Cicerchiata aus den Marken

Süße Fritti aus den Marken

Goldbraun frittierte Teigkügelchen werden mit warmem Honig, gerösteten Mandeln und kandierter Orange verbunden und zu einem festlichen Kranz geformt.

Zum Rezept
Cicerchiata aus den Marken
Vorbereitung 60 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 30 Min.
Menge 10–12 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke, Süßwaren
Prägende Zutatenfamilie Eier, Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Rösten und Ofenbraten
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der feste Teig lässt sich in kleine, gleichmäßig große Kugeln formen und frittiert dadurch rundum goldbraun.
  • Warmer, nicht kochender Honig verbindet die knusprigen Kugeln zu einem stabilen Kranz.
  • Geröstete Mandeln und kandierte Orange setzen aromatische und texturelle Akzente.

Cicerchiata gehört in den Marken, besonders im Raum Ancona, zu den bekannten Karnevalssüßigkeiten. Kleine Teigkügelchen werden goldbraun frittiert, mit flüssigem Honig verbunden und anschließend zu einem Kranz geformt. Mistrà, Zitronenschale, Mandeln und kandierte Orange geben der Cicerchiata ihren charakteristischen Duft und angenehmen Biss.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen kompakt und zart mürbe; der Honig sorgt für eine glänzende, klebrige Bindung, während Mistrà anisartige Noten, Zitrone Frische, Mandeln Biss und kandierte Orange fruchtige Süße beisteuern.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig herstellen und ruhen lassen

    Die Butter bei niedriger Hitze schmelzen und lauwarm abkühlen lassen. Mehl, Zucker und Salz in der Rührschüssel mischen. Eier, Butter, Mistrà und Zitronenschale dazugeben und alles zu einem glatten, festen Teig verkneten. Den Teig etwa 8 Minuten weiterarbeiten, bis er elastisch ist. Abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    38 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und elastisch.

    • Die geschmolzene Butter vor dem Verkneten nur lauwarm verwenden.
    • Die Ruhezeit erleichtert das Rollen und Schneiden des Teigs.
  2. Mandeln rösten und Orange würfeln

    Die Mandeln in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten rösten, bis sie duften. Abkühlen lassen und grob hacken. Die kandierte Orange fein würfeln.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mandeln duften und zeigen leichte Röstspuren, ohne dunkel zu werden.

    • Die Mandeln nach dem Rösten kurz abkühlen lassen, damit sie sich sicher hacken lassen.
  3. Teigkugeln formen

    Den Teig in mehrere Portionen teilen. Jede Portion auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 1 cm dicken Strang rollen. Die Stränge in etwa 1 cm große Stücke schneiden und die Stücke zwischen den Händen zu kleinen Kugeln rollen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kugeln sind möglichst gleichmäßig groß, damit sie gleichzeitig garen.

    • Kleine, gleichmäßige Kugeln garen zuverlässiger als unterschiedlich große Stücke.
  4. Teigkugeln frittieren

    Das Öl im hohen Topf auf 175 bis 180 °C erhitzen. Die Teigkügelchen portionsweise 3 bis 4 Minuten frittieren und dabei gelegentlich bewegen, bis sie rundum goldbraun sind. Nicht zu viele Kugeln gleichzeitig in den Topf geben, damit die Öltemperatur stabil bleibt. Mit dem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    4 Minuten 177.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Kugeln sind rundum goldbraun und nicht mehr blass oder teigig.

    • Die Frittierzeit gilt pro Portion; je nach Topfgröße sind mehrere Durchgänge nötig.
    • Die Kugeln gelegentlich bewegen, damit sie gleichmäßig bräunen.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und kein Wasser in den Topf gelangen lassen.

  5. Honig erwärmen

    Die runde Platte dünn mit Öl bestreichen und das kleine Glas in die Mitte stellen. Den Honig im weiten Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis er flüssig ist. Er darf nicht kochen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Honig ist flüssig und warm, aber nicht kochend.

    • Das Glas vor dem Einfüllen des Honigs mittig auf die Platte stellen.
  6. Honigmasse mischen

    Die frittierten Kugeln, die gerösteten Mandeln und die kandierte Orange in den warmen Honig geben. Mit dem Holzlöffel vorsichtig mischen, bis alle Kugeln gleichmäßig überzogen sind.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Kugeln glänzen und sind gleichmäßig mit Honig überzogen.

    • Vorsichtig mischen, damit die frittierten Kugeln möglichst ganz bleiben.
  7. Kranz formen und fest werden lassen

    Die klebrige Mischung mit zwei Löffeln ringförmig um das Glas auf der Platte verteilen. Sobald die Masse etwas abgekühlt ist, die Oberfläche mit leicht angefeuchteten Händen vorsichtig andrücken. Das Glas herausheben und die Cicerchiata mindestens 2 Stunden fest werden lassen. Zum Servieren in Stücke schneiden.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Kranz hält seine Form und lässt sich in Stücke schneiden.

    • Die Masse erst etwas abkühlen lassen, bevor sie mit den Händen angedrückt wird.
    • Zum Formen können die Hände leicht angefeuchtet werden.

    Wichtig: Die Honigmasse zunächst abkühlen lassen, damit sie beim Formen nicht zu heiß ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Honig nur erwärmen: Der Honig soll flüssig werden, aber nicht kochen. So bleibt die Bindung kontrollierbar und die Kugeln lassen sich gleichmäßig überziehen.
  • In kleinen Portionen frittieren: Nicht zu viele Kugeln gleichzeitig in den Topf geben. Eine stabile Öltemperatur hilft dabei, dass die Kugeln gleichmäßig goldbraun werden.
  • Kranz mit Glas formen: Das Glas gibt der Cicerchiata ihre typische Öffnung. Es sollte entfernt werden, solange die Honigmasse noch formbar ist.

Zutatenwissen

Mistrà und Alternative

Mistrà ist ein klarer, trockener Anislikör aus den Marken. Falls er nicht erhältlich ist, kann Cognac verwendet werden; das Aroma wird dadurch weniger anisbetont und etwas wärmer.

Mandeln rösten

Die Mandeln nur so lange rösten, bis sie duften und leicht Farbe angenommen haben. Danach vollständig abkühlen lassen und grob hacken.

Zitronenschale

Für die abgeriebene Schale eine unbehandelte Zitrone verwenden.

Sinnvolle Alternativen

Cognac

Die Cicerchiata schmeckt weniger anisbetont und etwas wärmer.

Mistrà im Teig im gleichen Volumen durch Cognac ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kugeln sind außen dunkel, innen aber noch nicht durchgegart.

Die Stränge etwa 1 cm dick rollen und die Stücke zu möglichst gleichmäßigen kleinen Kugeln formen.

Bereits frittierte, aber noch teigige Kugeln bei etwas niedrigerer Öltemperatur portionsweise kurz nachfrittieren.

Die Kugeln werden fettig und bräunen nur langsam.

Die Kugeln in mehreren kleinen Portionen frittieren und die Öltemperatur zwischen den Durchgängen stabilisieren lassen.

Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder den Zielbereich erreicht hat.

Die Honigmasse wird sehr heiß und lässt sich schlecht verteilen.

Den Honig bei niedriger Hitze erwärmen und nicht kochen lassen.

Den Topf kurz von der Hitze nehmen und die Masse etwas abkühlen lassen, bevor die Kugeln untergemischt werden.

Der Kranz zerfällt beim Schneiden.

Alle Kugeln sorgfältig mit Honig überziehen und die Cicerchiata mindestens 2 Stunden fest werden lassen.

Die Stücke vorsichtig zusammendrücken und die Cicerchiata weiter fest werden lassen.

Varianten

Kuppelform

Die Honig-Kugel-Mischung statt um ein Glas herum zu einer kompakten Kuppel auf der geölten Platte formen.

Servieren und kombinieren

  • Kalt in Stücke schneiden: Die Cicerchiata vollständig fest werden lassen, anschließend in handliche Stücke schneiden und kalt servieren.
  • Als festliche Süßigkeit: Den Kranz als dekorative Süßigkeit auf einer runden Platte anrichten und die Stücke direkt am Tisch teilen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Hühnereier.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Butter.
  • Schalenfrüchte: enthält · Das Rezept enthält Mandeln.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was kann ich statt Mistrà verwenden?

Du kannst Mistrà im gleichen Volumen durch Cognac ersetzen. Die Cicerchiata schmeckt dann weniger anisbetont und etwas wärmer.

Kann ich die Cicerchiata auch anders formen?

Ja. Neben dem Kranz lässt sich die Masse zu einer Kuppel oder einer Stange formen.

Warum darf der Honig nicht kochen?

Der Honig soll lediglich flüssig werden, damit die frittierten Kugeln gleichmäßig überzogen und anschließend geformt werden können.

Wie wird Cicerchiata serviert?

Die Cicerchiata wird fest werden gelassen, in Stücke geschnitten und kalt serviert.

Aus unserer Küche

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