Strascinati mit peperoni cruschi

Pasta fresca aus der Basilikata

Handgemachte Strascinati aus Semola werden mit kurz frittierten peperoni cruschi, aromatisiertem Olivenöl, Knoblauch und gerösteter Brotkrume vermengt. Ein bodenständiges Pastagericht mit süß-knusprigem Paprikaaroma und herzhaftem Crunch.

Zum Rezept
Strascinati con peperoni cruschi
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 95 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Frittieren, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die leicht offene Form der Strascinati nimmt das aromatische Olivenöl und die Brotkrume besonders gut auf.
  • Kurz frittierte peperoni cruschi entwickeln ein intensives, süßes Paprikaaroma und bleiben bei sorgfältiger Zubereitung luftig-knusprig.
  • Geröstete Brotkrume ergänzt die weiche, bissfeste Pasta mit einem herzhaften Kontrast.
  • Knoblauch aromatisiert das Öl, ohne den charakteristischen Geschmack der getrockneten Paprika zu überdecken.

Strascinati con peperoni cruschi bringt die charakteristischen Aromen der Basilikata auf den Teller: frisch geformte Pasta, süße getrocknete Paprikaschoten, gutes Olivenöl, Knoblauch und geröstete Brotkrume. Die offene Pastaform nimmt das Würzöl besonders gut auf, während die peperoni cruschi für knusprige Akzente sorgen.

Bissfeste, handgemachte Pasta trifft auf duftendes Olivenöl, mild-süße knusprige Paprika und goldbraune Brotkrume. Der Teller wirkt herzhaft, aromatisch und angenehm rustikal, mit weichen Pastaanteilen und deutlich knusprigem Topping.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig herstellen und ruhen lassen

    Semola und die 4 g Salz in einer Schüssel vermischen. Das lauwarme Wasser nach und nach einarbeiten und alles 8 bis 10 Minuten zu einem festen, glatten Teig verkneten. Falls der Teig noch nicht zusammenhält, nur wenige Tropfen Wasser ergänzen. Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist fest, glatt und geschlossen.

    • Das Wasser langsam zugeben, damit der Teig nicht zu weich wird.
  2. Strascinati formen

    Den Teig in mehrere Stücke teilen und jedes Stück zu einem fingerdicken Strang rollen. Kleine Stücke von etwa 1,5 cm abstechen. Jedes Stück mit den Fingerspitzen auf einem leicht mit Semola bestäubten Holzbrett nach vorn ziehen, sodass eine längliche, leicht offene Pastaform entsteht. Die Strascinati auf ein bemehltes Tuch legen und bis zum Kochen antrocknen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die geformten Stücke sind länglich geöffnet und haften nicht am Tuch.

    • Nicht zu viel zusätzliches Mehl verwenden, damit die Pasta später nicht mehlig wirkt.
  3. Peperoni cruschi frittieren

    Die peperoni cruschi mit einem Tuch abreiben, Stiele entfernen und die Schoten vorsichtig öffnen. Kerne und lose Innenfasern herausstreifen. Das Olivenöl in der großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Schoten portionsweise nur wenige Sekunden im Öl wenden, bis sie aufquellen und knusprig werden. Sofort herausnehmen und auf Küchenpapier abkühlen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schoten sind aufgequollen und knusprig, aber nicht dunkel verbrannt.

    • Die Schoten sehr aufmerksam beobachten: Sie werden in wenigen Sekunden knusprig und können ebenso schnell verbrennen.

    Wichtig: Die Schoten vorsichtig in das heiße Öl geben, da es spritzen kann.

  4. Würzöl und Brotkrume zubereiten

    Die Knoblauchzehen leicht andrücken und im verbliebenen Öl 2 bis 3 Minuten sanft aromatisieren. Den Knoblauch herausnehmen. Die grobe Brotkrume ins Öl geben und unter Rühren goldbraun rösten. Die Pfanne vom Herd nehmen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brotkrume ist goldbraun und knusprig.

    • Die Brotkrume nach dem Herausnehmen der Pfanne weiter im Blick behalten, da sie in der Resthitze nachbräunen kann.

    Wichtig: Die Pfanne vor dem weiteren Arbeiten vom Herd nehmen, sobald die Brotkrume goldbraun ist.

  5. Pasta kochen

    Das Wasser mit den 25 g Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Strascinati hineingeben und je nach Dicke etwa 7 bis 10 Minuten garen, bis sie bissfest und vollständig durchgegart sind. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser zurückbehalten. Die Pasta anschließend im Sieb abgießen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Strascinati sind bissfest und im Kern vollständig durchgegart.

    • Mit der Garprobe nach 7 Minuten beginnen, weil die Dicke der handgemachten Pasta variieren kann.

    Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Wasserdampf achten und das Kochwasser vor dem vollständigen Abgießen zurückbehalten.

  6. Pasta mit Würzöl verbinden

    Die Pasta in die Pfanne mit der gerösteten Brotkrume geben. Nach und nach etwas Kochwasser hinzufügen und alles vorsichtig schwenken, bis sich das Würzöl mit der Brotkrume verbindet. Die peperoni cruschi grob zerbröseln und den größten Teil unterheben.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brotkrume haftet am Würzöl und die Pasta ist gleichmäßig überzogen.

    • Das Kochwasser portionsweise zugeben, damit die Mischung nicht wässrig wird.
  7. Anrichten

    Die Strascinati sofort auf vier Teller verteilen und mit den restlichen Paprikastückchen und der knusprigen Brotkrume bestreuen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist heiß angerichtet und die knusprigen Bestandteile liegen sichtbar obenauf.

    • Sofort servieren, damit die Brotkrume und die Paprikastückchen knusprig bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die Form der Pasta: Die leicht offene Form der Strascinati muss nicht vollkommen gleichmäßig sein. Entscheidend ist, dass die Stücke eine längliche Öffnung behalten, in der sich Würzöl und Brotkrume sammeln können.
  • Peperoni cruschi aufmerksam frittieren: Die getrockneten Paprikaschoten brauchen im heißen Öl nur wenige Sekunden. Nimm sie heraus, sobald sie aufquellen und knusprig werden, damit ihr süßes Aroma erhalten bleibt.
  • Kochwasser zurückbehalten: Das stärkehaltige Kochwasser hilft dabei, das Würzöl mit der gerösteten Brotkrume zu verbinden und die Pasta gleichmäßig zu überziehen.

Zutatenwissen

Peperoni cruschi

Peperoni cruschi sind getrocknete süße Paprikaschoten aus der Basilikata. Sie werden sehr kurz in Öl gegart und entwickeln dabei eine luftige, knusprige Struktur.

Semola rimacinata

Die fein gemahlene Semola aus Hartweizen ergibt einen festen Pastateig, der sich gut zu Strascinati formen lässt.

Grobe Brotkrume

Grobe Brotkrume aus altbackenem Brot sorgt für den rustikalen Crunch. Sie sollte im Öl goldbraun, aber nicht dunkel geröstet werden.

Sinnvolle Alternativen

milde getrocknete rote Paprikaschoten

Die Paprikaschoten sind meist weniger dünn und werden deshalb nicht ganz so luftig-knusprig.

Die getrockneten roten Paprikaschoten wie die peperoni cruschi vorbereiten und nur kurz im Öl wenden. Dabei besonders auf den Bräunungsgrad achten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die peperoni cruschi schmecken bitter oder sind dunkel verbrannt.

Nur wenige Sekunden frittieren, portionsweise arbeiten und sie sofort auf Küchenpapier legen, sobald sie aufgequollen und knusprig sind.

Verbrannte Stücke aussortieren und nur unversehrte Schoten weiterverwenden.

Die Brotkrume bleibt weich und verbindet sich nicht knusprig mit der Pasta.

Die Brotkrume goldbraun rösten und das Kochwasser nur nach und nach einarbeiten.

Die Mischung kurz weiter in der warmen Pfanne schwenken, ohne zusätzliches Wasser zuzugeben.

Die Strascinati werden weich und verlieren ihre Form.

Ab 7 Minuten prüfen, weil die Dicke der einzelnen Stücke unterschiedlich sein kann.

Die Pasta sofort abgießen und direkt mit der Brotkrume vermengen, damit sie nicht weiter im Wasser gart.

Varianten

Variante mit milden getrockneten Paprikaschoten

Milde getrocknete rote Paprikaschoten ersetzen die peperoni cruschi. Das Gericht bleibt aromatisch und knusprig, die Paprikastücke werden jedoch meist weniger luftig.

Servieren und kombinieren

  • Sofort servieren: Die Strascinati direkt nach dem Vermengen auf die Teller verteilen, damit Brotkrume und Paprikastückchen möglichst lange knusprig bleiben.
  • Rustikal anrichten: Die Pasta mit den restlichen peperoni cruschi und zusätzlicher gerösteter Brotkrume bestreuen. So bleiben die farblichen und knusprigen Kontraste auf dem Teller sichtbar.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Semola rimacinata besteht aus Hartweizen; die Brotkrume stammt aus Brot und kann je nach Produkt ebenfalls glutenhaltiges Getreide enthalten.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Öl: Die peperoni cruschi vorsichtig in das warme Öl geben, portionsweise wenden und sofort herausnehmen. Spritz- und Verbrennungsgefahr beachten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind peperoni cruschi?

Peperoni cruschi sind getrocknete süße Paprikaschoten aus der Basilikata. Sie werden sehr kurz in Öl gewendet und dadurch knusprig.

Womit kann ich peperoni cruschi ersetzen?

Als Alternative eignen sich milde getrocknete rote Paprikaschoten. Sie sind meist dicker und werden deshalb nicht ganz so luftig-knusprig.

Wie forme ich Strascinati?

Den Teig zu fingerdicken Strängen rollen, etwa 1,5 cm große Stücke abstechen und jedes Stück mit den Fingerspitzen auf einem leicht bemehlten Holzbrett nach vorn ziehen. So entsteht eine längliche, leicht offene Pastaform.

Aus unserer Küche

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