Fiordilatte
Fiordilatte ist ein milder Mozzarella aus Kuhmilch. Er schmilzt gleichmäßig und überdeckt den Geschmack der Tomatensauce nicht. Gut abgetropfter Mozzarella aus Kuhmilch eignet sich als Ersatz.
Campania · Ricotta-Gnocchi
Weiche Ricotta-Gnocchi mit fruchtiger Tomatensauce, Fiordilatte und Parmigiano, im Ofen goldbraun gratiniert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gnocchi di ricotta alla sorrentina verbinden einen zarten, leicht käsigen Teig mit aromatischer Tomatensauce und schmelzendem Fiordilatte. Die kampanische Variante wird nach dem Kochen in der Sauce vermengt und anschließend im Ofen gratiniert.
Die Gnocchi sind weich und zart, mit einer milden Käsenote. Dazu kommen die fruchtige Tomatensauce, der elastisch schmelzende Fiordilatte und eine fein würzige, leicht gebräunte Parmigiano-Oberfläche.
Schritt für Schritt
Die Ricotta in das feine Sieb über einer Schüssel geben und mindestens 1 Stunde abtropfen lassen. Je trockener die Ricotta ist, desto stabiler wird der Teig.
Daran erkennst du es: Die Ricotta wirkt deutlich trockener und gibt keine freie Flüssigkeit mehr ab.
Das Olivenöl im Saucen-Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die leicht angedrückte Knoblauchzehe 1 Minute darin ziehen lassen, ohne sie zu bräunen. Passierte Tomaten und Salz dazugeben und die Sauce 15 Minuten sanft köcheln lassen. Den Knoblauch entfernen und die Basilikumblätter einrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und bewegt sich beim Rühren sanft.
Ricotta, Ei, 60 g Parmigiano und Salz in der Schüssel verrühren. 180 g Mehl darübergeben und alles nur so lange mischen, bis ein weicher Teig entsteht. Nicht lange kneten, sonst werden die Gnocchi fest.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich und gerade eben verbunden, ohne lange geknetet worden zu sein.
Einen Teil des übrigen Mehls auf der Arbeitsfläche verteilen. Den Teig in 3 bis 4 Portionen teilen, jeweils zu Rollen von etwa 2 cm Durchmesser formen und in etwa 2 cm lange Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind kompakt geformt und kleben nicht an der Arbeitsfläche.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum leisen Sieden bringen. Die Gnocchi portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 30 Sekunden garen und mit der Schaumkelle herausheben. 2 bis 3 EL Kochwasser auffangen.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi steigen an die Oberfläche und bleiben beim Herausheben intakt.
Wichtig: Vorsicht beim Einlegen und Herausheben der Gnocchi aus dem heißen Wasser.
Die gekochten Gnocchi vorsichtig mit der Tomatensauce vermengen. Falls die Sauce sehr dick ist, 2 bis 3 EL des aufgefangenen Kochwassers unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce umhüllt die Gnocchi gleichmäßig, ohne sie zu zerdrücken.
Die ofenfeste Form mit 1 TL Olivenöl ausstreichen. Die Hälfte der Gnocchi hineingeben, die Hälfte des Fiordilatte darauf verteilen und mit den übrigen Gnocchi bedecken. Den restlichen Fiordilatte und 40 g Parmigiano darüberstreuen.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi sind gleichmäßig verteilt und die Käseauflage bedeckt die Oberfläche.
Die Form im vorgeheizten Ofen bei 220 °C Ober-/Unterhitze 10 bis 12 Minuten backen. Die Gnocchi sind fertig, sobald der Käse geschmolzen ist und die Oberfläche leicht Farbe bekommt.
Daran erkennst du es: Der Fiordilatte ist geschmolzen und die Oberfläche leicht gebräunt.
Wichtig: Die heiße Form nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.
Die gratinierten Gnocchi vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen. So setzt sich die Sauce leicht und die Gnocchi lassen sich besser portionieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist noch heiß, die Sauce aber nicht mehr stark in Bewegung.
Gut zu wissen
Fiordilatte ist ein milder Mozzarella aus Kuhmilch. Er schmilzt gleichmäßig und überdeckt den Geschmack der Tomatensauce nicht. Gut abgetropfter Mozzarella aus Kuhmilch eignet sich als Ersatz.
Das zusätzliche Mehl wird nur zum Bestäuben und Formen verwendet. Nicht automatisch vollständig in den Teig einarbeiten, damit die Gnocchi weich bleiben.
Die Oberfläche kann etwas weicher werden, weil Mozzarella mehr Wasser abgeben kann.
Den Mozzarella gut abtropfen lassen, würfeln und wie den Fiordilatte zwischen und über den Gnocchi verteilen.
Die Ricotta mindestens 1 Stunde im feinen Sieb abtropfen lassen und bei Bedarf etwas länger entwässern.
Etwas zusätzliches Mehl unter den Teig mischen, ohne ihn lange zu kneten.
Das Mehl nur kurz unterheben, bis ein weicher Teig entsteht.
Das Wasser nur leise sieden lassen und die Gnocchi portionsweise garen.
Den Käse vor dem Würfeln gut abtropfen lassen.
Die Form einige Minuten länger backen, bis die Oberfläche sichtbar geschmolzen und leicht gebräunt ist.
Häufig gefragt
Durch das Abtropfen verliert die Ricotta freie Flüssigkeit. Dadurch wird der Teig stabiler und die Gnocchi behalten beim Garen besser ihre Form.
Ja. Gut abgetropfter Mozzarella aus Kuhmilch eignet sich als Ersatz. Die Oberfläche kann dadurch etwas weicher werden, weil Mozzarella mehr Wasser abgeben kann.
Den Teig nur kurz mischen, nicht lange kneten und nur so viel Mehl zum Formen verwenden wie nötig. Außerdem sollten die Gnocchi in leise siedendem, nicht sprudelnd kochendem Wasser gegart werden.
Beim Garen der Gnocchi 2 bis 3 EL Kochwasser auffangen und bei Bedarf unter die Sauce rühren.
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