Cardi vorbereiten
Cardi sind die fleischigen Stängel der Kardone. Harte Außenfasern vor dem Garen entfernen; ungeputzt werden 500 g benötigt, vorbereitet bleiben etwa 300 g.
Herzhafter Gemüseflan aus Kampanien
Zarte Cardi und milder Fenchel verbinden sich mit Ricotta, Parmigiano und Semmelbröseln zu einem weichen, schnittfesten Sformato aus dem Ofen. Lauwarm serviert entfaltet das Gemüsegericht sein ausgewogenes Aroma besonders schön.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sformato di cardi e finocchi Diese Variante verbindet zarte Cardi und milden Fenchel mit Ricotta und gereiftem Parmigiano. Die gebundene Gemüsemasse wird in einer runden Form gebacken und ergibt einen weichen, saftigen Sformato mit leicht cremiger Mitte. Lauwarm serviert kommt sein ausgewogenes Gemüsearoma besonders gut zur Geltung.
Die Oberfläche wird leicht goldbraun, während die Mitte weich, saftig und sanft cremig bleibt. Cardi bringt ein mild-herbes, leicht artischockenähnliches Aroma mit, der Fenchel eine feine Anisnote. Parmigiano sorgt für Würze und Tiefe.
Schritt für Schritt
Die Cardi von den harten Außenfasern befreien, waschen und in etwa 4 cm lange Stücke schneiden. In eine große Schüssel mit kaltem Wasser und dem Saft einer Zitrone legen. Den Fenchel putzen, die Knollen längs halbieren und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.
Das Wasser mit 1 gehäuften Esslöffel Salz, der angedrückten Knoblauchzehe und dem Saft der zweiten Zitrone im großen Topf aufkochen. Die Cardi abgießen, hineingeben und 10–12 Minuten garen. Herausheben und anschließend den Fenchel im selben Kochwasser 8–10 Minuten weich garen. Beide Gemüse gründlich abtropfen und abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Cardi und Fenchel sind weich, behalten aber ihre Form.
Wichtig: Beim Abgießen und Herausheben des heißen Gemüses vorsichtig arbeiten.
Die Cardi mit den Händen oder einem sauberen Küchentuch vorsichtig ausdrücken, damit die Masse später nicht wässrig wird. Die Hälfte der Cardi und den Fenchel klein schneiden. Die übrigen Cardi mit der Ricotta grob pürieren oder sehr fein hacken.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist gut abgetropft und die Ricotta-Cardi-Masse gleichmäßig verbunden.
Die Gemüse-Ricotta-Masse, das geschnittene Gemüse, den Parmigiano und 20 g Semmelbrösel vermengen. Mit schwarzem Pfeffer und wenig Salz abschmecken. Die Masse soll feucht und kompakt sein, aber nicht flüssig. Bei sehr feuchter Ricotta zusätzlich 1–2 Esslöffel Semmelbrösel einarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Masse bleibt kompakt und läuft nicht auseinander.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die runde Form mit der Butter ausstreichen und mit den übrigen 20 g Semmelbröseln ausstreuen. Die Masse einfüllen, glatt streichen und leicht andrücken.
Den Sformato auf der mittleren Schiene 35–40 Minuten backen. Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein, die Mitte beim vorsichtigen Bewegen aber noch sanft nachgeben.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht goldbraun und die Mitte gibt beim Bewegen nur noch sanft nach.
Wichtig: Die Backform und der Sformato sind sehr heiß; zum Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Den Sformato im ausgeschalteten, geöffneten Ofen 5 Minuten stehen lassen. Anschließend weitere 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Mit einem Messer vorsichtig am Rand entlangfahren, auf eine Platte stürzen und in dicke Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Masse ist weich und saftig, aber stabil genug zum Schneiden.
Wichtig: Vor dem Stürzen kurz prüfen, dass die Form nicht mehr unmittelbar aus dem Ofen kommt.
Gut zu wissen
Cardi sind die fleischigen Stängel der Kardone. Harte Außenfasern vor dem Garen entfernen; ungeputzt werden 500 g benötigt, vorbereitet bleiben etwa 300 g.
Gut abgetropfte Ricotta hält die Masse kompakt. Sehr feuchte Ricotta kann 1–2 zusätzliche Esslöffel Semmelbrösel erfordern.
Frisch geriebener Parmigiano verteilt sich gleichmäßig in der Masse und bringt eine würzige, leicht salzige Tiefe.
Die feinen Semmelbrösel binden überschüssige Feuchtigkeit in der Masse und bilden zugleich eine trockene Schicht zwischen Form und Sformato.
Der Sformato wird milder und weniger artischockenähnlich.
Die dicken Mangoldstiele putzen, in Stücke schneiden und wie die Cardi im Zitronenwasser vorgaren. Vor dem Mischen gut ausdrücken.
Die Masse wird etwas fester und weniger fein.
Die Kuhmilch-Ricotta gut abtropfen lassen und in gleicher Menge verwenden.
Das gegarte Gemüse im Sieb abtropfen lassen und die Cardi vor dem Mischen vorsichtig ausdrücken.
Je nach Konsistenz 1–2 zusätzliche Esslöffel Semmelbrösel einarbeiten und die Masse vor dem Backen kurz stehen lassen.
Zusätzliche Semmelbrösel nur bei sehr feuchter Ricotta verwenden und den Sformato nach dem goldbraunen Färben prüfen.
Den Sformato lauwarm mit ausreichend Ruhezeit servieren; nach dem Backen lässt sich die Feuchtigkeit nicht vollständig zurückgewinnen.
Die 5 Minuten im geöffneten Ofen und weitere 10 Minuten in der Form einhalten.
Den Sformato in der Form in dicke Stücke schneiden und direkt daraus servieren.
Das Kochwasser fest dosieren und die Masse erst am Ende vorsichtig mit wenig Salz abschmecken.
Ungesalzene Ricotta oder zusätzliches ungesalzenes Gemüse können die Würze nur begrenzt ausgleichen; am besten den Sformato mit neutralen Beilagen servieren.
Eine mildere Variante mit dicken Mangoldstielen statt Cardi.
Häufig gefragt
Ja. Verwende 300 g dicke Mangoldstiele. Der Sformato wird dadurch milder und weniger artischockenähnlich.
Gut abgetropfte Kuhmilch-Ricotta funktioniert ebenfalls. Sie macht die Masse etwas fester und weniger fein.
Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein. Beim vorsichtigen Bewegen darf die Mitte noch sanft nachgeben; nach der Ruhezeit stabilisiert sie sich weiter.
Am besten lauwarm, in dicken Scheiben. So bleibt die Mitte weich und saftig, während der Sformato stabil genug zum Servieren ist.
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