Pesto di sclopit

Friulanisches Wildkräuterpesto

Cremiges friulanisches Pesto aus kurz angeschwitztem Sclopit, Walnüssen, Parmigiano Reggiano und Olivenöl. Die herb-nussige Sauce reicht für etwa 4 Portionen Pasta und passt ebenso zu Crostini, mildem Käse oder Salumi.

Zum Rezept
Pesto di sclopit aus Friaul-Julisch Venetien
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 3 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 33 Minuten
Menge ca. 300 g Pesto, ausreichend für 4 Portionen als Pastasauce
Gerichtsform und Gerichtsart Saucen
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Pürieren und Mixen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kurze Anschwitzen macht den Sclopit milder und bewahrt zugleich sein eigenständiges Wildkräuteraroma.
  • Walnüsse liefern nussige Tiefe und geben dem Pesto zusammen mit dem Parmigiano seine cremige Körperlichkeit.
  • Die getrennten Olivenölmengen sorgen sowohl für aromatisches Anschwitzen als auch für eine geschmeidige Pesto-Konsistenz.
  • Kurzes Mixen verhindert, dass sich die Kräuter unnötig erwärmen und das Pesto an Frische verliert.

Pesto di sclopit bringt ein charakteristisches Wildkraut aus Friaul-Julisch Venetien in eine cremige, intensiv grüne Sauce. Die jungen Sclopit-Triebe werden nur kurz mit Knoblauch angeschwitzt und anschließend mit Walnüssen, Parmigiano und Olivenöl püriert. So bleibt ihr herbes Aroma erhalten, während Käse und Nüsse für Fülle und eine samtige Textur sorgen.

Das Pesto ist leuchtend grün, grob-cremig und streichfähig. Es schmeckt herb und kräutrig, mit nussiger Wärme, würzigem Parmigiano und einer milden Knoblauchnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Sclopit putzen und waschen

    Sclopit sorgfältig verlesen, harte Stiele mit dem Küchenmesser entfernen und die jungen Triebe gründlich waschen. Im Sieb gut abtropfen lassen oder mit einer Salatschleuder trocken schleudern.

    • Je trockener die Triebe in die Pfanne kommen, desto aromatischer wird das Pesto.

    Wichtig: Sclopit vor der Verwendung gründlich waschen.

  2. Knoblauch anschwitzen

    20 ml Olivenöl in einer mittelgroßen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Knoblauchzehe im Ganzen 1 bis 2 Minuten darin anschwitzen, bis sie duftet, dann herausnehmen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet, ohne deutlich zu bräunen.

    • Die ganze Zehe lässt sich nach dem Anschwitzen leicht entfernen und gibt ein zurückhaltendes Knoblaucharoma.
  3. Sclopit zusammenfallen lassen

    Sclopit in die Pfanne geben und 2 bis 3 Minuten unter Rühren zusammenfallen lassen. Die Pfanne anschließend vom Herd nehmen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die jungen Triebe sind sichtbar zusammengefallen, aber nicht stark gebräunt.

    • Nur kurz garen, damit das Wildkräuteraroma erhalten bleibt.
  4. Sclopit abkühlen lassen

    Den angeschwitzten Sclopit in der Pfanne etwa 10 Minuten abkühlen lassen, bevor er mit den übrigen Zutaten gemixt wird.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kräuter sind deutlich abgekühlt und nicht mehr heiß.

    • Das Abkühlen verhindert, dass sich die Kräuter beim Mixen unnötig erwärmen.
  5. Zutaten in den Mixer geben

    Walnüsse, Salz und Pfeffer in den Mixer geben. Den abgekühlten Sclopit, den fein geriebenen Parmigiano und 80 ml Olivenöl hinzufügen.

    • Den Parmigiano fein reiben, damit er sich gleichmäßig in der Masse verteilt.
  6. Pesto cremig mixen

    Alles in kurzen Intervallen zu einem groben, cremigen Pesto pürieren. Zwischendurch die Masse vom Rand nach unten schieben. Nicht länger als nötig mixen, damit die Kräuter nicht unnötig erwärmt werden.

    Daran erkennst du es: Das Pesto ist grob-cremig und gleichmäßig verbunden.

    • Kurze Mixintervalle erhalten die grüne Farbe und die nussige Struktur.
  7. Abschmecken und verwenden

    Das Pesto abschmecken und direkt verwenden. Für 4 Portionen Pasta jeweils etwa 70 g Pesto mit etwas heißem Kochwasser glatt rühren und unter die fertigen Nudeln mischen. Alternativ als grüne Sauce zu Crostini, mildem Käse oder Salumi servieren.

    • Das Kochwasser macht das Pesto geschmeidiger und hilft, es gleichmäßig an die Pasta zu binden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Sclopit gut abtropfen lassen: Überschüssiges Wasser verdünnt das Pesto und erschwert eine cremige, aromatische Konsistenz.
  • Vor dem Mixen abkühlen: Der angeschwitzte Sclopit sollte vor dem Pürieren etwa 10 Minuten abkühlen, damit die Kräuter möglichst frisch und grün bleiben.
  • Nur kurz pürieren: Kurze Intervalle ergeben ein grob-cremiges Pesto und verhindern unnötige Erwärmung durch den Mixer.

Zutatenwissen

Sclopit einkaufen

Sclopit, auch Silene vulgaris genannt, ist als frische junge Triebe besonders auf regionalen Frühlingsmärkten, bei spezialisierten Gemüse- oder Wildkräuterhändlern und gelegentlich im italienischen Feinkosthandel zu finden.

Olivenöl getrennt dosieren

Die 20 ml Olivenöl sind für das Anschwitzen bestimmt; die 80 ml werden erst beim Mixen für die cremige Pesto-Konsistenz zugegeben.

Sinnvolle Alternativen

junge Spinatblätter

Das Pesto wird milder und weniger wildkräutrig.

Sclopit im gleichen Gewicht durch junge Spinatblätter ersetzen und die Blätter ebenso kurz mit dem Knoblauchöl zusammenfallen lassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Sclopit verliert sein frisches Kräuteraroma und wird dunkel.

Sclopit nur 2 bis 3 Minuten unter Rühren zusammenfallen lassen und die Pfanne danach sofort vom Herd nehmen.

Mit etwas zusätzlichem Olivenöl und einem kleinen Anteil frisch geriebenem Parmigiano ausgleichen; die Farbe lässt sich jedoch nicht vollständig zurückholen.

Das Pesto wirkt stumpf und verliert an Frische.

Die Kräuter vor dem Mixen etwa 10 Minuten abkühlen lassen.

Das fertige Pesto kurz weiter abkühlen lassen und erst danach abschmecken.

Das Pesto wird sehr fein und erwärmt sich unnötig.

In kurzen Intervallen mixen und die Masse zwischendurch vom Rand nach unten schieben.

Einige zusätzliche Walnussstücke oder etwas geriebenen Parmigiano unterheben, um wieder mehr Struktur zu geben.

Das Pesto schmeckt überwürzt.

Mit der angegebenen Salzmenge starten und erst ganz am Ende abschmecken.

Mit zusätzlichem ungesalzenem Pestoanteil oder etwas mehr Olivenöl und Walnüssen ausgleichen.

Servieren und kombinieren

  • Zu Pasta: Für eine Portion Pasta etwa 70 g Pesto mit etwas heißem Kochwasser glatt rühren und unter die fertigen Nudeln mischen.
  • Auf Crostini: Das Pesto als grüne Sauce auf gerösteten Crostini servieren.
  • Zu mildem Käse oder Salumi: Das herb-nussige Pesto passt als würzende Ergänzung zu mildem Käse oder Salumi.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Parmigiano Reggiano ist ein Milchprodukt.
  • Schalenfrüchte: enthält · Walnüsse gehören zu den Schalenfrüchten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Sclopit?

Sclopit ist der friulanische Name für Silene vulgaris. Verwendet werden die jungen Triebe des Wildkrauts.

Kann ich Sclopit ersetzen?

Ja. 150 g junge Spinatblätter sind eine passende Alternative. Das Pesto wird dadurch milder und weniger wildkräutrig.

Wie viel Pesto brauche ich pro Portion Pasta?

Für eine Portion Pasta sind etwa 70 g Pesto vorgesehen. Mit etwas heißem Kochwasser glatt rühren und anschließend unter die fertigen Nudeln mischen.

Aus unserer Küche

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