Mistrà und Alternative
Mistrà ist ein klarer, trockener Anislikör aus den Marken. Falls er nicht erhältlich ist, kann Cognac verwendet werden; das Aroma wird dadurch weniger anisbetont und etwas wärmer.
Süße Fritti aus den Marken
Goldbraun frittierte Teigkügelchen werden mit warmem Honig, gerösteten Mandeln und kandierter Orange verbunden und zu einem festlichen Kranz geformt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cicerchiata gehört in den Marken, besonders im Raum Ancona, zu den bekannten Karnevalssüßigkeiten. Kleine Teigkügelchen werden goldbraun frittiert, mit flüssigem Honig verbunden und anschließend zu einem Kranz geformt. Mistrà, Zitronenschale, Mandeln und kandierte Orange geben der Cicerchiata ihren charakteristischen Duft und angenehmen Biss.
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen kompakt und zart mürbe; der Honig sorgt für eine glänzende, klebrige Bindung, während Mistrà anisartige Noten, Zitrone Frische, Mandeln Biss und kandierte Orange fruchtige Süße beisteuern.
Schritt für Schritt
Die Butter bei niedriger Hitze schmelzen und lauwarm abkühlen lassen. Mehl, Zucker und Salz in der Rührschüssel mischen. Eier, Butter, Mistrà und Zitronenschale dazugeben und alles zu einem glatten, festen Teig verkneten. Den Teig etwa 8 Minuten weiterarbeiten, bis er elastisch ist. Abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und elastisch.
Die Mandeln in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten rösten, bis sie duften. Abkühlen lassen und grob hacken. Die kandierte Orange fein würfeln.
Daran erkennst du es: Die Mandeln duften und zeigen leichte Röstspuren, ohne dunkel zu werden.
Den Teig in mehrere Portionen teilen. Jede Portion auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 1 cm dicken Strang rollen. Die Stränge in etwa 1 cm große Stücke schneiden und die Stücke zwischen den Händen zu kleinen Kugeln rollen.
Daran erkennst du es: Die Kugeln sind möglichst gleichmäßig groß, damit sie gleichzeitig garen.
Das Öl im hohen Topf auf 175 bis 180 °C erhitzen. Die Teigkügelchen portionsweise 3 bis 4 Minuten frittieren und dabei gelegentlich bewegen, bis sie rundum goldbraun sind. Nicht zu viele Kugeln gleichzeitig in den Topf geben, damit die Öltemperatur stabil bleibt. Mit dem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kugeln sind rundum goldbraun und nicht mehr blass oder teigig.
Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und kein Wasser in den Topf gelangen lassen.
Die runde Platte dünn mit Öl bestreichen und das kleine Glas in die Mitte stellen. Den Honig im weiten Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis er flüssig ist. Er darf nicht kochen.
Daran erkennst du es: Der Honig ist flüssig und warm, aber nicht kochend.
Die frittierten Kugeln, die gerösteten Mandeln und die kandierte Orange in den warmen Honig geben. Mit dem Holzlöffel vorsichtig mischen, bis alle Kugeln gleichmäßig überzogen sind.
Daran erkennst du es: Alle Kugeln glänzen und sind gleichmäßig mit Honig überzogen.
Die klebrige Mischung mit zwei Löffeln ringförmig um das Glas auf der Platte verteilen. Sobald die Masse etwas abgekühlt ist, die Oberfläche mit leicht angefeuchteten Händen vorsichtig andrücken. Das Glas herausheben und die Cicerchiata mindestens 2 Stunden fest werden lassen. Zum Servieren in Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Der Kranz hält seine Form und lässt sich in Stücke schneiden.
Wichtig: Die Honigmasse zunächst abkühlen lassen, damit sie beim Formen nicht zu heiß ist.
Gut zu wissen
Mistrà ist ein klarer, trockener Anislikör aus den Marken. Falls er nicht erhältlich ist, kann Cognac verwendet werden; das Aroma wird dadurch weniger anisbetont und etwas wärmer.
Die Mandeln nur so lange rösten, bis sie duften und leicht Farbe angenommen haben. Danach vollständig abkühlen lassen und grob hacken.
Für die abgeriebene Schale eine unbehandelte Zitrone verwenden.
Die Cicerchiata schmeckt weniger anisbetont und etwas wärmer.
Mistrà im Teig im gleichen Volumen durch Cognac ersetzen.
Die Stränge etwa 1 cm dick rollen und die Stücke zu möglichst gleichmäßigen kleinen Kugeln formen.
Bereits frittierte, aber noch teigige Kugeln bei etwas niedrigerer Öltemperatur portionsweise kurz nachfrittieren.
Die Kugeln in mehreren kleinen Portionen frittieren und die Öltemperatur zwischen den Durchgängen stabilisieren lassen.
Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder den Zielbereich erreicht hat.
Den Honig bei niedriger Hitze erwärmen und nicht kochen lassen.
Den Topf kurz von der Hitze nehmen und die Masse etwas abkühlen lassen, bevor die Kugeln untergemischt werden.
Alle Kugeln sorgfältig mit Honig überziehen und die Cicerchiata mindestens 2 Stunden fest werden lassen.
Die Stücke vorsichtig zusammendrücken und die Cicerchiata weiter fest werden lassen.
Die Honig-Kugel-Mischung statt um ein Glas herum zu einer kompakten Kuppel auf der geölten Platte formen.
Häufig gefragt
Du kannst Mistrà im gleichen Volumen durch Cognac ersetzen. Die Cicerchiata schmeckt dann weniger anisbetont und etwas wärmer.
Ja. Neben dem Kranz lässt sich die Masse zu einer Kuppel oder einer Stange formen.
Der Honig soll lediglich flüssig werden, damit die frittierten Kugeln gleichmäßig überzogen und anschließend geformt werden können.
Die Cicerchiata wird fest werden gelassen, in Stücke geschnitten und kalt serviert.
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