Piadina Romagnola mit Prosciutto, Squacquerone und Rucola

Piadina Romagnola

Dünne, trocken in der Pfanne gebackene Piadine aus der Romagna, warm gefüllt mit cremigem Squacquerone, Prosciutto crudo und frischem Rucola.

Zum Rezept
Piadina Romagnola mit Prosciutto, Squacquerone und Rucola
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 18 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 98 Minuten
Menge gefüllte Piadine
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der cremige Squacquerone verbindet sich mit dem würzigen Prosciutto crudo und macht die warme Piadina besonders saftig.
  • Der Rucola bringt Frische, leichte Schärfe und einen grünen Kontrast zur milden Käsefüllung.
  • Das trockene Backen erhält die dünne Piadina biegsam und sorgt zugleich für goldbraune Stellen und Röstaromen.

Diese Piadina Romagnola wird aus einem einfachen, mit Schweineschmalz bereiteten Teig hergestellt, dünn ausgerollt und ohne zusätzliches Fett in der heißen Pfanne gebacken. Noch warm wird sie mit Squacquerone, Prosciutto crudo und Rucola belegt, zur Hälfte gefaltet und sofort serviert.

Außen zeigt die Piadina goldbraune Stellen und bleibt biegsam, innen ist sie weich und leicht mürbe. Der Squacquerone ist cremig und mild, der Prosciutto würzig-salzig und der Rucola frisch mit dezenter Schärfe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten mischen

    Mehl, Salz und Natron in der Schüssel vermischen. Das Schweineschmalz dazugeben und mit den Fingern grob in das Mehl einarbeiten.

    Daran erkennst du es: Das Schmalz ist grob verteilt und die Mischung wirkt krümelig.

  2. Teig herstellen und kneten

    Das lauwarme Wasser nach und nach zugießen und alles zunächst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen zu einem Teig verbinden. Den Teig auf der Arbeitsfläche 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer zusammenhängenden Kugel formen.

    • Das Wasser schrittweise einarbeiten, damit der Teig nicht unnötig weich wird.
  3. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit entspannter und lässt sich leichter ausrollen.

  4. Portionieren und erneut ruhen lassen

    Den Teig in sechs gleich große Stücke teilen und zu Kugeln schleifen. Abdecken und weitere 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die sechs Teigkugeln sind gleichmäßig geformt und entspannt.

    • Gleich große Teigkugeln erleichtern einheitliche Fladen und gleichmäßiges Backen.
  5. Fladen ausrollen

    Eine schwere gusseiserne oder beschichtete Pfanne ohne Fett auf mittlere bis hohe Hitze vorheizen. Jede Teigkugel mit etwas von den 20 g Ausrollmehl zu einem runden Fladen von etwa 22 cm Durchmesser und 2 bis 3 mm Dicke ausrollen.

    Daran erkennst du es: Jeder Fladen ist rund, etwa 22 cm groß und 2 bis 3 mm dünn.

    • Nicht mehr Mehl als nötig verwenden, damit die Fladen in der trockenen Pfanne nicht zu stark rauchen.

    Wichtig: Die leere Pfanne wird sehr heiß; beim Auflegen und Wenden vorsichtig arbeiten.

  6. Piadine trocken ausbacken

    Einen Fladen in die heiße Pfanne legen und etwa 2 bis 3 Minuten backen. Die Oberfläche dabei gelegentlich mit einer Gabel einstechen und den Fladen leicht drehen, damit er gleichmäßig bräunt. Wenden und die zweite Seite ebenfalls 2 bis 3 Minuten backen, bis sich goldbraune Stellen zeigen. Die fertige Piadina auf einen Teller legen und mit einem sauberen Tuch bedecken. Mit den übrigen Fladen ebenso verfahren.

    Daran erkennst du es: Goldbraune Stellen zeigen sich auf beiden Seiten; die Fladen bleiben biegsam.

    • Die Piadine nach dem Backen sofort abdecken, damit sie warm und biegsam bleiben.

    Wichtig: Beim Drehen und Wenden die heiße Pfanne und die aufsteigende Hitze beachten.

  7. Warm füllen und falten

    Jede noch warme Piadina auf einer Hälfte mit 60 g Squacquerone bestreichen. Darauf 50 g Prosciutto crudo und 15 g Rucola verteilen. Die Piadina zur Hälfte zusammenklappen und sofort warm servieren. Sie wird traditionell gefaltet, nicht gerollt.

    Daran erkennst du es: Die Piadina ist gefaltet, warm und vollständig belegt.

    • Die Füllung bis an die gefaltete Kante verteilen, aber nicht überladen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Warm servieren: Die Piadine schmecken am besten unmittelbar nach dem Füllen, wenn der Squacquerone weich ist und der Fladen noch biegsam bleibt.
  • Gebackene Fladen abdecken: Ein sauberes Tuch hält die bereits gebackenen Fladen warm und verhindert, dass sie während des weiteren Backens austrocknen.
  • Falten statt rollen: Die gefüllte Piadina wird zur Hälfte zusammengeklappt und nicht zu einer Rolle geformt.

Zutatenwissen

Squacquerone ersetzen

Squacquerone di Romagna ist ein sehr weicher, cremiger Frischkäse. Falls er nicht erhältlich ist, kann Stracchino verwendet werden; die Füllung wird dann meist etwas fester und milder.

Mehl zum Ausrollen

Das Ausrollmehl ist separat ausgewiesen, weil es nicht vollständig in den Teig eingearbeitet wird und je nach Arbeitsfläche teilweise übrig bleiben kann.

Sinnvolle Alternativen

Stracchino

Die Füllung wird meist etwas fester und milder als mit Squacquerone.

Stracchino in sechs Portionen teilen und wie den Squacquerone auf die warmen Piadine streichen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Piadina wird trocken oder mehlig.

Nur etwas von der vorgesehenen Ausrollmenge verwenden und überschüssiges Mehl vor dem Backen abschütteln.

Die bereits gebackenen Fladen sofort mit einem sauberen Tuch abdecken und warm füllen.

Die Piadina wird dick und eher brotartig.

Auf etwa 22 cm Durchmesser und 2 bis 3 mm Dicke ausrollen.

Den nächsten Fladen dünner ausrollen; bereits gebackene Fladen können warm gefüllt werden.

Die Piadina wird hart oder brüchig.

Nur bis zu goldbraunen Stellen backen und die fertigen Fladen sofort mit einem Tuch bedecken.

Den Fladen noch warm füllen und direkt servieren.

Die gefaltete Piadina lässt sich schlecht schließen.

Die vorgesehenen Mengen pro Piadina einhalten und die Füllung auf einer Hälfte verteilen.

Etwas Füllung herausnehmen und die Piadina erneut vorsichtig falten.

Varianten

Mit Stracchino

Eine nahe Alternative mit Stracchino statt Squacquerone.

Servieren und kombinieren

  • Sofort warm servieren: Die gefüllte Piadina direkt nach dem Falten servieren, solange der Fladen warm und der Käse weich ist.
  • Frischer Kontrast: Den Rucola gut trocknen und erst unmittelbar vor dem Falten auflegen, damit er frisch und knackig bleibt.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl ist Bestandteil des Teigs und wird zusätzlich zum Ausrollen verwendet.
  • Milch: enthält · Squacquerone ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Squacquerone di Romagna?

Squacquerone di Romagna ist ein sehr weicher, cremiger Frischkäse, der hier als Füllung verwendet wird. Als Ersatz eignet sich Stracchino, der meist etwas fester und milder ist.

Kann ich eine andere Pfanne verwenden?

Ja. Eine schwere gusseiserne oder beschichtete Pfanne beziehungsweise eine Piadina- oder Grillplatte eignet sich. Wichtig ist, dass sie ohne zusätzliches Fett gut vorgeheizt wird.

Wird die Piadina gerollt oder gefaltet?

Diese Variante wird zur Hälfte zusammengeklappt und sofort serviert, nicht gerollt.

Aus unserer Küche

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