Schiacciata alla fiorentina

Toskanischer Florentiner Kuchen

Flacher, lockerer Florentiner Kuchen mit Orange, Safran, Eiern und mildem Olivenöl, bestäubt mit Puderzucker und auf Wunsch mit einer Kakaolilie.

Zum Rezept
Schiacciata alla fiorentina – Florentiner Kuchen mit Orange und Safran
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 85 Minuten
Menge Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Safran wird in warmer Milch eingeweicht und kann sein feines Aroma gleichmäßig im Teig entfalten.
  • Orangenschale und Orangensaft verbinden frische Zitrusnoten mit der warmen Würze des Safrans.
  • Das vorsichtige Unterheben des steifen Eiweißes macht den flachen Kuchen locker.
  • Die rechteckige Form sorgt für gleichmäßige, gut portionierbare Stücke.

Die Schiacciata alla fiorentina bringt einen unkomplizierten Kuchen aus Florenz und Umgebung auf den Tisch. Orangenabrieb, Orangensaft und Safran verleihen dem flachen Rührkuchen ein duftiges Aroma und eine warme goldgelbe Farbe. Nach dem Auskühlen wird er klassisch schlicht mit Puderzucker oder mit einem Florentiner Lilienmotiv aus Kakao dekoriert.

Goldgelber, flacher Kuchen mit lockerem, feinporigem Anschnitt. Er duftet nach Orange und Safran, schmeckt mild süß mit frischer Zitrusnote und hat eine zarte, leicht saftige Krume.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, bei Umluft auf 180 °C. Die rechteckige Backform mit Backpapier auslegen.

    200 °C
  2. Orange und Safran vorbereiten

    Zwei Esslöffel von der Milch im kleinen Topf erwärmen. Die Safranfäden darin einweichen und beiseitestellen. Die Orange heiß abwaschen, die Schale fein abreiben und 50 ml Saft auspressen.

    5 Minuten
    • Die Milch nur erwärmen, nicht sprudelnd kochen lassen.
    • Die Orange vor dem Abrieb gründlich abwaschen.
  3. Eiermasse aufschlagen

    Die Eier trennen. Eigelb und Zucker 2–3 Minuten hell und schaumig schlagen. Olivenöl, die restliche Milch, Orangenschale, Orangensaft und die Safranmilch nach und nach einrühren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist hell und deutlich schaumig.

    • Flüssige Zutaten langsam einarbeiten, damit die Masse glatt bleibt.
  4. Trockene Zutaten einarbeiten

    Mehl, Backpulver und Salz in der zweiten Rührschüssel mischen. Die trockenen Zutaten kurz unter die Eiermasse rühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar; nicht länger als nötig rühren.

    • Nach dem Einrühren der trockenen Zutaten nur kurz weiterrühren.
  5. Eiweiß unterheben

    Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Den Teig in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig verstreichen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist vollständig verteilt, ohne dass der Teig unnötig bearbeitet wurde.

    • Mit dem Teigschaber von unten nach oben heben, damit möglichst viel Luft im Teig bleibt.
  6. Kuchen backen

    Die Schiacciata 25–30 Minuten backen. Sie soll goldgelb sein; ein Holzstäbchen sollte nach der Garprobe sauber herauskommen.

    30 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldgelb und ein Holzstäbchen kommt sauber heraus.

    • Bei der ersten Garprobe nach 25 Minuten prüfen, da Backöfen unterschiedlich stark backen.
  7. Abkühlen lassen

    Den Kuchen 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Kuchen ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber bestäuben.

    • Das vollständige Auskühlen erleichtert das gleichmäßige Bestäuben und verhindert, dass der Puderzucker schmilzt.
  8. Dekorieren

    Die ausgekühlte Schiacciata mit dem Puderzucker bestäuben. Für das Florentiner Lilienmotiv eine kleine Papierschablone auflegen und das Kakaopulver vorsichtig darüberstäuben. Die Schablone behutsam abheben.

    5 Minuten
    • Die Schablone erst abheben, wenn das Kakaopulver vollständig aufgestäubt ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Safran in warmer Milch: Das Einweichen der Safranfäden in warmer Milch verteilt Aroma und Farbe gleichmäßig im Teig. Die Milch nur erwärmen, damit das feine Safranaroma erhalten bleibt.
  • Eiweiß vorsichtig unterheben: Das steif geschlagene Eiweiß nicht kräftig einrühren, sondern mit dem Teigschaber vorsichtig unterheben. So bleibt die Masse möglichst luftig.
  • Garprobe verwenden: Die Backzeit liegt bei etwa 25 bis 30 Minuten. Entscheidend für das Ende der Backzeit ist die goldgelbe Oberfläche zusammen mit einem sauberen Holzstäbchen.
  • Florentiner Lilie: Das Kakaomotiv entsteht durch eine kleine Papierschablone. Für eine schlichte Variante kann der Kuchen ausschließlich mit Puderzucker bestäubt werden.

Zutatenwissen

Safranfäden verwenden

Safranfäden geben ein feines, leicht blumiges Aroma und eine warme Farbe. Stark gefärbtes Safranpulver kann geschmacklich kräftiger ausfallen.

Bio-Orange für den Abrieb

Für den feinen Abrieb eignet sich eine große Bio-Orange. Die Schale vor dem Reiben heiß abwaschen.

Mehlwahl

Weizenmehl Type 405 oder italienisches Mehl Tipo 00 ergibt einen glatten, dickflüssigen Rührteig.

Sinnvolle Alternativen

Italienisches Mehl Tipo 00

Der Kuchen bleibt flach und locker; die Teigkonsistenz kann je nach Produkt geringfügig variieren.

Das Weizenmehl Type 405 im gleichen Mengenverhältnis durch italienisches Mehl Tipo 00 ersetzen und wie beschrieben mit Backpulver und Salz mischen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Kuchen wird kompakt und geht kaum auf.

Das Eiweiß mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben, bis keine großen weißen Streifen mehr sichtbar sind.

Die Krume wird schwer statt locker.

Mehl, Backpulver und Salz nur kurz einarbeiten, bis ein glatter Teig ohne Mehlnester entsteht.

Der Puderzucker schmilzt oder das Kakaomotiv verläuft.

Die Schiacciata vollständig auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

Erneut mit Puderzucker bestäuben und das Kakaomotiv erst nach vollständigem Auskühlen aufbringen.

Das Holzstäbchen bleibt feucht oder klebrig.

Ab 25 Minuten die Garprobe machen und bei Bedarf bis zu 30 Minuten weiterbacken.

Den Kuchen noch einige Minuten weiterbacken und anschließend erneut prüfen.

Varianten

Pur mit Puderzucker

Die Schiacciata schlicht mit Puderzucker bestäuben und auf das Kakaomotiv verzichten.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch bestäubt: Die vollständig ausgekühlte Schiacciata in Stücke schneiden und mit einer gleichmäßigen Puderzuckerschicht servieren.
  • Mit Florentiner Lilienmotiv: Für einen dekorativen Auftritt die Papierschablone auflegen und das Kakaopulver vorsichtig darüberstäuben, bevor die Stücke geschnitten werden.

Allergene und Nährwerte

  • Weizen und glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält zwei Eier.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Milch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Weizenmehl Type 405 auch italienisches Mehl Tipo 00 verwenden?

Ja. Das Rezept nennt beide Mehlvarianten. Verwende 350 g und arbeite das Mehl zusammen mit Backpulver und Salz kurz in die Eiermasse ein.

Kann ich Safranpulver statt Safranfäden verwenden?

Safranfäden sind für dieses Rezept vorgesehen. Safranpulver kann geschmacklich kräftiger ausfallen; dosiere es daher vorsichtig.

Wie gelingt das Florentiner Lilienmotiv?

Lege eine kleine Papierschablone auf den vollständig ausgekühlten Kuchen und stäube das ungesüßte Kakaopulver vorsichtig durch ein feines Sieb darüber. Hebe die Schablone anschließend behutsam ab.

Woran erkenne ich, dass die Schiacciata fertig gebacken ist?

Die Oberfläche soll goldgelb sein. Zusätzlich sollte ein Holzstäbchen nach der Garprobe sauber herauskommen.

Aus unserer Küche

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