Manitoba-Mehl
Das backstarke Mehl ist in italienischen Spezialitätenläden, gut sortierten Supermärkten oder im Onlinehandel erhältlich. Backstarkes Weizenmehl Type 550 ist eine mögliche Alternative; der Teig kann damit etwas weniger dehnbar werden.
Festtags-Hefegebäck aus der Lombardei
Ein hoher, weicher lombardischer Festtagskuchen mit Rosinen, kandierter Orange, kandierter CedroKandierte Cedro-Schale ist häufig in italienischen Feinkostgeschäften und zur Weihnachtszeit in gut sortierten Supermärkten erhältlich.-Schale, Butter und Vanille. Die vereinfachte Hausversion arbeitet mit frischer Hefe und einer langen, mehrstufigen Führung.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Panettone ist ein aromatischer lombardischer Festtagskuchen mit zarter, faseriger Krume und typischer Kuppelform. Diese Hausversion mit frischer Hefe ist bewusst als vereinfachte Backversion angelegt und nicht als unverändertes Pasticceria-Original. Der Teig durchläuft mehrere Ruhe- und Gehphasen, wird in einer Papierform gebacken und anschließend kopfüber ausgekühlt, damit die Kuppel stabil bleibt.
Der Panettone ist hoch und kuppelförmig, außen goldbraun und innen weich, elastisch und faserig. Rosinen sowie kandierte Orange und Cedro sorgen für fruchtige Süße, während Butter und Vanille ein rundes, warmes Aroma geben.
Schritt für Schritt
Am Vorabend Akazienhonig, Orangen- und Zitronenabrieb sowie das Vanillemark verrühren, abdecken und bei Raumtemperatur stehen lassen. Die SultaninenGroße, helle und meist kernlose getrocknete Weinbeeren mit süßem, mildem Aroma. 30 Minuten in warmem Wasser einweichen, abspülen, erneut mit Wasser bedecken und weitere 3–4 Stunden quellen lassen. Danach gut abtropfen lassen, vorsichtig ausdrücken und auf einem sauberen Tuch vollständig trocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sultaninen sind vollständig abgetropft und außen trocken.
Manitoba-MehlManitoba-Mehl ist ein backstarkes Weizenmehl., Vollmilch und zerbröckelte frische Hefe zu einem groben, festen Teig verkneten. Abdecken und 1 Stunde bei etwa 20 °C stehen lassen. Anschließend 12 Stunden im Kühlschrank reifen lassen.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist gereift und kann nach der Kühlschrankphase weiterverarbeitet werden.
Den Vorteig mit Manitoba-Mehl, Type-00-Mehl und frischer Hefe in der Küchenmaschine mit Knethaken langsam verkneten. Das verquirlte Ei portionsweise einarbeiten. Sobald der Teig glatter wird, den Zucker nach und nach zugeben. Danach die weiche Butter in kleinen Portionen einarbeiten und jeweils vollständig aufnehmen lassen. Der Teig soll elastisch und glänzend sein und sich nicht deutlich erwärmen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist elastisch, glänzend und zusammenhängend.
Den ersten Teig in eine hohe, leicht durchsichtige Schüssel geben, die Ausgangshöhe markieren und abdecken. 1 Stunde bei 26–28 °C anspringen lassen, danach 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig hat seine Reifephase abgeschlossen und kann nach dem Temperieren weiterverarbeitet werden.
Den ersten Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 2 Stunden bei Raumtemperatur temperieren lassen. Anschließend mit Type-00-Mehl, frischer Hefe und der Aromamischung langsam verkneten. Ei und Eigelb portionsweise einarbeiten, danach Zucker und Salz zugeben. Die weiche Butter in kleinen Portionen einarbeiten. Erst wenn der Teig glatt, elastisch und gut ausgeknetet ist, Sultaninen und kandierte Zitrusschalen kurz auf niedrigster Stufe unterarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und gut ausgeknetet; Früchte und Sultaninen sind gleichmäßig verteilt.
Den Teig abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Auf einer sauberen, nicht bemehlten Arbeitsfläche mit leicht feuchten Händen rundwirken, bis eine straffe Kugel entsteht. 15 Minuten entspannen lassen, dann nochmals rundwirken und mit der glatten Seite nach oben in die Papierform setzen.
Daran erkennst du es: Die Teigkugel ist straff und liegt mit glatter Oberfläche in der Papierform.
Die Form abdecken und den Teig bei 26–28 °C etwa 3–5 Stunden gehen lassen. Er ist bereit, wenn die Oberfläche ungefähr 1–2 cm unter dem Rand steht. In der letzten Stunde die Abdeckung entfernen, damit sich eine dünne Haut bildet.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche steht ungefähr 1–2 cm unter dem Rand und hat eine dünne Haut gebildet.
Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Rost in die untere Hälfte setzen. Die Oberfläche mit einem scharfen Messer kreuzförmig einschneiden und 5 g Butter in den Schnitt setzen. Den Panettone 45–50 Minuten backen. Wird die Oberfläche nach etwa 30 Minuten zu dunkel, die Temperatur auf 160 °C reduzieren und den Panettone locker mit Aluminiumfolie abdecken. Die Mitte sollte etwa 92 °C erreichen; alternativ einen langen Holzspieß hineinstechen, der trocken herauskommen soll.
Daran erkennst du es: Die Mitte erreicht etwa 92 °C oder ein langer Holzspieß kommt trocken heraus.
Wichtig: Beim Einschneiden und beim Herausnehmen aus dem heißen Backofen vorsichtig arbeiten.
Den Panettone sofort aus dem Ofen nehmen. Zwei lange Metallspieße oder stabile Holzstäbe knapp oberhalb des Bodens waagerecht durchstechen. Den Kuchen kopfüber zwischen zwei hohen Gefäßen aufhängen und mindestens 3 Stunden vollständig auskühlen lassen. Danach aufrecht stellen und erst anschneiden, wenn die Krume stabil ist.
Daran erkennst du es: Der Panettone ist vollständig ausgekühlt und die Krume bleibt beim Aufrichten stabil.
Wichtig: Die Spieße nur in den heißen Kuchen einführen und den aufgehängten Kuchen standsicher positionieren.
Gut zu wissen
Das backstarke Mehl ist in italienischen Spezialitätenläden, gut sortierten Supermärkten oder im Onlinehandel erhältlich. Backstarkes Weizenmehl Type 550 ist eine mögliche Alternative; der Teig kann damit etwas weniger dehnbar werden.
Kandierte Cedro-Schale ist häufig in italienischen Feinkostgeschäften und zur Weihnachtszeit in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Kandierte Zitronenschale ist eine sinnvolle Alternative, schmeckt aber etwas spitzer und weniger floral.
Die angegebene Menge wird vor dem Einweichen gewogen. Nach dem Einweichen müssen die Sultaninen gründlich abtropfen und vollständig trocknen.
Der Teig kann etwas weniger dehnbar werden und eine geringfügig andere Krume entwickeln.
Manitoba-Mehl in beiden Rezeptstufen durch backstarkes Weizenmehl Type 550 ersetzen und die Teigkonsistenz während des Knetens beobachten.
Das Aroma wird etwas spitzer und weniger floral.
Die kandierte Cedro-Schale im zweiten Teig durch 20 g kandierte Zitronenschale ersetzen.
Sultaninen nach dem Quellen ausdrücken und auf einem sauberen Tuch vollständig trocknen lassen.
Wenn der Teig noch nicht in der Form ist, kurz weiterkneten und die Früchte gleichmäßig verteilen; kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
Zucker und Butter portionsweise erst nach und nach zugeben; jede Portion vollständig aufnehmen lassen.
Die Maschine kurz anhalten, den Teig abkühlen lassen und anschließend langsam weiterkneten.
Die Endgare an der Teighöhe beurteilen: Die Oberfläche soll etwa 1–2 cm unter dem Rand stehen.
Bei noch ungebackenem Teig die Endgare verlängern und die Oberfläche weiter beobachten.
Das Rost in die untere Hälfte setzen und bei zu starker Bräunung nach etwa 30 Minuten auf 160 °C reduzieren und locker abdecken.
Den Panettone locker mit Aluminiumfolie abdecken und bis zum Erreichen der Garprobe weiterbacken.
Unmittelbar nach dem Backen durchstechen, aufhängen und mindestens 3 Stunden vollständig auskühlen lassen.
Eine zugänglichere Variante mit einem etwas spitzeren, weniger floralen Zitrusaroma.
Eine fruchtigere Version mit stärkerem Orangenaroma.
Eine Variante mit mehr Sultaninen und entsprechend stärkerer Fruchtsüße.
Die Aromamischung, Sultaninen und der Vorteig werden am Vorabend vorbereitet. Die lange Führung ist Bestandteil des Rezepts; den fertigen Panettone nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht verpacken.
Den vollständig ausgekühlten Panettone bei Raumtemperatur luftdicht verpackt lagern. Vor dem Verpacken muss er vollständig ausgekühlt sein, damit sich kein Kondenswasser bildet.
Bei sichtbarem Schimmel, ungewöhnlichem Geruch oder feuchter, verdorbener Krume nicht mehr verzehren.
Häufig gefragt
Die hohe, weiche Kuppel kann beim Abkühlen zusammensinken. Das sofortige Aufhängen stabilisiert die Form, bis die Krume vollständig fest geworden ist.
Er sollte mindestens 3 Stunden kopfüber vollständig auskühlen und anschließend aufrecht stehen, bevor er angeschnitten wird.
Ja. Als Alternative eignet sich ein backstarkes Weizenmehl Type 550. Der Teig kann damit etwas weniger dehnbar werden.
Kandierte Zitronenschale ist eine sinnvolle Alternative. Sie schmeckt etwas spitzer und weniger floral als Cedro.
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