Fenchel vorbereiten
Küchenfertiger Fenchel sollte fest und frei von harten, holzigen Außenblättern sein. Der Strunk wird nur teilweise entfernt, damit die Viertel beim Vorgaren zusammenhalten.
Herzhafter Flan aus der Romagna
Zarter herzhafter Fenchelflan aus püriertem Fenchel, dicker Béchamel, Eiern und Parmigiano ReggianoItalienischer Käse mit geschützter Ursprungsbezeichnung und körnig-bröckeliger Textur., der im Wasserbad sanft gebacken und warm aus der Form gestürzt wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sformato di finocchi ist ein cremig-fester Gemüseflan aus der romagnolischen Küche innerhalb der Emilia-Romagna. Vorgegarter Fenchel wird mit Béchamel, Eiern und Parmigiano Reggiano zu einer milden Masse verbunden und im Wasserbad gegart. Durch die sanfte Hitze bleibt der Sformato saftig, schnittfest und aromatisch.
Mild-aromatischer Fenchelduft, cremig-feste und glatte Textur, dezente Süße des Gemüses sowie eine würzige, leicht nussige Parmigiano-Note.
Schritt für Schritt
Fenchel putzen, harte Außenblätter entfernen, waschen und vierteln. Den Strunk nur so weit herausschneiden, dass die Stücke noch zusammenhalten. Die Viertel in leicht gesalzenem Wasser etwa 8–10 Minuten garen und anschließend gründlich abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Fenchelviertel sind zu etwa zwei Dritteln weich, aber noch formstabil.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißes Kochwasser achten.
30 g Butter im kleinen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und bei mittlerer Hitze etwa 1 Minute anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce 5–6 Minuten leise köcheln lassen und mit der vorgesehenen Prise Salz und Muskatnuss würzen.
Daran erkennst du es: Die Béchamel ist deutlich dick und glatt.
Die gegarten Fenchelstücke grob zerkleinern und mit 30 g Butter in eine breite Pfanne geben. Die Milch zugießen und bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten garen, bis sie fast vollständig aufgenommen ist.
Daran erkennst du es: Die Milch ist fast vollständig aufgenommen und der Fenchel ist weich.
Die Pfanne vom Herd nehmen und den Fenchel etwa 10 Minuten abkühlen lassen, bis er nur noch lauwarm ist. So stocken die Eier beim späteren Vermengen nicht vorzeitig.
Daran erkennst du es: Der Fenchel ist lauwarm, nicht mehr heiß.
Den lauwarmen Fenchel mit der Béchamel fein pürieren. Die Eier in einer Schüssel verquirlen und zusammen mit dem Parmigiano Reggiano unter die Fenchelmasse rühren. Das restliche Salz und die Muskatnuss aus dem Sformato-Zutatenblock einarbeiten. Die Masse soll cremig und dickflüssig, nicht wässrig sein.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt, cremig und dickflüssig.
Die Ringform gründlich mit der vorgesehenen Butter ausstreichen und mit den Semmelbröseln ausstreuen. Die Fenchelmasse einfüllen und die Oberfläche glatt streichen. Die Form in die tiefe Auflaufform stellen.
Daran erkennst du es: Die Form ist gleichmäßig gefettet und vollständig mit Semmelbröseln ausgekleidet.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. So viel heißes Wasser in die Auflaufform gießen, dass die Ringform etwa bis zur halben Höhe im Wasser steht. Den Sformato 45–50 Minuten garen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gesetzt und die Mitte zittert beim vorsichtigen Rütteln nur noch leicht.
Wichtig: Heißes Wasser vorsichtig in die Auflaufform gießen und die Form nach dem Backen sicher aus dem Wasserbad heben.
Die Form aus dem Wasserbad nehmen und den Sformato 10 Minuten ruhen lassen. Mit einem dünnen Messer vorsichtig am Rand entlangfahren, einen Teller auf die Form legen und den Sformato behutsam stürzen. Warm servieren.
Daran erkennst du es: Der Sformato ist cremig-fest und lässt sich sauber in Stücke schneiden.
Wichtig: Form und Wasserbad sind noch heiß; beim Herausheben Topflappen verwenden.
Gut zu wissen
Küchenfertiger Fenchel sollte fest und frei von harten, holzigen Außenblättern sein. Der Strunk wird nur teilweise entfernt, damit die Viertel beim Vorgaren zusammenhalten.
Frisch geriebener Parmigiano Reggiano verteilt sich gleichmäßig in der Masse und bringt Salz sowie eine würzige, leicht nussige Note ein.
Das Salz im Sformato-Zutatenblock wird zwischen Kochwasser und Fenchelmasse aufgeteilt. Die zusätzliche Prise in der Béchamel bleibt eine eigene Zutatenzeile.
Die Masse kann etwas weniger vollmundig schmecken und geringfügig weicher werden.
Für beide Milchmengen einen ungesüßten, möglichst cremigen Haferdrink verwenden. Die Béchamel ausreichend dick einkochen lassen.
Der Buttergeschmack wird neutraler; die Bindung bleibt grundsätzlich erhalten.
Eine zum Backen und Kochen geeignete Margarine verwenden. Für eine vollständig vegane Variante müssten zusätzlich Eier und Parmigiano ersetzt werden; das verändert den Charakter des Sformato deutlich.
Das Aroma kann kräftiger oder milder ausfallen, die würzige Käsenote bleibt erhalten.
Einen fein geriebenen, gut gereiften Hartkäse verwenden und die Salzmenge erst nach dem Abschmecken anpassen.
Die Sauce 5–6 Minuten köcheln lassen und den Fenchel nach dem Vorgaren gründlich abtropfen lassen.
Die Masse vor dem Einfüllen einige Minuten stehen lassen; bei deutlicher Flüssigkeit lässt sie sich nur begrenzt retten, weil zusätzliche trockene Bindemittel den Charakter verändern.
Den Fenchel etwa 10 Minuten abkühlen lassen und nur lauwarm mit den Eiern vermengen.
Die Masse sofort fein pürieren und anschließend ohne weiteres Erhitzen in die Form geben.
Die Garprobe abwarten und die Form anschließend 10 Minuten ruhen lassen.
Den Sformato in der Form servieren oder in Stücke schneiden, falls er beim Stürzen bricht.
Butter bis in alle Rillen verstreichen und die Semmelbrösel gleichmäßig verteilen.
Den Rand nochmals vorsichtig mit einem dünnen Messer lösen und den Teller erst danach auflegen.
Häufig gefragt
Das Wasserbad hält die Hitze gleichmäßig und sanft. Dadurch stockt die Eimasse kontrolliert, bleibt saftig und bekommt eine glatte, cremig-feste Konsistenz.
Nach dem Backen sollte er etwa 10 Minuten in der Form ruhen. Danach den Rand vorsichtig mit einem dünnen Messer lösen und den Sformato auf einen Teller stürzen.
Vorgesehen ist eine Ring- oder Savarinform mit etwa 20 cm Durchmesser und 1,5 l Inhalt. Eine kleine runde Auflaufform mit hohem Rand ist eine mögliche Alternative.
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