Mehlwahl
Weizenmehl Type 0 oder ein backstarkes Weizenmehl eignet sich für den elastischen, länglich formbaren Teig.
Römisches Weizenbrötchen
Längliche römische Weizenbrötchen mit zugespitzten Enden, tiefem Längsschnitt, knuspriger Kruste und weicher, kompakter Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Ciriola romana ist ein charakteristisches Brötchen aus Rom und dem Latium. Eine über Nacht gereifte Biga verleiht dem Weizenteig Aroma und Struktur. Nach dem Formen werden die Teiglinge längs eingeschnitten und mit Dampf gebacken, damit sie außen knusprig und innen weich bleiben.
Außen goldbraun und knusprig, innen weich, kompakt und feinporig mit mildem, aromatischem Weizengeschmack.
Schritt für Schritt
Die frische Hefe im zimmerwarmen Wasser auflösen. Mit dem Weizenmehl kurz zu einem festen, ungleichmäßigen Teig vermengen. Die Schüssel abdecken und die Biga 12 bis 18 Stunden bei etwa 18 °C ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Biga ist aufgegangen und aromatisch, bleibt aber ein fester, ungleichmäßiger Teig.
Am nächsten Tag die Biga in Stücke zupfen. Mit dem Wasser für den Hauptteig und dem Weizenmehl in eine Schüssel geben und 8 bis 10 Minuten von Hand oder 6 bis 8 Minuten mit der Küchenmaschine kneten. Das Salz nach kurzer Mischzeit einarbeiten. Der Teig soll glatt und elastisch sein.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zusammenhängend aus der Schüssel lösen.
Den Teig abdecken und bei Raumtemperatur etwa 60 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt entspannter und leicht gelockert.
Den Teig in 10 gleich große Stücke von jeweils etwa 100 g teilen. Jedes Stück leicht flach drücken, von oben und unten zur Mitte einschlagen und die Naht gut andrücken.
Daran erkennst du es: Es liegen 10 möglichst gleich schwere, kompakt vorgeformte Teigstücke vor.
Jedes Teigstück mit den Handflächen zu einem etwa 15 cm langen, in der Mitte etwas kräftigeren Filoncino rollen. Die Enden dabei leicht zuspitzen. Die Naht soll unten liegen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind länglich, mittig etwas kräftiger und an den Enden leicht zugespitzt.
Die Teiglinge mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und abgedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein leeres, hitzefestes Blech auf den Ofenboden stellen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind leicht gelockert und der Ofen vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Das Blech auf dem Ofenboden wird beim Vorheizen sehr heiß.
Kurz vor dem Backen jedes Brötchen mit einer scharfen Klinge 1 bis 2 cm tief längs einschneiden.
Daran erkennst du es: Jedes Brötchen hat einen einzelnen, langen Längsschnitt.
Wichtig: Die scharfe Klinge stets vom Körper weg führen und sicher ablegen.
Das Blech in den Ofen schieben und etwa 100 ml kochendes Wasser in das leere untere Blech geben. Die Cirioli 12 Minuten mit Dampf backen.
Daran erkennst du es: Die Brötchen sind sichtbar aufgegangen und die Oberfläche beginnt fest zu werden.
Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers Gesicht und Hände vom heißen Dampf fernhalten.
Das untere Blech vorsichtig herausnehmen und die Brötchen weitere 4 bis 6 Minuten backen, bis sie goldbraun und außen knusprig sind.
Daran erkennst du es: Die Cirioli sind goldbraun und außen knusprig.
Wichtig: Das untere Blech vorsichtig mit Ofenhandschuhen herausnehmen; es enthält heißen Dampf und Wasser.
Die Cirioli auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brötchen sind vollständig ausgekühlt und die Krume hat sich gesetzt.
Gut zu wissen
Weizenmehl Type 0 oder ein backstarkes Weizenmehl eignet sich für den elastischen, länglich formbaren Teig.
Die kleine Hefemenge unterstützt die lange, langsame Reifung der Biga.
Die Brötchen können etwas kräftiger strukturiert und besonders gut formbar werden.
Das backstarke Weizenmehl in derselben Menge verwenden und die Teigkonsistenz während des Knetens prüfen.
Die Biga möglichst bei etwa 18 °C reifen lassen und nach 12 bis 18 Stunden weiterverarbeiten.
Wenn die Biga noch aromatisch riecht und nicht unangenehm säuerlich ist, direkt weiterarbeiten und die erste Teigruhe aufmerksam beobachten.
Die Stücke mit der Küchenwaage auf etwa 100 g bringen und möglichst gleichmäßig rollen.
Kleinere Teiglinge früher prüfen und größere gegebenenfalls etwas länger backen.
Kurz vor dem Backen mit einer scharfen Klinge zügig 1 bis 2 cm tief längs einschneiden.
Die Brötchen trotzdem vollständig ausbacken; die Form bleibt essbar, auch wenn der Schnitt weniger ausgeprägt ist.
Den Ofen rechtzeitig auf 230 °C vorheizen und die Cirioli nach dem Entfernen des unteren Blechs goldbraun fertig backen.
Noch einige Minuten ohne Dampf weiterbacken und die Bräunung eng kontrollieren.
Die Biga kann 12 bis 18 Stunden vor dem Hauptteig angesetzt und abgedeckt bei etwa 18 °C ruhen gelassen werden.
Häufig gefragt
Die Biga reift über Nacht und gibt dem Teig mehr Aroma sowie eine gute, elastische Struktur zum Formen.
Cirioli sind länglich, in der Mitte etwas kräftiger, an den Enden leicht zugespitzt und längs eingeschnitten.
Das Wasser erzeugt zu Beginn des Backens Dampf. Dadurch können die Brötchen gut aufgehen, bevor sie ohne Dampf knusprig fertig backen.
Geeignet sind Weizenmehl Type 0 oder ein backstarkes Weizenmehl.
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