnis aus Saft und Struktur.
Die Walnüsse werden erst in der zweiten Kochphase eingerührt. So bleiben sie als kleine Stücke wahrnehmbar und verlieren weniger von ihrem nussigen Charakter.
Die Confettura wird dunkler und meist etwas kerniger und säuerlicher.
Die Heidelbeeren im gleichen Gewicht durch Brombeeren ersetzen. Bei sehr großen Brombeeren grob zerteilen und die Garprobe wie beschrieben durchführen.
Das Ergebnis wird walnussfrei und erhält einen kräftigeren, kernigen Biss.
Die grob gehackten Walnüsse im gleichen Gewicht durch grob gehackte Kürbiskerne ersetzen. Für eine strikt walnussfreie Zubereitung auf mögliche Kreuzkontakte achten.
Die Masse nur leise köcheln lassen und besonders während der Eindickphase regelmäßig umrühren.
Bei leichtem Ansatz die unangebrannte Masse vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen und bei niedrigerer Hitze weiterkochen. Angebrannte Teile nicht unterrühren.
Die kalte Tellerprobe durchführen und bei Bedarf in kurzen Abschnitten weiter einkochen.
Weitere 5 Minuten sanft einkochen und die Tellerprobe wiederholen.
Den Topf vom Herd nehmen, sobald der Klecks auf dem kalten Teller nur langsam verläuft, aber noch streichfähig bleibt.
Die Masse vorsichtig mit etwas heißem Wasser oder Fruchtsaft lockern und kurz erwärmen; dadurch kann sich Geschmack und Haltbarkeit verändern.
Eine kernige Variante ohne Walnüsse, die den Fruchtcharakter stärker in den Vordergrund stellt.
Die Auswirkungen des Einfrierens auf die streichfähige Konsistenz dieser Fassung sind nicht belegt.
Häufig gefragt
Die Früchte geben beim Ziehen mit Zucker und beim Erhitzen ausreichend Saft ab. Zusätzliche Flüssigkeit würde die Einkochzeit verlängern und die gewünschte dick streichfähige Konsistenz erschweren.
Etwa ein Drittel der Früchte wird zerdrückt, der Rest bleibt stückig. Dadurch entsteht eine streichfähige, aber nicht vollständig glatte Confettura.
Die grob gehackten Walnüsse werden nach der ersten Kochphase eingerührt und anschließend noch 15 bis 25 Minuten mitgekocht.
Ein kleiner Klecks auf einem kalten Teller soll beim Schräghalten nur langsam verlaufen. Die Masse soll dick streichfähig, aber nicht schnittfest sein.
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