Ravioli di patate

Gefüllte Pasta aus Latium

Herzhafte Ravioli aus dem Cicolano im Latium mit Kartoffel-Pecorino-Füllung, Rotwein-Rosinen und goldbraun gebackenem Hefeteig.

Zum Rezept
Ravioli di patate: Kartoffelravioli aus Latium
Vorbereitung 75 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 40 Min.
Menge 24 Ravioli
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Milchprodukte, Obst, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der elastische Hefeteig lässt sich dünn ausrollen und hält die Füllung zuverlässig zusammen.
  • Kartoffeln und Pecorino ergeben eine weiche, herzhafte Füllung mit kräftiger Käsenote.
  • Die in Rotwein eingeweichten Rosinen setzen einen milden, fruchtigen Kontrast zu Kartoffel und Pecorino.
  • Der Ei-Wasser-Anstrich sorgt beim Backen für eine appetitlich goldbraune Oberfläche.

Ravioli di patate sind eine herzhafte Spezialität aus dem Cicolano im Latium. Die Teigtaschen werden mit gekochten Kartoffeln, Pecorino und in Rotwein eingeweichten Rosinen gefüllt. Anschließend werden sie mit Ei bestrichen und im Ofen goldbraun gebacken. So trifft eine weiche, würzige Füllung auf eine leicht knusprige Hülle.

Außen sind die Ravioli leicht knusprig und goldbraun, während die Füllung weich, cremig und würzig bleibt. Pecorino bringt eine kräftige Schafskäsenote ein, der schwarze Pfeffer sorgt für Wärme und die Rosinen setzen süß-fruchtige Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig und Füllung vorbereiten

  1. Teig herstellen und ruhen lassen

    Mehl, Trockenhefe und Salz in einer Schüssel mischen. Eier, lauwarme Milch und Olivenöl dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig 8–10 Minuten weiterkneten, bis er elastisch ist. Abgedeckt 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Die Milch nur lauwarm verwenden, damit die Hefe aktiviert wird, ohne zu heiß zu werden.
  2. Rosinen einweichen

    Die Rosinen mit dem Rotwein übergießen und 20 Minuten quellen lassen. Anschließend gut abtropfen lassen und grob hacken.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rosinen sind weich und gut abgetropft.

    • Die Rosinen vor dem Hacken gründlich abtropfen lassen, damit die Füllung nicht zu feucht wird.
  3. Kartoffeln kochen und pressen

    Kartoffeln schälen, in Wasser 20–25 Minuten weich kochen und gründlich abgießen. Kurz ausdampfen lassen, durch die Kartoffelpresse drücken und vollständig abkühlen lassen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht durchstechen und pressen.

    • Die Kartoffeln nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen, damit die Füllung später fest bleibt.
  4. Füllung anrühren

    Die abgekühlten Kartoffeln mit Pecorino, Ei, Rosinen, Pfeffer und Salz zu einer festen, gleichmäßigen Füllung vermengen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Füllung ist fest, gleichmäßig und lässt sich portionieren.

    • Die Kartoffeln vollständig abkühlen lassen, bevor das Ei untergemischt wird.

Ravioli formen und backen

  1. Teig ausrollen

    Den Teig in vier Portionen teilen. Jede Portion auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 1,5–2 mm dünn ausrollen. Die Teigplatten bis zur Verwendung mit einem sauberen Tuch abdecken.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigplatten sind dünn, gleichmäßig und elastisch.

    • Die bereits ausgerollten Teigplatten abdecken, damit sie nicht austrocknen.
  2. Ravioli füllen und verschließen

    Auf eine Hälfte jeder Teigplatte mit etwa 8 cm Abstand jeweils einen gehäuften Teelöffel Füllung setzen. Die freie Teighälfte darüberklappen. Die Luft rund um die Füllung vorsichtig herausdrücken, die Ränder mit den Fingern fest verschließen und die Ravioli mit einer Teigradrolle oder einem Messer trennen. Die Ränder zusätzlich mit einer Gabel andrücken.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind vollständig geschlossen und zeigen einen deutlichen Abdruck der Gabel.

    • Nicht zu viel Füllung verwenden und die Luft vor dem Verschließen herausdrücken, damit die Ravioli beim Backen nicht aufgehen.
  3. Bestreichen und backen

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ei mit Wasser verquirlen und die Ravioli damit bestreichen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 20–25 Minuten goldbraun backen. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Ravioli sind goldbraun gebacken und die Teighülle ist leicht knusprig.

    • Das Blech erst in den vollständig vorgeheizten Ofen geben, damit die Teighülle gleichmäßig bräunt.

    Wichtig: Beim Herausnehmen das heiße Blech mit geeigneten Ofenhandschuhen anfassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ruhezeit einhalten: Die 60-minütige Ruhezeit entspannt den Hefeteig und erleichtert das dünne Ausrollen.
  • Kartoffeln abkühlen lassen: Die gepressten Kartoffeln vollständig abkühlen lassen, bevor Ei und Pecorino unter die Füllung kommen.
  • Luft aus den Ravioli drücken: Vor dem Verschließen die Luft rund um die Füllung herausdrücken. So lassen sich die Ränder dichter verschließen.
  • Teigplatten abdecken: Ausgerollte Teigplatten bis zur Verwendung mit einem sauberen Tuch abdecken, damit sie nicht austrocknen.

Zutatenwissen

Pecorino Romano

Pecorino Romano gibt der Füllung eine kräftige, würzige Schafskäsenote. Ein milder Pecorino macht das Ergebnis weniger salzig und weniger intensiv.

Rosinen oder Sultaninen

Dunkle Rosinen sorgen für fruchtige Süße. Sultaninen können ebenfalls verwendet werden und schmecken etwas milder und süßer.

Mehligkochende Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln ergeben nach dem Pressen eine trockene, gut formbare Grundlage für die Füllung.

Sinnvolle Alternativen

Milder Pecorino

Die Füllung schmeckt weniger salzig und weniger kräftig.

Pecorino Romano im gleichen Gewicht durch milden Pecorino ersetzen und die Füllung vor dem Formen abschmecken.

Sultaninen

Die Füllung wird etwas milder und süßer.

Sultaninen wie die Rosinen mit dem Rotwein quellen lassen, anschließend gut abtropfen lassen und grob hacken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Füllung ist weich und lässt sich schlecht portionieren.

Kartoffeln gründlich abgießen, kurz ausdampfen lassen und erst vollständig abgekühlt durch die Kartoffelpresse drücken.

Die Füllung vor dem Formen weiter abkühlen lassen und nur vorsichtig portionieren.

Die Ravioli öffnen sich beim Backen.

Vor dem Verschließen die Luft herausdrücken und die Ränder zuerst mit den Fingern, anschließend mit einer Gabel fest andrücken.

Die Teigplatten lassen sich schlecht schließen oder reißen an den Rändern.

Ausgerollte Teigplatten bis zur Verwendung mit einem sauberen Tuch abdecken.

Die Ränder leicht anfeuchten und vorsichtig erneut zusammendrücken.

Die Teighülle bleibt nach dem Backen fest und schwer.

Die Teigportionen gleichmäßig auf etwa 1,5–2 mm ausrollen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl ist Bestandteil des Teigs.
  • Ei: enthält · Eier werden im Teig, in der Füllung und zum Bestreichen verwendet.
  • Milch: enthält · Milch und Pecorino sind Bestandteil des Rezepts.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Pecorino Romano ersetzen?

Ja. Ein milder Pecorino eignet sich als Ersatz und macht die Füllung weniger salzig und weniger kräftig.

Kann ich Sultaninen statt Rosinen verwenden?

Ja. Sultaninen werden ebenfalls mit dem Rotwein eingeweicht und anschließend grob gehackt. Sie schmecken etwas milder und süßer.

Wie dünn sollte der Teig ausgerollt werden?

Die Teigplatten sollten etwa 1,5–2 mm dünn sein. So werden sie nach dem Backen leicht knusprig, ohne zu fest zu wirken.

Warum muss die Luft aus den Ravioli gedrückt werden?

Eingeschlossene Luft kann die Teigtaschen beim Backen öffnen. Deshalb die Luft vor dem Verschließen vorsichtig herausdrücken und die Ränder fest andrücken.

Aus unserer Küche

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