Eine eigenständige kalabrische Granita aus Wasser und Miele di fichi, die flach gefriert und durch regelmäßiges Auflockern fein-kristallin und löffelbar bleibt.
Von Italien auf dem TellerVeröffentlicht am 22. September 2026
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Die flache Gefrierform hält die Flüssigkeitsschicht dünn und unterstützt eine gleichmäßige Kristallbildung.
Das regelmäßige Auflockern verhindert eine kompakte Eisplatte und sorgt für eine fein-kristalline, löffelbare Struktur.
Miele di fichi bringt konzentrierte Feigensüße und eine dunkle, karamellig-fruchtige Tiefe in die ansonsten sehr kurze Zutatenliste.
Scirubetta al miele di fichi ist eine kalabrische Granita mit ungewöhnlich tiefer Feigensüße. Für die heimische Küche wird Miele di fichi mit Wasser verrührt, in einer flachen Form eingefroren und mehrfach mit der Gabel aufgelockert. So entsteht ein schlichtes, kristallines Dessert ohne Eismaschine.
Fein-kristallin und löffelbar, mit klarer Kälte, tiefer eingekochter Feigensüße und einer leicht dunklen, karamellig-fruchtigen Note.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Miele di fichi lösen
100 ml Wasser in einem kleinen Topf auf etwa 40 °C erwärmen. Das Miele di fichi einrühren, bis es sich vollständig löst. Die Mischung nicht kochen.
40 °C
Daran erkennst du es: Das Miele di fichi ist vollständig gelöst; die Mischung kocht nicht.
Das Erwärmen erleichtert das Auflösen der dickflüssigen Feigenmelasse.
Nur sanft erwärmen, damit die Mischung nicht kocht.
2
Mit dem restlichen Wasser verrühren
Die Feigenmischung mit den übrigen 350 ml Wasser verrühren und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist gleichmäßig vermischt und nicht mehr warm.
Das Abkühlen vor dem Einfrieren unterstützt eine gleichmäßigere Kristallbildung.
3
Erste Gefrierphase
Die Flüssigkeit in die flache Metallform gießen. Die Schicht sollte möglichst nicht höher als 2 cm sein. Bei etwa −18 °C für 45 Minuten in das Gefrierfach stellen.
45 Minuten-18 °C
Daran erkennst du es: Die Masse ist am Rand und in Teilen der Oberfläche angefroren.
Eine dünne Schicht gefriert gleichmäßiger als eine tiefe Flüssigkeitsmenge.
4
Angefrorene Masse auflockern
Die Form herausnehmen und die angefrorene Masse mit einer Gabel vom Rand zur Mitte durchziehen. Danach die Form wieder einfrieren.
Daran erkennst du es: Gefrorene und noch weichere Bereiche sind durch die Gabel verteilt und aufgelockert.
Besonders die gefrorenen Ränder gründlich zur Mitte ziehen.
5
Mehrfach wiederholen
Diesen Vorgang alle 30 Minuten noch fünfmal wiederholen. Je nach Form und Gefrierfach dauert es insgesamt etwa 4 Stunden, bis die Masse fein-kristallin und löffelbar ist.
30 Minuten-18 °C
Daran erkennst du es: Die Masse wird zunehmend fein-kristallin und bleibt mit dem Löffel portionierbar.
Die Auflockerungsintervalle möglichst gleichmäßig einhalten.
Die tatsächliche Gesamtzeit hängt von Form, Schichtdicke und Gefrierfach ab.
6
Auflockern und servieren
Falls die Scirubetta vor dem Servieren sehr fest geworden ist, 5 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend erneut mit der Gabel auflockern. In vorgekühlte Gläser oder Schalen verteilen und sofort servieren.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Scirubetta lässt sich wieder mit der Gabel lösen und portionieren.
Erst unmittelbar vor dem Servieren portionieren, damit die Kristallstruktur erhalten bleibt.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Die Schichtdicke ist entscheidend: Die Flüssigkeit möglichst nicht höher als 2 cm einfüllen. Eine flache Schicht friert gleichmäßiger und lässt sich leichter regelmäßig auflockern.
Ohne Eismaschine: Die Granita entsteht durch flaches Einfrieren und wiederholtes Auflockern mit der Gabel; eine Eismaschine ist nicht erforderlich.
Direkt servieren: Die Scirubetta nach dem letzten Auflockern sofort in vorgekühlte Gläser oder Schalen verteilen.
Zutatenwissen
Miele di fichi ist kein Bienenhonig
Miele di fichi, auch Melicotto oder Melassa di fichi genannt, ist eingekochter Feigensaft. Es handelt sich nicht um Honig von Bienen. Erhältlich ist die Zutat am ehesten im italienischen Feinkost- oder Spezialitätenhandel.
Sinnvolle Alternativen
Mosto cotto d'uva
Die Granita schmeckt dunkler nach gekochten Trauben und weniger nach Feige.
Das Miele di fichi im gleichen Mengenverhältnis durch 200 g Mosto cotto d'uva ersetzen und wie beschrieben mit Wasser verrühren und einfrieren.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Masse bleibt in der Mitte lange flüssig oder friert zu einem harten Block.
Eine möglichst flache Metallform verwenden und die Schicht nicht höher als etwa 2 cm einfüllen.
Die Masse in eine flachere Form umfüllen, weiter gefrieren und anschließend wiederholt auflockern.
Die Granita wird grobkristallin und schwer portionierbar.
Nach der ersten Gefrierphase und danach alle 30 Minuten mit der Gabel auflockern.
Die Form kurz temperieren lassen und die Masse gründlich mit der Gabel zerkratzen und vermischen.
Varianten
Variante mit Mosto cotto d'uva
Eine traditionelle Alternative mit gekochtem Traubenmost ergibt eine dunklere Granita mit stärkerer Traubennote.
Servieren und kombinieren
Sehr kalt servieren: Die Scirubetta in vorgekühlten Gläsern oder kleinen Schalen unmittelbar nach dem letzten Auflockern servieren.
Mit der Zutat servieren: Beim Servieren kurz darauf hinweisen, dass Miele di fichi eingekochter Feigensaft und kein Bienenhonig ist.
Planen und Reste genießen
Einfrieren
Die Grundlage beschreibt das Einfrieren zur Herstellung der Scirubetta, aber keine belastbare Langzeitlagerung oder maximale Gefrierdauer.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Was ist Miele di fichi?
Miele di fichi, auch Melicotto oder Melassa di fichi genannt, ist eingekochter Feigensaft beziehungsweise eine Feigenmelasse und kein Bienenhonig.
Brauche ich für die Scirubetta eine Eismaschine?
Nein. Die Mischung wird in einer flachen Metallform eingefroren und während des Gefrierens regelmäßig mit einer Gabel aufgelockert.
Kann ich Miele di fichi ersetzen?
Ja. Als traditionelle Alternative können 200 g Mosto cotto d'uva verwendet werden. Die Granita schmeckt dann dunkler nach gekochten Trauben und weniger nach Feige.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …