Tirà

Süßes Hefebrot aus dem Piemont

Süßes piemontesisches Hefebrot in Ringform mit Rosinen, Butter und Zucker – goldbraun gebacken und in Scheiben serviert.

Zum Rezept
Tirà aus dem Piemont
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 50 Min.
Menge 1 Ring, etwa 10 bis 12 Scheiben
Gerichtsform und Gerichtsart Brote, Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Obst, Weizen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Einweichen, Quellenlassen und Wässern
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die weiche Butter wird nach und nach in den Teig eingearbeitet und sorgt für eine zarte, elastische Krume.
  • Durch zwei Gehzeiten entwickelt der Hefeteig Volumen und eine lockere Struktur.
  • Die gequollenen Rosinen verteilen sich gleichmäßig im Teig und bringen fruchtige Süße in jede Scheibe.

Tirà ist ein weiches, süßes Hefebrot aus dem Piemont. Der mit Rosinen angereicherte Teig wird zweimal gehen gelassen, zu einem Ring geformt und in einer 26-cm-Ringform gebacken. Vor dem Backen sorgen Ei und Zucker für eine glänzende, goldbraune Oberfläche.

Außen goldbraun und leicht glänzend, innen weich, elastisch und feinporig. Die Rosinen sorgen für fruchtige Süße, während Butter und Zucker dem Hefebrot ein mildes, rundes Aroma verleihen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rosinen quellen lassen

    Die Rosinen mit warmem Wasser bedecken und etwa 15 Minuten quellen lassen. Anschließend gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen.

    15 Minuten
    • Die Rosinen vor dem Unterkneten möglichst gut trocknen, damit der Teig nicht unnötig feucht wird.
  2. Teig ansetzen

    Mehl, lauwarmes Wasser, zerbröckelte Hefe, den Zucker für den Teig und die zwei Eier in eine Rührschüssel geben. Mit den Knethaken oder in der Küchenmaschine 5 Minuten vermengen, bis ein klebriger Teig entsteht.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt und noch klebrig.

  3. Butter, Salz und Rosinen einarbeiten

    Die weiche Butter nach und nach einarbeiten. Danach das Salz zugeben und den Teig weitere 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Die vorbereiteten Rosinen kurz und gleichmäßig unterkneten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zusammenhängend lösen.

    • Die Butter portionsweise zugeben, damit sie vollständig in den Teig eingearbeitet wird.
  4. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und an einem zugfreien Ort etwa 60 Minuten gehen lassen. Er sollte sichtbar an Volumen zunehmen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sichtbar an Volumen zugenommen.

    • Die Schüssel während der Gehzeit abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  5. Ring formen

    Die Ringform mit etwas von der Butter ausstreichen. Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, vorsichtig entgasen und zu einem etwa 60 cm langen Strang rollen. Die Enden zu einem geschlossenen Ring verbinden und die Naht gut zusammendrücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Naht ist geschlossen und der Teigring liegt gleichmäßig in der Form.

    • Den Teig nur vorsichtig entgasen, damit die während der ersten Gehzeit entstandene Struktur weitgehend erhalten bleibt.
  6. Teigring erneut gehen lassen

    Den Teigring in der Form abdecken und weitere 60 bis 90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teigring ist deutlich aufgegangen.

    • Die zweite Gehzeit kann je nach Raumtemperatur etwas kürzer oder länger ausfallen.
  7. Ofen vorheizen und Oberfläche vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Ei zum Bestreichen verquirlen, den Teigring dünn damit bestreichen und mit dem Zucker zum Bestreuen gleichmäßig bedecken.

    180 °C
    • Das Ei dünn und gleichmäßig auftragen, damit die Oberfläche beim Backen gleichmäßig bräunt.
  8. Tirà backen

    Den Tirà auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Falls er gegen Ende zu dunkel wird, locker mit Backpapier abdecken.

    35 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun.

    • Nach 35 Minuten erstmals die Farbe prüfen und bei Bedarf mit Backpapier abdecken.
  9. Abkühlen und servieren

    Das Gebäck 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, anschließend vorsichtig lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. In Scheiben servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Ring lässt sich vorsichtig aus der Form lösen und ist vollständig ausgekühlt.

    • Den Ring erst nach der kurzen Abkühlzeit aus der Form lösen, damit er stabil bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zwei Gehzeiten einplanen: Die erste Gehzeit findet vor dem Formen statt, die zweite im geformten Ring. Beide Phasen sind wichtig für das Volumen und die lockere Struktur des Hefebrots.
  • Rosinen gut trocknen: Die Rosinen nach dem Quellen gründlich abtropfen lassen und trocken tupfen, bevor sie in den Teig kommen.
  • Backfarbe beobachten: Die Oberfläche soll goldbraun werden. Wird sie gegen Ende zu dunkel, schützt locker aufgelegtes Backpapier vor weiterer Bräunung.

Zutatenwissen

Frische Hefe

Die Hefe wird direkt mit Mehl, Wasser, Zucker und Eiern angesetzt. Das Wasser sollte lauwarm sein.

Weiche Butter

Die Butter vor der Verarbeitung weich werden lassen und anschließend portionsweise in den bereits vermengten Teig einarbeiten.

Rosinen vorbereiten

Das Quellen in warmem Wasser macht die Rosinen saftiger. Vor dem Unterkneten müssen sie gut abgetropft und trocken getupft werden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig wird durchweicht oder klebt ungewöhnlich stark.

Die Rosinen nach dem Quellen gründlich abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocknen.

Den Teig nicht mit großen zusätzlichen Mehlmengen beschweren, sondern zunächst weiterkneten, bis er wieder zusammenhängender wird.

Der Tirà bleibt kompakt und geht im Ofen nur wenig auf.

Den Teig jeweils nach seinem sichtbaren Volumenzuwachs beurteilen und nicht nur nach der Uhr.

Die Oberfläche wird dunkel, bevor das Gebäck fertig gebacken ist.

Die Farbe ab etwa 35 Minuten kontrollieren und den Ring bei Bedarf locker mit Backpapier abdecken.

Der Ring öffnet sich an der Verbindungsstelle.

Die Naht vor dem Einlegen in die Form sorgfältig verschließen.

Servieren und kombinieren

  • Zur Kaffeetafel: Den vollständig ausgekühlten Tirà in Scheiben schneiden und als süßes Hefebrot zur Kaffeetafel servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält
  • Eier: enthält
  • Milch: enthält

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viele Scheiben ergibt der Tirà?

Der Ring ergibt etwa 10 bis 12 Scheiben.

Welche Form wird für den Tirà benötigt?

Benötigt wird eine Ringform mit 26 cm Durchmesser.

Woran erkenne ich, dass der Tirà fertig gebacken ist?

Die Oberfläche soll goldbraun sein. Gegen Ende der Backzeit kann der Ring bei Bedarf locker mit Backpapier abgedeckt werden.

Aus unserer Küche

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