Pizzelle di sciurilli

Herzhafte Fritti aus Kampanien

Herzhafte neapolitanische Hefeteigfrittelle mit Zucchiniblüten, Parmesan und Ei. Der gegorene Teig wird löffelweise in Sonnenblumenöl goldbraun ausgebacken und heiß mit etwas Salz serviert.

Zum Rezept
Goldbraune Blüten aus der neapolitanischen Friggitoria
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 2 Std. 35 Min.
Menge etwa 40 Stück
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Fermentieren, Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der gegorene Hefeteig wird durch das Aufschlagen mit dem Kochlöffel luftig und locker.
  • Zucchiniblüten geben dem Teig ein feines, leicht grünes Gemüsearoma.
  • Parmesan und Salz sorgen für eine herzhafte Würze, die gut zur goldbraunen Kruste passt.
  • Das Ausbacken in frei schwimmenden Portionen lässt die Frittelle rundum gleichmäßig bräunen.

Pizzelle di sciurilli sind kleine, goldbraune Frittelle aus der neapolitanischen Friggitoria-Küche. Zarte Zucchiniblüten werden in einen luftigen Hefeteig mit Parmesan eingearbeitet, der nach zweistündiger Ruhe portionsweise in heißem Öl ausgebacken wird.

Außen knusprig und goldbraun, innen weich und luftig. Die Zucchiniblüten schmecken zart gemüsig, während Parmesan und heißes Salz für eine herzhafte, würzige Note sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig vorbereiten und gehen lassen

  1. Zucchiniblüten putzen

    Entferne von den Zucchiniblüten den Stiel, die festen grünen Teile am Ansatz und die inneren Staubblätter. Öffne die Blüten vorsichtig, tupfe sie trocken und schneide sie grob in Streifen.

    • Arbeite vorsichtig, damit die zarten Blüten nicht unnötig zerreißen.
    • Trockne die Blüten gut, damit kein überschüssiges Wasser in den Teig gelangt.
  2. Hefeteig anrühren

    Löse die frische Hefe im lauwarmen Wasser auf. Gib das Mehl, den Parmesan und das Ei in die große Schüssel. Gieße das Hefewasser nach und nach dazu und verrühre alles zu einem weichen, zähen Teig.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich und zäh, nicht flüssig.

    • Das Wasser nur lauwarm verwenden.
    • Das Hefewasser nach und nach einarbeiten, damit die Teigkonsistenz kontrollierbar bleibt.
  3. Salz und Zucchiniblüten einarbeiten

    Arbeite das Salz ein und schlage den Teig mit einem Kochlöffel oder den Händen einige Minuten von unten nach oben. Dadurch wird Luft eingearbeitet. Hebe anschließend die vorbereiteten Zucchiniblüten gleichmäßig unter.

    Daran erkennst du es: Die Blüten sind gleichmäßig im luftigen, zähen Teig verteilt.

    • Den Teig nicht glatt kneten; das Aufschlagen dient dem Einarbeiten von Luft.
    • Die Blüten nur so lange unterheben, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
  4. Teig ruhen lassen

    Decke die Schüssel ab und lasse den Teig bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden ruhen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen.

    • Die Schüssel zugedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen.
    • Während der Teig ruht, können Topf, Thermometer und Abtropfmöglichkeit vorbereitet werden.

Ausbacken und servieren

  1. Öl erhitzen

    Erhitze das Sonnenblumenöl in einem hohen Topf auf 170 °C. Prüfe die Temperatur mit einem Küchenthermometer. Das Öl sollte so tief sein, dass die Teigportionen frei schwimmen können.

    170 °C
    • Den Topf nicht überfüllen.
    • Die Temperatur zwischen den Chargen kontrollieren.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und den Topf während des Frittierens nicht unbeaufsichtigt lassen.

  2. Pizzelle ausbacken

    Steche mit zwei leicht geölten Esslöffeln kleine Portionen von etwa 30 g ab und gib jeweils 4 bis 5 Stück vorsichtig ins heiße Öl. Backe sie etwa 2 bis 3 Minuten aus und wende sie mehrmals, bis sie rundum goldbraun sind. Die gesamte Frittierzeit beträgt etwa 10 Minuten; den Salat während des Backens zubereiten ist nicht erforderlich.

    10 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Pizzelle sind rundum goldbraun.

    • Nur 4 bis 5 Portionen gleichzeitig frittieren, damit sie frei schwimmen können.
    • Die Teigportionen vorsichtig ins Öl geben, um Spritzer zu vermeiden.

    Wichtig: Beim Einlegen und Wenden Abstand zum heißen Öl halten.

  3. Abtropfen und servieren

    Hebe die Pizzelle mit einer Schaumkelle heraus und lasse sie kurz auf Küchenpapier abtropfen. Bestreue sie noch heiß mit etwas Salz und serviere sie sofort.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken genug zum kurzen Abtropfen und bleibt knusprig.

    • Nur kurz abtropfen lassen, damit die Kruste möglichst knusprig bleibt.
    • Das Salz auf die noch heißen Pizzelle geben.

    Wichtig: Die frisch ausgebackenen Pizzelle sind innen und außen sehr heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Weicher, zäher Teig: Der Teig soll weich und zäh sein. Das Hefewasser deshalb nach und nach einarbeiten, statt alles auf einmal zuzugeben.
  • Teig aufschlagen: Das Aufschlagen von unten nach oben arbeitet Luft ein und unterstützt die lockere Struktur der Pizzelle.
  • Kleine Chargen: Jeweils nur 4 bis 5 Stück gleichzeitig ausbacken, damit die Portionen frei schwimmen und gleichmäßig bräunen können.
  • Direkt servieren: Pizzelle di sciurilli schmecken heiß und frisch aus dem Öl am besten. Nach dem kurzen Abtropfen sofort salzen und servieren.

Zutatenwissen

Zucchiniblüten auswählen

Möglichst unbeschädigte, frische Zucchiniblüten verwenden. Ihr zartes, leicht grünes Aroma prägt den Charakter der Frittelle.

Bezugsquellen

Frische sciurilli sind im Sommer häufig auf Wochenmärkten, in Hofläden oder an gut sortierten Gemüseständen erhältlich.

Zwei Salzverwendungen

Das abgewogene Salz für den Teig bleibt als eigene Menge getrennt vom Salz zum abschließenden Bestreuen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pizzelle werden außen schnell dunkel und bleiben innen unausgebacken.

Das Öl mit dem Küchenthermometer auf 170 °C bringen und die Temperatur zwischen den Chargen prüfen.

Hitze reduzieren und erst weiterfrittieren, wenn das Öl wieder im vorgesehenen Bereich liegt.

Die Teigportionen kleben zusammen oder bräunen ungleichmäßig.

Pro Charge nur 4 bis 5 Stück frittieren und ihnen ausreichend Platz zum freien Schwimmen lassen.

Die nächste Charge kleiner halten und die Temperatur vor dem Einlegen erneut prüfen.

Die Frittelle werden schwer und wenig luftig.

Die zweistündige Ruhezeit einhalten und den Teig erst verwenden, wenn er deutlich aufgegangen ist.

Den Teig weiter ruhen lassen, sofern die Frittierphase noch nicht begonnen hat.

Der Teig wird unnötig wässrig oder spritzt beim Ausbacken stärker.

Die Blüten nach dem Öffnen sorgfältig trocken tupfen, bevor sie geschnitten und untergehoben werden.

Keine zusätzliche Flüssigkeit einarbeiten; die Konsistenz vor dem Frittieren prüfen.

Servieren und kombinieren

  • Heiß als Frittura servieren: Die Pizzelle unmittelbar nach dem kurzen Abtropfen salzen und heiß servieren. So bleibt die Kruste möglichst knusprig.
  • Auf einer Vorspeisenplatte: Die kleinen Frittelle eignen sich als herzhafter Bestandteil einer sommerlichen Vorspeisenplatte und sollten dabei frisch und noch warm gereicht werden.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl ist Bestandteil des Hefeteigs.
  • Ei: enthält · Ein Ei wird in den Teig eingearbeitet.
  • Milch: enthält · Parmesan ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Zucchiniblüten eignen sich für Pizzelle di sciurilli?

Verwende möglichst frische, unbeschädigte Zucchiniblüten. Sie werden von Stiel, festen grünen Ansatzteilen und inneren Staubblättern befreit, trockengetupft und grob geschnitten.

Woran erkenne ich, dass der Teig ausreichend geruht hat?

Nach etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur soll der Teig deutlich aufgegangen sein. Erst dann wird er portionsweise ausgebacken.

Warum werden nur 4 bis 5 Stück gleichzeitig frittiert?

Die Teigportionen sollen im Öl frei schwimmen können. Kleine Chargen fördern eine gleichmäßige Bräunung und erleichtern das Wenden.

Wann kommt das Salz zum Bestreuen auf die Pizzelle?

Die Pizzelle werden direkt nach dem kurzen Abtropfen und noch heiß mit etwas Salz bestreut.

Aus unserer Küche

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