Pere volpine al Sangiovese

Gegarte Birnen, Emilia-Romagna

Ganze, feste Volpina-Birnen werden in Sangiovese, Wasser, Zucker, Zimt und Nelken pochiert. Der würzige Sud wird anschließend zu einem glänzenden Sirup eingekocht und über die Birnen gegeben.

Zum Rezept
Pere volpine al Sangiovese
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die ganzen Birnen behalten ihre charakteristische Form und nehmen während des Pochierens Farbe und Aroma des Sangiovese auf.
  • Zimt und Nelken geben dem Wein-Sud eine warme, würzige Tiefe, ohne den Geschmack der Birnen zu überdecken.
  • Durch das Einkochen konzentriert sich der Sud zu einem glänzenden Sirup, der die Früchte beim Servieren abrundet.

Kleine, feste Volpina-Birnen werden in Sangiovese mit Zucker, Zimt und Nelken langsam weich gegart. Ihr würziger Sud wird anschließend zu einem glänzenden Sirup eingekocht. Das schlichte Fruchtdessert schmeckt lauwarm ebenso aromatisch wie gut gekühlt.

Die Birnen werden weich, bleiben aber formstabil. Der Sud schmeckt fruchtig-würzig mit deutlichen Rotweinnoten und legt sich als glänzender, leicht sirupartiger Überzug um die Früchte.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Birnen vorbereiten

    Die Birnen waschen und dünn schälen. Die Stiele bleiben erhalten; die Birnen werden ganz gegart.

    • Die Birnen möglichst gleich groß auswählen, damit sie ähnlich schnell weich werden.
  2. Würzwein ansetzen

    Sangiovese, Wasser, Zucker, Zimtstange und Nelken in einen weiten Topf geben. Die Birnen nebeneinander hineinsetzen. Die Flüssigkeit sollte die Früchte etwa zu drei Vierteln bedecken.

    • Die Birnen nicht übereinanderlegen, damit sie gleichmäßig Farbe und Aroma aufnehmen.
  3. Birnen pochieren

    Alles langsam bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen. Die Birnen zugedeckt bei sehr milder Hitze 45 bis 50 Minuten pochieren. Alle 10 Minuten vorsichtig wenden, damit sie gleichmäßig Farbe und Aroma aufnehmen.

    50 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Birnen sind weich, behalten aber ihre Form.

    • Nur vorsichtig wenden, damit die weichen Birnen nicht beschädigt werden.
  4. Birnen entnehmen

    Mit einem kleinen Messer prüfen, ob die Birnen weich sind, aber noch ihre Form behalten. Die Birnen aus dem Topf heben und in eine Servierschale setzen.

    Daran erkennst du es: Das Messer gleitet leicht hinein, ohne dass die Birne zerfällt.

    • Die Birnen beim Herausheben von unten stützen.
  5. Sud einkochen

    Zimtstange und Nelken aus dem Sud entfernen. Den Sud ohne Deckel 10 bis 15 Minuten einkochen lassen, bis er leicht sirupartig ist.

    Daran erkennst du es: Der Sud ist leicht sirupartig und haftet dünn am Löffel.

    • Den Sud während der Reduktion im Blick behalten, damit der Zucker nicht zu dunkel wird.
  6. Ruhen lassen und servieren

    Den eingekochten Sangiovese-Sud über die Birnen gießen. Die Früchte mindestens 30 Minuten im Sud ruhen lassen. Pere volpine al Sangiovese lauwarm oder gut gekühlt servieren.

    30 Minuten
    • Für eine lauwarme Variante die Birnen nach der Ruhezeit servieren; für eine gekühlte Variante vollständig abkühlen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Form erhalten: Die Birnen sollten weich werden, aber nicht zerfallen. Gleich große, feste Früchte und vorsichtiges Wenden helfen dabei.
  • Sud richtig reduzieren: Der Sud soll leicht sirupartig werden. Er dickt beim Abkühlen noch etwas nach.

Zutatenwissen

Volpina-Birnen

Volpina-Birnen sind klein und fest. Falls sie nicht erhältlich sind, eignen sich kleine, festkochende Kochbirnen; diese können etwas schneller weich werden und milder schmecken.

Sangiovese aus der Romagna

Ein trockener, fruchtiger Sangiovese aus der Romagna unterstützt den regionalen Charakter. Ein anderer trockener italienischer Rotwein ist möglich, wirkt im Sud jedoch meist weniger regional und etwas weicher.

Sinnvolle Alternativen

Kleine, festkochende Kochbirnen

Die Birnen können etwas schneller weich werden und schmecken meist milder.

Die Birnen während des Pochierens früher mit einem kleinen Messer prüfen und bei erreichter Weichheit aus dem Sud nehmen.

Trockener, fruchtiger italienischer Rotwein

Der Sud schmeckt meist etwas weicher und trägt weniger deutlich den regionalen Charakter der Romagna.

Den Wein im gleichen Mengenverhältnis verwenden und den Sud bis zur leicht sirupartigen Konsistenz einkochen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Birnen zerfallen beim Wenden oder Herausheben.

Kleine, feste Birnen verwenden, nur sehr mild pochieren und vorsichtig wenden.

Zerfallene Birnen behutsam als warmes Fruchtkompott mit dem reduzierten Sud servieren.

Der Sud bleibt wässrig und haftet nicht an den Birnen.

Den Sud nach dem Entnehmen der Birnen offen weiter einkochen, bis er leicht sirupartig ist.

Den Sud weiter reduzieren und dabei aufmerksam beobachten, damit er nicht zu dunkel wird.

Servieren und kombinieren

  • Lauwarm servieren: Die Birnen nach der mindestens 30-minütigen Ruhezeit lauwarm mit reichlich eingekochtem Sangiovese-Sud servieren.
  • Gut gekühlt servieren: Die Birnen vollständig abkühlen lassen und gut gekühlt mit dem würzigen Sud servieren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich andere Birnen verwenden?

Ja. Kleine, festkochende Kochbirnen eignen sich als Ersatz für Volpina-Birnen. Sie werden meist etwas schneller weich und schmecken milder.

Welcher Rotwein passt zum Rezept?

Am besten eignet sich ein trockener Sangiovese aus der Romagna. Alternativ funktioniert ein trockener, fruchtiger italienischer Rotwein, der den Sud etwas weicher und weniger regional wirken lässt.

Werden die Birnen warm oder kalt serviert?

Beides ist möglich. Die Birnen können lauwarm oder nach vollständigem Abkühlen gut gekühlt serviert werden.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar