Prägende ZubereitungsverfahrenRösten und Ofenbraten
Geprüfte Rezept-EignungVegetarisch (Ei und Milch möglich)
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das getrennte Erhitzen von Honig und Zuckersirup sorgt für eine stabile, zähe Konfektmasse.
Geröstete und anschließend warm gehaltene Mandeln lassen sich gleichmäßig unterheben, ohne die Masse unnötig abzukühlen.
Oblatenplatten geben dem weichen Torrone Halt und machen ihn sauber portionierbar.
Torrone tenero di Cremona gehört zu den traditionsreichen Süßwaren der Lombardei. Geröstete Mandeln treffen auf eine glänzende, zähe Honig-Zucker-Masse und werden zwischen zwei Oblatenplatten gepresst. Nach mindestens zwölf Stunden Ruhe lässt sich das weiche Mandelkonfekt in etwa 40 Stücke schneiden.
Die Stücke sind weich, dicht und deutlich zäh, mit glänzender Honigsüße und kräftigem Röstaroma der Mandeln. Die Oblaten bilden eine trockene, feine Hülle an Ober- und Unterseite.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Mandeln rösten
Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die blanchierten Mandeln auf einem Backblech verteilen und 12 bis 15 Minuten rösten, bis sie duften und leicht Farbe annehmen. Den Ofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und die Mandeln darin warm halten.
15 Minuten150 °C
Daran erkennst du es: Die Mandeln duften deutlich und nehmen leicht Farbe an.
Die Mandeln während der späteren Zubereitung warm halten, damit sie die Torrone-Masse nicht stark abkühlen.
Wichtig: Das Backblech und die Mandeln sind heiß; beim Herausnehmen vorsichtig arbeiten.
2
Form vorbereiten
Die Form mit einer Oblatenplatte auslegen. Falls sie nicht genau passt, die Oblate vorsichtig zuschneiden.
5 Minuten
Die Oblate möglichst vollständig als Boden verwenden, damit die weiche Masse später gut gehalten wird.
3
Zuckersirup kochen
280 g Zucker, Wasser und Glukosesirup in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Den Sirup anschließend ohne starkes Rühren auf 145 °C erhitzen und die Temperatur mit dem Zuckerthermometer prüfen.
10 Minuten145 °C
Daran erkennst du es: Der Sirup erreicht 145 °C, ohne dass der Zucker stark umgerührt wird.
Starkes Rühren vermeiden, sobald sich der Zucker gelöst hat.
Wichtig: Heißer Zuckersirup verursacht schwere Verbrennungen. Nicht mit den Fingern prüfen und Spritzer vermeiden.
4
Honig erhitzen und Eiweiß schlagen
Sobald der Zuckersirup etwa 120 °C erreicht, den Honig in einem zweiten Topf auf 122 bis 125 °C erwärmen. Gleichzeitig das Eiweiß mit den übrigen 20 g Zucker in der Küchenmaschine oder mit kräftigen Handrührern auf mittlerer Stufe schaumig schlagen.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist schaumig, während der Honig 122 bis 125 °C erreicht.
Honig und Eiweiß zeitlich parallel vorbereiten, damit beide Komponenten heiß beziehungsweise aufgeschlagen bereitstehen.
Wichtig: Beim Erhitzen von Honig und Zuckersirup vorsichtig mit den heißen Töpfen arbeiten.
5
Masse aufschlagen
Den heißen Honig langsam am Schüsselrand in das aufgeschlagene Eiweiß laufen lassen und dabei weiterschlagen. Anschließend den Zuckersirup bei 145 °C in einem dünnen Strahl einarbeiten. Die Masse weitere 4 bis 5 Minuten schlagen, bis sie dick, glänzend und deutlich zäher ist.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Masse ist dick, glänzend und deutlich zäher.
Den Honig und den Sirup langsam einlaufen lassen, damit das Eiweiß stabil bleibt und die Masse gleichmäßig bindet.
Wichtig: Heiße Sirupe nur langsam und kontrolliert in die laufende Maschine geben; Spritzer vermeiden.
6
Mandeln unterheben
Auf den Rührhaken oder einen stabilen Knethaken wechseln. Die warm gehaltenen Mandeln zügig unterheben, bis sie gleichmäßig von der Torrone-Masse umhüllt sind.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Alle Mandeln sind gleichmäßig von der dicken Masse umhüllt.
Zügig arbeiten, weil die Masse beim Abkühlen schnell fester wird.
7
Torrone formen
Die Torrone-Masse sofort auf der Oblate verteilen und mit einem Teigschaber in der Form glatt drücken. Die zweite Oblatenplatte auflegen und vorsichtig andrücken.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verteilt und von der zweiten Oblate bedeckt.
Die Masse unmittelbar nach dem Unterheben der Mandeln in die Form geben.
Wichtig: Die Masse kann noch sehr heiß sein. Nur mit dem Teigschaber arbeiten und Hautkontakt vermeiden.
8
Ruhen lassen und schneiden
Den Torrone mindestens 12 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen, damit die Masse fest wird. Anschließend mit einem scharfen, leicht angewärmten Messer in etwa 40 Stücke schneiden.
12 Stunden
Daran erkennst du es: Die Masse ist nach der Ruhezeit fest genug, um sauber geschnitten zu werden.
Das Messer leicht anwärmen, damit es leichter durch die feste, zähe Masse gleitet.
Wichtig: Beim Schneiden auf eine stabile Unterlage achten und das Messer kontrolliert führen.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Temperaturen genau prüfen: Die Konsistenz hängt entscheidend von den angegebenen Temperaturen für Honig und Zuckersirup ab. Ein Zuckerthermometer erleichtert die Kontrolle.
Zügig weiterarbeiten: Nach dem Aufschlagen die warmen Mandeln ohne lange Pause unterheben und die Masse sofort in die vorbereitete Form geben, weil sie beim Abkühlen schnell fester wird.
Ruhezeit einplanen: Die mindestens zwölf Stunden Ruhezeit bei Raumtemperatur sind notwendig, damit der weiche Torrone fest genug zum Schneiden wird.
Zutatenwissen
Oblaten für Torrone
Italienisches Oblatenpapier, auch Ostia genannt, ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Backshops oder im Konditoreibedarf erhältlich. Es gehört zur typischen Form dieser Süßigkeit und lässt sich nicht gleichwertig durch Backpapier ersetzen.
Glukosesirup
Glukosesirup hilft, die Zuckermasse geschmeidiger zu halten. Er ist meist im Backregal, in Fachgeschäften für Tortendekoration oder im Konditoreibedarf erhältlich.
Mandeln warm halten
Die gerösteten Mandeln bleiben bis zum Unterheben im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen warm. So kühlen sie die Torrone-Masse beim Vermengen weniger stark ab.
Sinnvolle Alternativen
Heller Invertzuckersirup
Die Masse bleibt ebenfalls geschmeidig. Mit einfachem Zuckersirup kann der Torrone leichter auskristallisieren.
Den Glukosesirup in gleicher Menge durch hellen Invertzuckersirup ersetzen und ihn zusammen mit Zucker und Wasser in den Topf geben.
Typische Fehler und ihre Lösung
Der Zuckersirup kristallisiert oder wird körnig.
Nach dem Auflösen ohne starkes Rühren auf 145 °C erhitzen und ein Zuckerthermometer verwenden.
Eine körnige Masse lässt sich für diese Zubereitung meist nicht zuverlässig retten; den Sirup neu ansetzen.
Die Masse wird beim Unterheben der Mandeln sehr schnell fest.
Die Mandeln im ausgeschalteten, leicht geöffneten Ofen warm halten und zügig einarbeiten.
Die Masse sofort in die Form geben und mit dem Teigschaber festdrücken, auch wenn sie bereits zäher wird.
Der Torrone bleibt nach der Ruhezeit zu weich zum Schneiden.
Honig auf 122 bis 125 °C und den Zuckersirup auf 145 °C erhitzen.
Die Masse weiter ruhen lassen und erst schneiden, wenn sie ausreichend fest ist.
Die Stücke reißen oder brechen beim Schneiden aus.
Ein scharfes, leicht angewärmtes Messer verwenden und kontrolliert schneiden.
Das Messer erneut leicht anwärmen und die Schnittführung mit gleichmäßigem Druck wiederholen.
Servieren und kombinieren
Als kleine Riegel servieren: Den fest gewordenen Torrone in etwa 40 Stücke schneiden und als kleine Mandelkonfekt-Riegel servieren.
Allergene und Nährwerte
Schalenfrüchte (Mandeln): enthält · Das Rezept enthält 500 g Mandeln.
Ei: enthält · Das Rezept enthält Eiweiß.
Lebensmittelsicherheit
Heiße Zucker- und Honigsirupe: Beim Erhitzen und Eingießen der Sirupe besonders vorsichtig arbeiten. Heiße Zucker- und Honigsirupe nicht berühren und Spritzer vermeiden.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Wozu dient der Glukosesirup im Torrone?
Glukosesirup hilft, die Zuckermasse geschmeidiger zu halten. Als Alternative eignet sich heller Invertzuckersirup; mit einfachem Zuckersirup kann der Torrone leichter auskristallisieren.
Kann ich die Oblaten durch Backpapier ersetzen?
Nein. Die Oblatenplatten gehören zur typischen Form des Torrone und lassen sich laut Rezept nicht gleichwertig durch Backpapier ersetzen.
Wann kann ich den Torrone schneiden?
Der Torrone sollte mindestens zwölf Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Danach lässt er sich mit einem scharfen, leicht angewärmten Messer in Stücke schneiden.
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