Cavolo nero ersetzen
Falls Cavolo nero nicht erhältlich ist, eignet sich junger Grünkohl als Alternative. Er schmeckt etwas kräftiger und weniger fein-nussig.
Pizza aus der Toskana
Eine ovale toskanische Piciaccia aus handgestrecktem, vorgebackenem Teig mit gebratenem Cavolo nero, Salsiccia toscana und Pecorino Toscano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Piciaccia cavolo e salsiccia verbindet die luftige, knusprige Textur einer Pizza mit der regionalen Idee von Ciaccia oder Schiacciata. Der Teig wird von Hand oval geformt, zunächst ohne Belag vorgebacken und anschließend mit würzigem Schwarzkohl, Salsiccia und Pecorino Toscano fertig gebacken.
Außen knusprig und goldbraun, innen luftig und elastisch. Der Cavolo nero schmeckt herzhaft und leicht nussig, die Salsiccia würzig und saftig, während der Pecorino Toscano salzige, milchige Tiefe ergänzt.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, kaltes Wasser und frische Hefe in der großen Rührschüssel verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Abdecken und 12 bis 16 Stunden bei kühler Raumtemperatur stehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist sichtbar gereift und aromatisch.
Am nächsten Tag Weizenmehl, Dinkelmehl, 130 ml des Wassers und die restliche Hefe zum Vorteig geben. 3 bis 4 Minuten vermengen. Salz und Olivenöl einarbeiten, danach die letzten 20 ml Wasser nach und nach zugeben. Den klebrigen Teig weitere 5 bis 8 Minuten kneten, bis er elastischer wird.
Daran erkennst du es: Der Teig ist noch klebrig, aber deutlich elastischer.
Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. Mit feuchten Händen einmal von allen Seiten zur Mitte falten. Nach weiteren 30 Minuten wiederholen und den Teig anschließend noch 60 bis 90 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach den Ruhephasen luftiger und elastischer.
Den Teig auf eine leicht geölte Arbeitsfläche geben und in zwei möglichst gleich große Portionen teilen. Jede Portion vorsichtig zu einer Kugel formen, ohne die eingeschlossene Luft herauszudrücken. Abgedeckt etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigkugeln sind sichtbar aufgegangen und lassen sich vorsichtig formen.
Die dicken Mittelrippen des Cavolo nero entfernen und die Blätter in breite Streifen schneiden. Den Knoblauch grob zerdrücken.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind von den harten Mittelrippen befreit und gleichmäßig geschnitten.
Olivenöl in der großen Pfanne erhitzen. Knoblauch und zerbröselte Chilischote kurz darin erwärmen. Cavolo nero und Wasser hinzufügen, abdecken und 5 Minuten zusammenfallen lassen. Die Salsiccia zum Cavolo nero geben und bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten braten, bis das Fleisch vollständig durchgegart ist und kaum noch Flüssigkeit in der Pfanne steht. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Salsiccia ist vollständig durchgegart und in der Pfanne bleibt kaum Flüssigkeit zurück.
Wichtig: Rohe Salsiccia vollständig durchgaren.
Den Backofen mit Pizzastahl, Pizzastein oder einem umgedrehten schweren Backblech mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Teigportion in Hartweizengrieß wenden und mit den Fingerspitzen von innen nach außen zu einem ovalen Fladen von etwa 28 x 18 cm drücken. Nicht mit dem Nudelholz ausrollen.
Daran erkennst du es: Der Backofen und die Backfläche sind vollständig vorgeheizt; der Teig ist oval und nicht ausgerollt.
Wichtig: Beim Umgang mit der stark vorgeheizten Backfläche hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Den geformten Teig auf Backpapier oder einen gut bemehlten Schieber legen und ohne Belag 6 bis 8 Minuten backen, bis die Unterseite Farbe bekommt und der Rand sichtbar aufgeht. Die zweite Piciaccia ebenso vorbereiten und nacheinander backen.
Daran erkennst du es: Die Unterseite bekommt Farbe und der Rand geht sichtbar auf.
Wichtig: Backfläche und Backofentür sind sehr heiß.
Eine vorgebackene Piciaccia mit der Hälfte der Cavolo-nero-Salsiccia-Mischung belegen und weitere 4 bis 6 Minuten backen, bis der Rand knusprig und der Belag heiß ist. Mit der Hälfte des Pecorino Toscano bestreuen. Die zweite Piciaccia genauso fertigstellen und beide warm servieren.
Daran erkennst du es: Der Rand ist knusprig, der Belag heiß und der Käse aufgestreut.
Wichtig: Die fertige Piciaccia vor dem Anschneiden kurz auf eine sichere Arbeitsfläche legen.
Gut zu wissen
Falls Cavolo nero nicht erhältlich ist, eignet sich junger Grünkohl als Alternative. Er schmeckt etwas kräftiger und weniger fein-nussig.
Rohe italienische Salsiccia ist beim italienischen Metzger, an der Frischetheke oder im Feinkosthandel erhältlich.
Pecorino Toscano ist an gut sortierten Käsetheken und in italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Ein junger Pecorino aus einer anderen Region ist ebenfalls passend, kann aber je nach Reifegrad salziger oder kräftiger schmecken.
Der Belag schmeckt etwas kräftiger und weniger fein-nussig.
Mittelrippen ebenfalls entfernen und die Blätter in breite Streifen schneiden.
Die Piciaccia erhält meist weniger Knoblauch- und Kräuteraromen.
Aus dem Darm drücken und wie die Salsiccia vollständig durchgaren.
Der Käse kann je nach Reifegrad salziger oder kräftiger wirken.
Fein reiben oder in dünnen Spänen nach dem Backen aufstreuen.
Die Teigkugeln vorsichtig behandeln und den Fladen ausschließlich mit den Fingerspitzen formen.
Den geformten Teig vor dem Vorbacken noch einige Minuten entspannen lassen, wenn er sich stark zusammenzieht.
Den Belag garen, bis kaum noch Flüssigkeit in der Pfanne steht, und ihn etwas abkühlen lassen.
Die belegte Piciaccia kurz länger backen, bis der Rand wieder knusprig ist.
Die Salsiccia bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten braten und auf vollständiges Durchgaren achten.
Den Belag vor dem Belegen in der Pfanne weitergaren.
Die Backfläche mindestens 45 Minuten bei 250 °C vorheizen.
Die Piciaccia ohne zusätzliches Belegen noch kurz auf der heißen Backfläche nachbacken.
Eine Variante mit jungem Grünkohl statt Cavolo nero.
Die Piciaccia wird mit einem jungen, milden Pecorino aus einer anderen Region abgeschlossen.
Häufig gefragt
Piciaccia ist hier eine ovale toskanische Pizzaform mit handgestrecktem Teig, die zunächst vorgebacken, anschließend belegt und nochmals knusprig gebacken wird.
Ja. Junger Grünkohl eignet sich als Ersatz, schmeckt aber etwas kräftiger und weniger fein-nussig.
Der Pecorino Toscano wird nach dem Fertigbacken auf die heiße Piciaccia gestreut.
Nein. Die beiden Piciacce werden nacheinander vorgebacken und fertig gebacken, damit die heiße Backfläche ihre Hitze hält.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …