Sformato di Cardi und Fenchel

Herzhafter Gemüseflan aus Kampanien

Zarte Cardi und milder Fenchel verbinden sich mit Ricotta, Parmigiano und Semmelbröseln zu einem weichen, schnittfesten Sformato aus dem Ofen. Lauwarm serviert entfaltet das Gemüsegericht sein ausgewogenes Aroma besonders schön.

Zum Rezept
Zart aus dem Ofen
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kurze Garen macht Cardi und Fenchel zart, ohne ihr mildes Gemüsearoma zu verlieren.
  • Ricotta und Parmigiano binden die Gemüsemasse und sorgen für eine weiche, cremige Mitte.
  • Ausgedrücktes Gemüse und Semmelbrösel verhindern, dass der Sformato wässrig wird.
  • Die Ruhezeit stabilisiert die Masse, sodass sie sich in dicken Scheiben servieren lässt.

Sformato di cardi e finocchi Diese Variante verbindet zarte Cardi und milden Fenchel mit Ricotta und gereiftem Parmigiano. Die gebundene Gemüsemasse wird in einer runden Form gebacken und ergibt einen weichen, saftigen Sformato mit leicht cremiger Mitte. Lauwarm serviert kommt sein ausgewogenes Gemüsearoma besonders gut zur Geltung.

Die Oberfläche wird leicht goldbraun, während die Mitte weich, saftig und sanft cremig bleibt. Cardi bringt ein mild-herbes, leicht artischockenähnliches Aroma mit, der Fenchel eine feine Anisnote. Parmigiano sorgt für Würze und Tiefe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Gemüse garen

  1. Cardi und Fenchel vorbereiten

    Die Cardi von den harten Außenfasern befreien, waschen und in etwa 4 cm lange Stücke schneiden. In eine große Schüssel mit kaltem Wasser und dem Saft einer Zitrone legen. Den Fenchel putzen, die Knollen längs halbieren und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

    15 Minuten
    • Das Einlegen in Zitronenwasser hält die Cardi hell und unterstützt ein klares Gemüsearoma.
  2. Gemüse im Zitronenwasser garen

    Das Wasser mit 1 gehäuften Esslöffel Salz, der angedrückten Knoblauchzehe und dem Saft der zweiten Zitrone im großen Topf aufkochen. Die Cardi abgießen, hineingeben und 10–12 Minuten garen. Herausheben und anschließend den Fenchel im selben Kochwasser 8–10 Minuten weich garen. Beide Gemüse gründlich abtropfen und abkühlen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Cardi und Fenchel sind weich, behalten aber ihre Form.

    • Das Kochwasser kann für beide Gemüse verwendet werden; zuerst die Cardi, dann den Fenchel garen.

    Wichtig: Beim Abgießen und Herausheben des heißen Gemüses vorsichtig arbeiten.

  3. Gemüse ausdrücken und zerkleinern

    Die Cardi mit den Händen oder einem sauberen Küchentuch vorsichtig ausdrücken, damit die Masse später nicht wässrig wird. Die Hälfte der Cardi und den Fenchel klein schneiden. Die übrigen Cardi mit der Ricotta grob pürieren oder sehr fein hacken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist gut abgetropft und die Ricotta-Cardi-Masse gleichmäßig verbunden.

    • Wer keinen Stabmixer verwenden möchte, hackt die übrigen Cardi möglichst fein.
  4. Sformato-Masse mischen

    Die Gemüse-Ricotta-Masse, das geschnittene Gemüse, den Parmigiano und 20 g Semmelbrösel vermengen. Mit schwarzem Pfeffer und wenig Salz abschmecken. Die Masse soll feucht und kompakt sein, aber nicht flüssig. Bei sehr feuchter Ricotta zusätzlich 1–2 Esslöffel Semmelbrösel einarbeiten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse bleibt kompakt und läuft nicht auseinander.

    • Die zusätzlichen Semmelbrösel bei Bedarf nach und nach einarbeiten, damit die Masse nicht trocken wird.

Backen und servieren

  1. Form vorbereiten und füllen

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die runde Form mit der Butter ausstreichen und mit den übrigen 20 g Semmelbröseln ausstreuen. Die Masse einfüllen, glatt streichen und leicht andrücken.

    10 Minuten 180 °C
    • Die Brösel gleichmäßig verteilen, damit sich der Sformato später leichter aus der Form löst.
  2. Sformato backen

    Den Sformato auf der mittleren Schiene 35–40 Minuten backen. Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein, die Mitte beim vorsichtigen Bewegen aber noch sanft nachgeben.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht goldbraun und die Mitte gibt beim Bewegen nur noch sanft nach.

    • Die Backzeit liegt je nach Feuchtigkeit der Ricotta und tatsächlicher Formhöhe zwischen 35 und 40 Minuten.

    Wichtig: Die Backform und der Sformato sind sehr heiß; zum Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.

  3. Ruhen lassen und schneiden

    Den Sformato im ausgeschalteten, geöffneten Ofen 5 Minuten stehen lassen. Anschließend weitere 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Mit einem Messer vorsichtig am Rand entlangfahren, auf eine Platte stürzen und in dicke Scheiben schneiden.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist weich und saftig, aber stabil genug zum Schneiden.

    • Lauwarm servieren, damit die Mitte weich bleibt und sich die Gemüsearomen gut entfalten.

    Wichtig: Vor dem Stürzen kurz prüfen, dass die Form nicht mehr unmittelbar aus dem Ofen kommt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Entscheidend für die Konsistenz: Cardi und Fenchel nach dem Garen gründlich abtropfen lassen. Besonders die Cardi sollte vor dem Mischen vorsichtig ausgedrückt werden, damit der Sformato schnittfest bleibt.
  • Semmelbrösel richtig verwenden: Von den insgesamt 40 g Semmelbröseln kommen 20 g in die Gemüsemasse und 20 g in die gebutterte Form.
  • Vor dem Stürzen ruhen lassen: Die Ruhezeit im geöffneten Ofen und anschließend in der Form gibt der weichen Masse genügend Stabilität zum Stürzen und Schneiden.

Zutatenwissen

Cardi vorbereiten

Cardi sind die fleischigen Stängel der Kardone. Harte Außenfasern vor dem Garen entfernen; ungeputzt werden 500 g benötigt, vorbereitet bleiben etwa 300 g.

Ricotta gut abtropfen lassen

Gut abgetropfte Ricotta hält die Masse kompakt. Sehr feuchte Ricotta kann 1–2 zusätzliche Esslöffel Semmelbrösel erfordern.

Frisch geriebener Parmigiano

Frisch geriebener Parmigiano verteilt sich gleichmäßig in der Masse und bringt eine würzige, leicht salzige Tiefe.

Zwei Aufgaben für die Brösel

Die feinen Semmelbrösel binden überschüssige Feuchtigkeit in der Masse und bilden zugleich eine trockene Schicht zwischen Form und Sformato.

Sinnvolle Alternativen

Dicke Mangoldstiele

Der Sformato wird milder und weniger artischockenähnlich.

Die dicken Mangoldstiele putzen, in Stücke schneiden und wie die Cardi im Zitronenwasser vorgaren. Vor dem Mischen gut ausdrücken.

Gut abgetropfte Kuhmilch-Ricotta

Die Masse wird etwas fester und weniger fein.

Die Kuhmilch-Ricotta gut abtropfen lassen und in gleicher Menge verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Sformato bleibt nach dem Backen zu weich oder gibt Flüssigkeit ab.

Das gegarte Gemüse im Sieb abtropfen lassen und die Cardi vor dem Mischen vorsichtig ausdrücken.

Je nach Konsistenz 1–2 zusätzliche Esslöffel Semmelbrösel einarbeiten und die Masse vor dem Backen kurz stehen lassen.

Der Sformato wird fest und trocken statt weich und saftig.

Zusätzliche Semmelbrösel nur bei sehr feuchter Ricotta verwenden und den Sformato nach dem goldbraunen Färben prüfen.

Den Sformato lauwarm mit ausreichend Ruhezeit servieren; nach dem Backen lässt sich die Feuchtigkeit nicht vollständig zurückgewinnen.

Der Sformato bricht beim Stürzen auseinander.

Die 5 Minuten im geöffneten Ofen und weitere 10 Minuten in der Form einhalten.

Den Sformato in der Form in dicke Stücke schneiden und direkt daraus servieren.

Der Sformato schmeckt übermäßig salzig.

Das Kochwasser fest dosieren und die Masse erst am Ende vorsichtig mit wenig Salz abschmecken.

Ungesalzene Ricotta oder zusätzliches ungesalzenes Gemüse können die Würze nur begrenzt ausgleichen; am besten den Sformato mit neutralen Beilagen servieren.

Varianten

Sformato mit dicken Mangoldstielen

Eine mildere Variante mit dicken Mangoldstielen statt Cardi.

Servieren und kombinieren

  • Lauwarm auf den Tisch bringen: Den Sformato nach der Ruhezeit lauwarm in dicken Scheiben servieren. In diesem Zustand bleibt die Mitte weich und saftig, während die Scheiben stabil genug sind.
  • Als eigenständiges Gemüsegericht: Die dicken Scheiben eignen sich als eigenständiges vegetarisches Gemüsegericht und bringen durch Ricotta und Parmigiano bereits eine angenehme Sättigung mit.
  • Scheiben am nächsten Tag verwenden: Übrig gebliebene Scheiben lassen sich kalt oder vorsichtig erwärmt servieren; die genaue Aufbewahrung und Aufwärmdauer richtet sich nach den örtlichen Küchenbedingungen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Ricotta, Parmigiano Reggiano und Butter sind Milchprodukte.
  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Semmelbrösel werden üblicherweise aus glutenhaltigem Brot hergestellt; die Produktkennzeichnung prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Cardi durch Mangoldstiele ersetzen?

Ja. Verwende 300 g dicke Mangoldstiele. Der Sformato wird dadurch milder und weniger artischockenähnlich.

Welche Ricotta eignet sich, wenn ich keine Ricotta di fuscella finde?

Gut abgetropfte Kuhmilch-Ricotta funktioniert ebenfalls. Sie macht die Masse etwas fester und weniger fein.

Woran erkenne ich, dass der Sformato fertig gebacken ist?

Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein. Beim vorsichtigen Bewegen darf die Mitte noch sanft nachgeben; nach der Ruhezeit stabilisiert sie sich weiter.

Wie wird der Sformato am besten serviert?

Am besten lauwarm, in dicken Scheiben. So bleibt die Mitte weich und saftig, während der Sformato stabil genug zum Servieren ist.

Aus unserer Küche

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