Scarola finden
Scarola riccia ist auf Wochenmärkten, bei italienischen Gemüsehändlern oder in gut sortierten Supermärkten am ehesten erhältlich.
Kampanische Pizza fritta
Kampanische Pizza fritta mit luftig-knuspriger, frittierter Teigbasis und einer herben Scarola-Füllung mit Oliven, Kapern, Pinienkernen, Rosinen und Sardellen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese kampanische Spezialität verbindet eine luftig-knusprige, frittierte Pizzabasis mit einer würzigen Füllung aus Scarola, Oliven, Kapern, Pinienkernen und Rosinen. Die Pizzen werden zunächst ausgebacken, anschließend gefüllt und im Ofen kurz fertiggestellt. Heiß, halbiert und frisch aus dem Ofen serviert, kommt die kontrastreiche Füllung besonders gut zur Geltung.
Außen knusprig und goldbraun, innen luftig und warm. Die Scarola-Füllung schmeckt herzhaft und leicht bitter, mit salzigen Akzenten von Oliven, Kapern und Sardellen sowie süß-nussigen Noten von Rosinen und Pinienkernen.
Schritt für Schritt
Wasser, Trockenhefe und Zucker in der Rührschüssel verrühren und 5 Minuten stehen lassen. Das Mehl dazugeben und zunächst grob vermengen. Salz und Olivenöl einarbeiten, dann den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur 6–8 Stunden gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich deutlich vergrößert.
Während der Teig geht, die Scarola gründlich waschen und die Blätter 2 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Abgießen, vollständig abkühlen lassen, kräftig ausdrücken und grob schneiden.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind blanchiert, abgekühlt und möglichst trocken ausgedrückt.
Wichtig: Beim Abgießen des kochenden Wassers vorsichtig arbeiten.
Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten rösten und herausnehmen. Das Olivenöl in derselben Pfanne erhitzen. Knoblauch und Sardellen hineingeben und rühren, bis sich die Sardellen auflösen.
Daran erkennst du es: Die Pinienkerne sind leicht geröstet und die Sardellen im Öl aufgelöst.
Scarola, Oliven, Kapern, Rosinen und Chiliflocken hinzufügen. Alles 6–8 Minuten braten, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Pinienkerne und Salz unterheben. Die Füllung vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist weitgehend verdampft und die Füllung wirkt kompakt.
Den gegangenen Teig in 6 gleich große Stücke von jeweils etwa 220 g teilen und zu straffen Kugeln formen. Abgedeckt weitere 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kugeln sind entspannt und lassen sich gut auseinanderdrücken.
Das Pflanzenöl in einem breiten Topf auf 180 °C erhitzen. Eine Teigkugel mit den Fingerspitzen zu einer runden Scheibe von etwa 22 cm Durchmesser drücken. Die Scheibe vorsichtig ins Öl geben und 5–7 Minuten frittieren, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden und die Oberseite gelegentlich mit heißem Öl übergießen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit den übrigen Teigkugeln ebenso verfahren.
Daran erkennst du es: Die Pizzaböden sind goldbraun und knusprig.
Wichtig: Beim Frittieren niemals Wasser in das heiße Öl gelangen lassen und die Teigscheiben langsam einsetzen.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Jede frittierte Pizza waagerecht aufschneiden, ohne sie vollständig zu trennen, und mit einem Sechstel der Scarola-Füllung füllen.
Daran erkennst du es: Jede Pizza ist geöffnet, bleibt an einer Seite verbunden und ist gleichmäßig gefüllt.
Die gefüllten Pizzen auf ein Blech legen und 4–5 Minuten im Ofen erwärmen, bis die Füllung heiß ist. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist heiß und die Pizzen sind servierbereit.
Gut zu wissen
Scarola riccia ist auf Wochenmärkten, bei italienischen Gemüsehändlern oder in gut sortierten Supermärkten am ehesten erhältlich.
Nach dem Blanchieren muss die Scarola vollständig abkühlen und kräftig ausgedrückt werden, damit die Füllung beim Braten nicht zu flüssig bleibt.
Die Sardellen werden im Olivenöl aufgelöst und geben der Scarola-Füllung eine herzhafte, tiefe Würze.
Die Füllung schmeckt meist etwas milder und gibt beim Garen mehr Wasser ab.
Die Endivie wie die Scarola blanchieren, anschließend besonders gründlich ausdrücken und grob schneiden, bevor sie in die Pfanne kommt.
Scarola kräftig ausdrücken und die Füllung braten, bis sie kompakt wirkt und kaum noch Flüssigkeit enthält.
Die Füllung einige Minuten länger braten und anschließend vollständig abkühlen lassen.
Bei mittlerer Hitze rösten und die Pfanne während der kurzen Röstzeit im Blick behalten.
Verbrannte Pinienkerne aussortieren und durch neue ersetzen.
Die Öltemperatur kontrollieren und zwischen den Portionen wieder auf etwa 180 °C bringen.
Die Hitze reduzieren und die nächste Pizza bei stabiler Temperatur frittieren.
Jede Pizza mit genau einem Sechstel der abgekühlten Füllung bestücken.
Überschüssige Füllung abnehmen und separat servieren.
Häufig gefragt
Breitblättrige Endivie eignet sich als Ersatz. Sie schmeckt meist etwas milder und gibt beim Garen mehr Wasser ab, deshalb sollte sie besonders gründlich ausgedrückt werden.
Der Teig geht abgedeckt bei Raumtemperatur 6–8 Stunden und ruht nach dem Formen der sechs Kugeln nochmals 30 Minuten.
Eine vollständig abgekühlte und möglichst trockene Füllung lässt sich besser in die frittierten Pizzen geben und macht die knusprige Teigbasis weniger schnell weich.
Die gefüllten Pizzen werden 4–5 Minuten bei 200 °C im Ofen erwärmt und sofort heiß serviert.
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